#1

Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 29.03.2016 20:04
von Luke Blackhawk" | 3.737 Beiträge | 5165 Punkte

Hier wird sich das Böse zentrieren


zuletzt bearbeitet 29.03.2016 20:04 | nach oben springen

#2

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 03.04.2016 12:20
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Buffy und ich hatten uns mit den Jungjägerinnen von den anderen verabschiedet. Großes Spektakel mich wirklich zu verabschieden hatte ich nicht gemacht. Sicher gingen die anderen davon aus, dass wieder fast jeder überleben würde. Immerhin war ich das letzte Mal gestorben, aber durch das Medaillon wieder gekehrt. Niemand würde davon ausgehen, dass es diesmal wirklich mein Ende bedeuten würde. Nur einem Menschen hatte ich davon erzählt, aber das war mein kleines Geheimnis. Buffy und ich hatten ein paar Meter Vorsprung zu den anderen. Das war meine Absicht. Der letzte Kampf in den ich mit Buffy zog. Das musste ich wenigstens noch nutzen um mich mit ihr wieder gut zu stellen. Sie war sehr enttäuscht von mir. Immerhin hatte ich ihr das Mittel lange vorenthalten, das Angel zum - machen sollte. Nachdem Angel gegangen war hatte ich noch lang und breit versucht es ihr zu erklären, aber das alles hatte nicht viel genützt. Ich seufzte kurz bevor wir da waren und schielte ab und zu rüber zu der blonden Jägerin die neben mir lief. "Willst du das Schweigen nicht irgendwann brechen?" fragte ich aufrichtig. "Was wenn heute unser Ende ist. Dann bereust du es." fügte ich noch unter einer Spitze Sarkasmus hinzu, während ich mir einen Glimmstängel anzündete. "Ich meine ja nur...es muss nicht immer alles gut gehen." Meine Entscheidung stand noch immer fest, dass ich Buffy nichts davon verraten würde, was mein Schicksal für heute Nacht anging. Unser Leben oder Dasein war nun einmal von vielen Gefahren geprägt. Aber auf diese Weise, dass jeder Abschied der letzte sein könnte, hatte ich das bis jetzt noch nie gesehen. Ich würde keinen letzten Kuss bekommen. Den hatte ich mir schon geholt. Trotzdem hatte ich ein immenses Verlangen danach wenn ich durch den Schleier der Dunkelheit kleine Blicke auf ihre Lippe erhaschte.
"Ich jedenfalls würde es bereun." gab ich ihr zu verstehen und sah weiter nach vorne. Man konnte spüren, dass wir dem Höllenschlund immer näher kamen. Ganz deutlich. Ich nahm jetzt erst das Medaillon hervor. Vielleicht würde es dieses Mal nichts bringen, aber versuchen konnte man es ja. Dann legte ich es mir um. Ob Buffy irgendetwas davon gemerkt hatte, wusste ich nicht.

@Buffy Anne Summers


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#3

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 03.04.2016 17:05
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Spike hatte uns alle eingeteilt und ich hatte zähneknirschend dabei zugesehen, wie er das Ruder übernommen hatte. Ein Vampir, der vom Rat scheinbar mehr Vertrauen bekam, als ich als Jägerin. Wie oft hatte ich meinen Kopf für diese Welt und den Rat hingehalten? So oft, dass ich es mittlerweile gar nicht mehr zählen konnte. Ich war sogar gestorben, um die Welt davor zu bewahren, von einer verrückten, melodramatischen Göttin mit einem zu großen Ego und Identitätsproblemen zu bewahren.
Wir liefen an der Spitze der kleinen Truppen und führen das Kanonenfutter direkt zu dem Punkt, an dem das Urböse gleich die Welt in ihren Grundfesten erschüttern würde. Was ich fühlte? Alles von absoluter Leere, bis hin zu der Angst, wie viele von uns überleben würden. Würde ich selber überleben? Spike? Wie viele von den jungen Jägerinnen würden wir durchbringen können, oder waren wir dieses Mal tatsächlich alle zum Scheitern verurteilt? Ich warf einen Blick auf meine Armbanduhr. Lex sollte sich langsam mal beeilen. Sie brauchte schon viel zu lange. Die gleiche Anspannung wie damals, als ich darauf gewartet hatte, dass Willow den Kraft der Sensen nutze um allen Anwärterinnen mit einem Schlag die Kräfte einer Jägerin zukommen zu lassen, breitete sich in mir aus. "Lex sollte sich beeilen..." murmelte ich schließlich und sah zu Spike rüber, der versuchte, mich dazu zu bewegen, wieder normal mit ihm zu sprechen. So jetzt hatte ich etwas gesagt. Zufrieden? Wahrscheinlich wieder nicht. Begriff er nicht, dass ich gerade ganz andere Sorgen hatte, als unsere Meinungsverschiedenheit wegen der Tatsache, dass er mir wissentlich ein wichtiges Puzzelstück um Angelus die Seele wieder zugeben, vorenthalten hatte? Wir standen kurz vor unserem vielleicht letzten Kampf. "Pass einfach auf, dass nicht zu viele von den Babyslayern drauf gehen und halt mir den Rücken frei." ich richtete meinen Blick wieder nach vorne und wir kamen langsam näher. Seine Bitte, das Schweigen zwischen uns zu beenden, ignorierte ich absichtlich. Denn ich konnte und wollte diese Diskussion hier und jetzt nicht führen. Nur aus den Augenwinkeln sah ich etwas funkeln und meine Augen richteten sich direkt wieder auf den Vampir. Das war,.... hatte er etwa... Hatte er etwa vor, die gleiche Nummer abzuziehen, wie damals in Sunnydale? Damals hatte ich alle meine Hoffnungen auf Spike gesetzt, als ich ihm das Amulett gegeben hatte. Hätte ich damals schon gewusst, auf welch zerstörerische Art und Weise es wirken würde, hätte ich es sicherlich nicht getan. Eher wäre ich gestorben, als das ich zugelassen hätte, dass er sich opferte. Aber wir hatten es alle nicht gewusst. "Spike nein!" ich stoppte und zog ihn auf die Seite. Weg von den Anwärterinnen, denen ich mit einer Handbewegung andeutete, zu bleiben, wo sie waren und darauf zu warten, dass es weiter ging. Meine Mimik war mir entgleist und ich hatte einen Knoten im Hals. "Nimm es ab. Bitte nimm es ab. Du kannst nicht auch noch gehen." flüsterte ich leise und sah ihn flehend an. Egal wie sauer ich auf ihn war. Aber das konnte ich nicht zulassen.
@Spike



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#4

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 04.04.2016 20:41
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Natürlich ging sie nicht wirklich auf meine Worte ein. Sie wusste ja auch nicht das, was ich wusste. Dass mein Tod nicht mehr lange auf sich warten lies. Und ich hätte schwören können, dass heute die Nacht der Nächte war. Wann sollte es sonst passieren? Ich hatte mir schon immer gewünscht im Kampf abzutreten. Und mein Wunsch würde wenigstens noch erfüllt werden. Nur glaubte ich nicht, dass das Medallion mir dieses Mal wieder den Rest geben würde. Es war etwas neues, etwas anderes, dass mein Dasein bedrohte. Seufzend lief ich weiter neben Buffy her und senkte meinen Blick jetzt zu Boden. Warum hoffte ich noch immer, dass mir die Jägerin meinen Fopax verzeihen würde. Aber sie schien stur zu bleiben. Um die anderen Jungjägerinnen machte ich mir weniger Sorgen. Schon das letzte Mal waren welche drauf gegangen und das würde sich auch jetzt nicht ändern. Ich machte mir nur Sorgen um Buffy, Lex, Devon...Faith vielleicht auch ein Bisschen. Bis auf Devon und Lex waren die Anderen schon das Letzte Mal dabei gewesen. Und auch dieses Mal würde ich dafür sorgen, dass sie überlebten. Das hatte ich mir fest vorgenommen. "Zu Befehl Chefin...." lies ich es in einem sarkastischem Ton verlauten und salutierte. Ich sollte auf die Jägerinnen aufpassen. Jeder andere Vampir hätte ihr einen Piep gezeigt verdammt.
Als sie mich plötzlich zur Seite zog und anschrie, musste ich wirklich erst kapieren, was sie jetzt von mir wollte. Mit geweiteten Augen sah ich sie an und man konnte eindeutig die Fragezeichen über meinem Kopf sehen. Doch bevor ich fragen konnte, beantwortete sie meine Frage schon. "Ach ich dachte so ein nettes Accessoire wäre angebracht. Falls ich sterbe, dann sehe ich wenigstens gut aus." scherzte ich. Was blieb mir auch anderes übrig als die Unsicherheit in meinem Inneren zu überdecken. Doch sie scherzte nicht. Sie hatte Angst. Sie war deutlich in ihren Augen zu sehen. Dieser Blick veranlasste mich dazu, meine Schultern ergebend sinken zu lassen und meinen Kopf leicht zur Seite zu neigen, als ich sie ansah. "Was soll das?" fragte ich dann ruhig und eindeutig ernster. "Irgendwas müssen wir ja tun. Du hast doch gerade selbst gesagt, dass Lex sich lieber beeilen sollte. Vielleicht kann ich das ja regeln. So wie damals." Beinahe erwischte ich meine Hand wieder, wie sie zu ihrem Gesicht fahren wollte. Aber ich konnte noch rechtzeitig reagieren und sie da behalten wo sie meines Ermessens nach gerade hingehörte. Noch einen Kuss würde ich sicher nicht abstauben. Eher würde sie mich hier und jetzt bewusstlos prügeln. "Ich werde es nicht abnehmen....Lass und weiter gehn." Und dann griff ich nach ihrer Hand und zog sie wieder zu den Anderen. Jedenfalls versuchte ich es.


@Buffy Anne Summers


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#5

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 06.04.2016 10:04
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Wollte er das jetzt wirklich auf diese Schiene schieben? Sein Sarkasmus war hier wirklich vollkommen fehl am Platz. Gereizt verdrehte ich die Augen und lief weiter, bis ich fast schon nebenher mitbekam, wie Spike sich das Medallion umlegte, mit dem er damals ganz Sunnydale in Schutt und Asche gelegt hatte, als er den Höllenschlund damit verschlossen hatte.
Meine Augen verengten sich. Wie konnte er das nur alles so locker nehmen? Das war schon immer etwas, was ich an Spike nicht verstand, auch wenn ich diesen Charakterzug, sich teilweise nicht so ganz ernst zu nehmen, gleichzeitig mochte und verfluchte. "Ja, dass ist natürlich das Wichtigste, dass du mit einem perfekten Look abtrittst." Ich zeigte Spike einen Vogel und schüttelte den Kopf. Dieser Sarkasmus würde mich noch mal in den Wahnsinn treiben. konnte er nicht wenigstens jetzt dieses eine Mal ernst bleiben? Ich wusste ja, dass es ihn mitnahm, dass ich ihm die Hauptschuld an Angels weggehen gab. Und sicherlich war das nicht fair von mir, denn tief in mir drin wusste ich, dass mich ganz allein die Schuld traf. Schließlich hatte ich mich zu bereitwillig noch einmal auf ihn einlassen. Ob Angel es mir verziehen hätte, wenn ich ehrlich zu ihm gewesen wäre und ihm die Wahrheit gesagt hätte? Ich wusste es nicht. Wahrscheinlich hätte es auch gar nichts geändert. Er wäre trotzdem gegangen. Diese Erkenntnis war bitter und auch noch nicht ganz in meinem Kopf angekommen. Hier und jetzt musste ich mich darauf konzentrieren, das Urböse gemeinsam mit den jungen Jägerinnen, Faith, Lex und Spike zu vernichten, oder wenigstens für die nächsten Jahre wieder zurück zu schlagen. Da konnte ich mir keinerlei emotionale Schwäche leisten.
"Was das soll?" konnte Spike sich das nicht denken? "Spike ich kann dich nicht auch noch verlieren." meine Stimme klang ernst und vielleicht schwang sogar eine Spur von Angst darin mit. Spike und Angel. Zwei Vampire, wie sie unterschiedlicher nicht sein konnten. Beide hatten sie einen festen Platz in meinem Herz und nach meinem Mann, schien mich jetzt auch noch Spike verlassen zu wollen. "Ja, das sollte sie. Denn wir brauchen diese Waffen. Schau sie dir doch an... Wir sind noch beschissener dran wie damals. Sie hatten kaum bis gar kein Training und es macht mich jetzt schon wieder wahnsinnig, wenn ich daran denke, dass ich sie nicht alle durchbringen könnte, dass einige von ihnen sterben werden. Aber mit den Schwertern, lässt sich die Zahl unserer Verluste vielleicht zumindest reduzieren." erklärte ich und gewährte ihm damit einen kleinen Einblick in das Chaos, dass gerade in meinem Kopf herrschte. "Und ich brauche dich. Ich schaffe es nicht ohne dich." fügte ich deutlich leiser hinzu. Wer wenn nicht er, sollte mit mir an vorderster Front stehen und die Dämonen, die uns sicherlich bald überrennen würden, zurück schlagen? "Ich brauche deine Fähigkeit als Kämpfer und ich brauche deine Stärke, denn alleine kann ich gerade nicht mehr stark sein."
Kurz schien es mir, als wolle er mich berühren, dann aber sank seine Hand wieder. Er wollte das Amulett nicht abnehmen. Mit den Worten griff er nach meiner Hand und zog mich zu den anderen zurück, bis ich beide Füße fest in den Boden stemmte. "Ich kann dich nicht schon wieder verlieren. Wenn du jetzt auch noch von mir gehst, dann ist alles verloren." würde er verstehen, dass ich kurz davor stand, mich selber mal wieder komplett zu verlieren?
@Spike



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#6

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 06.04.2016 17:03
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Ich wusste, dass sie so reagieren würde! Dafür konnte sie mir schon ein Grinsen abringen. Wieder einmal wollte sie ihren Kopf durchsetzen. Gut, dieses Mal ging es dabei um Leben und Tod, weswegen ich ihr das kaum verübeln konnte, aber ich würde doch so oder so sterben. Nur wusste sie das nicht. Niemand ausser Ich und eine andere Person wussten davon. "Hast du mir grad echt nen Vogel gezeigt?" fragte ich amüsiert. "Ich dachte wir wären schon ne Weile aus dem Sandkasten raus." scherzte ich weiter. Was sollte ich auch sonst tun? Ihr sagen, was für eine verfluchte Angst ich vor meinem endgültigem Abtreten hatte? Dass ich diese Erde verdammt vermissen würde? Inbegriffen ein paar wenige Personen die auf ihr weilten? Und vor allem Sie? Nein, das wollte ich ihr nicht auch noch antun. Sie hatte schon genug Probleme. Und ja, ich sollte sie lieber ein wenig einlullen, als sie weiter im Glauben zu lassen, dass mein Tod bevor stand, denn gerade das wollte ich ja nicht, dass sie so dachte. "Vielleicht wollte ich gerade das von dir hören." sagte ich ein wenig arrogant und verschränkte die Arme. °Cool bleiben, einfach cool bleiben!° dachte ich bei mir, denn wenn ich stark blieb, wäre es vielleicht nicht ganz so schwer für sie.
Doch dann lies ich meine Schultern ergebend sinken, weil sie mir sagte, dass sie mich nicht auch noch verlieren konnte. Wieder einmal das gleiche Schauspiel mit den gleichen Darstellern. Kurz warf mich mein Gedächtnis zurück in die Nacht in der sie mir das Amulett überreicht hatte. Mein Blick wurde sanfter und ich legte ein leichtes verständnisvolles Lächeln auf meine Lippen. "Du wirst mich nicht verlieren. Ich bin Unkraut, schon vergessen?" fragte ich sie und war wieder gewillt meine Hand auf ihre Schulter zu legen, doch ich zuckte nicht einmal. Ich würde mir damit nur selbst weh tun. Schließlich wollte ich nicht sterben und dabei nur daran denken, was hätte sein können. Aber ja, mit ihren Worten kam sie mir seelisch näher als sie überhaupt zu ahnen vermochte. Und als sie über die anderen Jägerinnen sprach konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und legte nun sogar beide Hände auf ihre Schultern. "Bin ich jetzt wieder das Arschloch, dass dich daran erinnern muss, dass sowieso einige drauf gehen werden? Wir werden nie alle retten können. Schau sie dir an. Sie hatten Training und sie haben ihre Kräfte schon um einiges länger, als sie die Anwärterinnen damals hatten. Jetzt müssen sie klar kommen oder haben eben Pech. Denk lieber an dich selbst. Du führst sie. Du bist ihr Idol Buffy. Du solltest überleben. Das ist alles was zählt." Mein Blick ging tief und war durchdringend. Sie sollte endlich aufwachen und merken, was wirklich wichtig war in diesem Kampf. Sie war eine der wenigen Jägerinnen, die so alt geworden waren. Und das musste schon etwas bedeuten.
"Ich bin doch hier oder? Trotz allem was passiert ist bin ich an deiner Seite. Es war immer so und es wird immer so sein. Du weißt, dass es nicht nur etwas mit meinen Gefühlen für dich zu tun hat. Ich will es besiegen. Ich will dich beschützen...und...du weißt was ich meine...." Dann lies ich sie los und wollte sie wieder zu den Anderen ziehen, doch sie blieb einfach stehen. "Buffy..." sagte ich ein wenig resignierend. "Ich habe zwar nicht die besten Manieren, aber selbst ich weiß, wie du jetzt vor den Anderen aussiehst. Ich werde dich nicht verlassen..." Aber ich gab kein Versprechen. Gar nichts wollte ich versprechen. Vielleicht hatte ich Glück und sie bemerkte es nicht. "Komm schon. Wir haben keine Zeit für...sowas." Puhhh, diese letzten Worte waren es, die selber an meinem Herzen zu ziehen schienen. Plötzlich tat es noch mehr weh, denn ich wusste sicher, dass es nie wieder eine solche Unterhaltung geben würde. Liebend gern hätte ich mich noch stundenlang mit ihr gefetzt und diskutiert, weitere versteckte Liebeserklärungen los gelassen, aber ja, wenn wir nicht bald los legten, dann waren wir alle am Arsch.

@Buffy Anne Summers


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#7

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 08.04.2016 17:54
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Natürlich hatte ich ihm einen Vogel gezeigt. Das hatte er doch wohl deutlich gesehen. "Du weißt ganz genau, dass ich niemals zugelassen hätte, dass du das Amulett trägst, wenn ich damals in Sunnydale bereits gewusst hätte, dass es dich umbringt." polterte ich und fand es noch immer nicht sonderlich toll, dass er auch noch Witze darüber riss, dass er wahrscheinlich bald, vielleicht schon in wenigen Stunden erneut vor hatte, sich dem wahren Tod zu stellen.
Selbst die Beteuerung, dass ich ihn schon nicht verlieren würde, weil er wie Unkraut war, konnte mich gerade nur wenig beruhigen. Das sagte er doch jetzt nur so. In letzter Zeit sagte er gerne irgendwas, nur um mich in Sicherheit zu wiegen, doch kannte ich ihn gut genug, um zu wissen, dass es ähnlich wie bei mir, auch in Spike vermutlich ganz anders aussah. Selbst wenn er hier den coolen Vampir mit Ledermantel spielte. Wieder lag seine Hand auf meiner Schulter und die Jung-Jägerinnen wurden langsam unruhig. Jedoch tangierte es mich gerade eher weniger. Sie mussten warten. Diese ganze gottverdammte Apokalypse sollte warten, oder am Besten ganz ausfallen. Niemand hätte etwas dagegen gehabt, heute Nacht nicht um sein Leben kämpfen zu müssen. Allen voran ich nicht. Ich hatte kurz zuvor meinen Mann verloren und daran eigentlich noch genug zu knacken. Ich war definitiv nicht in der Stimmung, mich nun einem Kampf mit apokalyptischen Ausmaßen zu stellen. "Vielleicht..." antwortete ich zögerlich und senkte den Blick. "Ich weiß, dass wir sie nicht alle retten können, aber ich fühle mich für sie verantwortlich." erklärte ich. Zwar war dieses Mal eigentlich der Rat für die Baby-Slayer verantwortlich, doch ich war neben Faith die erfahrenste Jägerin und schon in Sunnydale dabei gewesen. Spikes Worte bedeuteten mir mehr, als der Vampir wahrscheinlich vermutete. Ich sah mich nur ungern selber als Vorbild, denn was hatte ich in meinem Lebenslauf schon großartig vorzuweisen? Jede Menge abgebrochene Versuche im Leben beruflich Fuß zu fassen und noch mehr gescheiterte Beziehungen. "Ja, du bist hier, aber wenn du das Amulett ein zweites Mal trägst und es..." kopfschüttelnd kämpfte ich gegen meine eigenen Emotionen an, die mit mir Achterbahn fuhren. Ich sollte fokussiert sein, aber ich brach gerade. Angel war fort. Wahrscheinlich dieses Mal für immer, Spike wollte den Klunker tragen und zum zweiten Mal mit seinem Tod die Welt retten und keiner wusste, ob es all diese Opfer wert war. Denn was taten wir denn hier? Wir schossen mit Wattebäuschchen auf eine Kraft, die sich kurz zurück ziehen würde und uns in ein paar Jahren erneut heraus forderte. Dann würden wieder Menschen sterben. Und wen wollte ich dann als Bauernopfer in den Tod schicken? Wir waren doch alle nur Figuren auf einem riesengroßen Schachbrett, die von irgendwelchen Mächten hin und her geschoben wurden. Aber diese Gedanken konnte und durfte ich vor den jüngeren Jägern nicht aussprechen. Also behielt ich sie für mich.
"Hört alle her!"
Ich drehte mich zu den Jägerinnen um, die Spike und mir gefolgt waren und sah ernst von einer zur anderen.
"Ich weiß was Haystings euch gesagt hat, dass er euch und eure Wächter eingeschworen hat. Aber das hier, das wird schlimmer, als alles, was ihr euch in euren schlimmsten Alpträumen vorstellt. Wir kämpfen gegen eine Macht, die uns kräfte- und zahlenmäßig weit überlegen sind. Und selbst wenn Alexis Vorhaben gelingt, werden wahrscheinlich viele von uns sterben. Es ist also euch überlassen, ob ihr mit Spike und mir Seite an Seite in diesen Kampf ziehen wollt, oder ob ihr fliehen wollt. Niemand ist euch böse. Aber mit denen die sich entschließen zu bleiben, werden wir kämpfen bis zum Letzten. Denn wir sind alles, was die Welt dem Bösen entgegenzusetzen hat. Wenn wir scheitern, wenn Cleveland fällt, dann wird auch der Rest der Welt fallen. Dann wird es keinen Ort mehr geben, an den ihr fliehen und euch verstecken könnt, denn dann bricht hier die Hölle auf Erden los. Und ihr alle, wie ihr hier steht, seid stark. Ihr seid noch nicht so lange dabei, aber ihr seid Jägerinnen, genau so wie ich eine bin. Auch ich habe Angst. Aber noch mehr Angst als davor in diesem Kampf zu sterben, habe ich davor, nicht zu kämpfen und keine Welt mehr zu haben, in der ich leben kann. Also seid stark und kämpft mit mir. Wir brauchen jede Einzelne von euch. Denn nur gemeinsam können wir es schaffen."
erklärte ich den Baby-Slayern und hoffte, dass ich ausnahmsweise mal die richtigen Worte gefunden hatte, um sie zu motivieren, ehe ich mich ganz leise flüsternd an Spike wandte. "Bist du jetzt zufrieden?" wollte ich von ihm wissen, nach außen hin, einen zuversichtlichen und unerschütterlichen Gesichtsausdruck zur Show tragend. Ja, ich konnte meine Rolle spielen, wenn es drauf ankam. Buffy die unerschrockene Jägerin... Die Rolle, von der jeder verlangte, dass ich sie spielte.
@Spike



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#8

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 08.04.2016 18:22
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

"Ach du fühlst dich doch immer verantwortlich!" sagte ich genervt und stur, während ich die Arme vor der Brust ineinander legte und so verschränkte. Nur leider war sie meistens nicht die Einzige, wobei ich nur eine kleine Scharr an Menschen und anderen Wesen hatte, bei denen ich mich "verantwortlich" fühlte. Dabei waren mir die jungen Jägerinnen ziemlich egal. Ich kannte nicht so wie letztes Mal, keine Einzige von ihnen wirklich. Und Lilly war auch nicht dabei. Sie hätte ich im Notfall sicher auch beschützt. Auch Nastja konnte ich nirgens sehen und ich hatte auch nicht aus Angel raus gekriegt, ob er sie getötet hatte. Doch um all das versuchte ich mich nicht zu scherren und konzentrierte mich weiter auf die fast hysterische Jägerin. "Ja ich trage es, aber hier sind keine Vampire gegen die wir kämpfen. Vielleicht schlägt es gar nicht an? Die Dämonen haben ja leider keine Sonnenallergie." versuchte ich sie weiter erfolglos zu überzeugen und überzeugte mich damit auch langsam, dass es wahrscheinlich total sinnlos war, es zu tragen. Aber sicher war sicher. Auch wenn ich nicht wirklich glaubte, dass ich dieses Mal die letzte Rettung war. Dann wandte sich Buffy ab und begann den Jungjägerinnen irgend einen scheiß zu erzählen. Von wegen sie hätten eine Wahl. Mit einer Hand griff ich nach ihrem Arm mit dem sie diese wunderbar locker abschüttelte. "Bist du jetz völlig bescheuert?" fragte ich und es war eindeutig lauter als beabsichtigt. Dann war abwarten angesagt, denn ich wollte den anderen nicht noch mehr der Soap zwischen mir und Buffy zum zuschauen bieten. Das war eine Sache zwischen uns. Als sie sich jedoch wieder zu mir umdrehte und mich fragte ob ich zufrieden war, sah ich sie skeptisch an. "Äjhhh nein..." gab ich von mir und hatte wieder einmal die Arme verschränkt. "Aber du machst das schon." lies ich es leicht spöttisch verlauten und hoffte einfach, dass sie mir diese Worte nicht auch noch krumm nehmen würde.
"Also möchtest du den Kampf dann langsam als gestartet erklären oder noch so eine "Ihr könnt auch alle abhauen, wenn es euch beliebt"- Ansprache halten?" Mein Blick ging zu den Jägerinnen, von denen sich mindestens drei begannen abzukapseln. Mit Vampirgeschwindigkeit war ich bei ihnen und schob die drei zu den Anderen zurück. "Ich glaube ihr habt das falsch verstanden. Jeder verschissene Mensch, Vampir, Werwolf oder sonst irgendwas hier...wird verdammt nochmal seinen Arsch für die Welt herhalten!" sagte ich bestimmt und dabei ging ein entschlossener und gleichzeitig entschuldigender Blick zu der Einen, der Jägerin.

@Buffy Anne Summers


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#9

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 09.04.2016 15:58
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Nein, die Dämonen hatten bestimmt keine Sonnenallergie. Das wäre wohl zu einfach gewesen. Aber wer konnte schon sagen, ob das Amulett sich nicht trotzdem aktivierte. Denn wenn das der Fall war, dann würde Spike sich meiner Meinung nach vollkommen umsonst opfern. Etwas, was ich nicht zulassen konnte und durfte. Aber der Vampir ließ mir keine Wahl. Dafür war er zu starrsinnig. Es war scheinbar egal, was ich sagte, er wollte bei seiner absolut bescheuerten Meinung bleiben.
"Bescheuert? Ich? Du verwechselst da gerade was." Was glaubte er denn? Dass ich die Mädchen gegen ihren Willen in die Schlacht führte? Ihnen vorenthielt, wie gering unsere Chancen waren? Diese Methode verwandte vielleicht ein Heystings. Ich jedoch nicht. Zu oft war ich vom Rat selber ins kalte Wasser geworfen worden. Die Mädchen sollten eine Wahl haben und selber entscheiden, wie sie im Zweifelsfall sterben wollten.
"Spike es reicht jetzt!" Er ging mit meiner Meinung nicht konform? Gut, ich würde das Ganze hier auch ohne seine Hilfe durchziehen. "Geht weiter! Wir schließen gleich zu euch auf." erklärte ich den Mädchen gereizt und nun mit einem Gesichtsausdruck, bei dem wohl kaum noch jemand widersprechen wollten. Sogar die drei Jägerinnen, die Spike zurück gepfiffen hatten, schlossen sich der Gruppe wieder an. "Jetzt geht schon!" scheuchte ich sie noch einmal und wartete ab, bis sie außer Spikes und meiner Hörweite waren. "Ich werde niemanden zwingen, in diesen Kampf zu ziehen. Die Mädchen sollen eine Wahl haben, die ich so nie hatte. Die auch die Anwärterinnen damals in Sunnydale nicht gehabt haben." verstand denn wirklich niemand, dass ich die Schnauze voll davon hatte, immer zu kämpfen, Leben aufs Spiel zu setzen und die große Anführerin zu spielen? "Wag es nicht noch einmal, meine Autorität in Frage zu stellen. Vielleicht vertraut dir der Rat, aber hier habe ich das Sagen." mit den Worten ließ ich Spike stehen und folgte den Mädchen, die weiter gegangen waren. Noch einmal schien die Erde unter meinen Füßen zu wackeln. Ja, man konnte die Spiele wohl getrost für eröffnet erklären.
@Spike



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#10

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 10.04.2016 13:33
von Devon Sawyer | 423 Beiträge | 671 Punkte

Der Zauber schien funktioniert zu haben und so hatten @Alexis Lacroix und ich die Schwerter in einen Lieferwagen gepackt und sind zum Friedhof gefahren um die Schwerter an die Frau zu bringen. Immer noch spukten mir meine Gedanken um Lilly und meine Tochter im Kopf herum. Ob es ihnen gut ging, ob sie wirklich sicher waren im Rat, wo ich sie zurück gelassen hatte. Doch jetzt war kaum die Zeit sich Gedanken zu machen, auch wenn es sicher durchaus nachvollziehbar war.

Am Friedhof angekommen konnte man schon Kampfschreie vernehmen und auch Rauchwolken in einigen Hundert Meter Entfernung, die über dem Friedhof aufstiegen. Mein Herz schlug mir förmlich bis zum Hals als ich mit Lex zusammen die magischen Schwerter aus dem Lieferwagen holte und mir eine Tasche voll davon schulterte. "Also ich bringe sie zu Buffy und den Jägerinnen. Du wolltest dich um den Rest kümmern und bist dann bei Destiny zu finden, richtig?" hakte ich noch einmal nach, nur um sicher zu gehen. Man konnte mir die Anspannung förmlich ansehen. Es fiel mir nicht leicht, mich jetzt auch noch von Lex zu verabschieden, die ich inzwischen auch schon in mein Herz geschlossen hatte. "Ich will nicht, dass es sich wie ein Lebe Wohl anhört." sagte ich mit gebrochener Stimme, als ich den Wagen zumachte und an sie getreten war. "Aber falls einer von uns...Du weißt schon." dann umarmte ich sie fest. "Du bist eine gute Jägerin, auch wenn die dir was anderes einreden wollen." gab ich ihr während der langen intensiven Umarmung zu verstehen. Als ich mich dann löste und einen Schritt zurück trat, hatte ich meine Fassung langsam aber sicher wieder gefunden. "Pass auf dich auf, ja?" Ohne weiteres Herumgeplänkel verschwand ich dann durch das große Eisentor und ging mit schnellen Schritten in Richtung Höllenschlund.

Um mich herum hörte ich immer wieder Schreie. Die kamen aber nicht vom Friedhof direkt, sondern aus der unmittelbaren Umgebung. Immer wieder blieb ich stehen und sah mich um. Und immer wieder musste ich mich zwingen weiter zu gehen. Normalerweise war ich ein recht furchtloser Mensch, doch in den letzten Wochen hatte ich gelernt, dass ich etwas zurücklassen würde, wenn ich starb. Dass ich vielen Menschen wichtig war und gebraucht wurde. Ich würde mich hüten, würde wenn nötig mich auch zurück ziehen. Oder nicht? Sicher war ich nicht. Ich wusste, wie viel Ergeiz ich im Kampf hatte.
Irgendwann war ich bei der großen Gruppe Jägerinnen angekommen. Doch hier bot sich mir kein schönes Bild. Es gab schon die ersten Toten. Bevor ich mich zu Buffy und Spike weiter durchschlug, lies ich die Tasche fallen und holte ein paar Schwerter heraus die ich den Jägerinnen, die noch kampffähig waren zuwarf. Dann nahm ich mir ein eigenes und hob die Tasche wieder auf meine Schulter. Es dauerte auch nicht lange, als ich entdeckt wurden war. Einer der Dämonen kam direkt auf mich zu gerannt. Die Schneide des Schwertes hatte ich schon kampfbereit angehoben und trennte wie mit einem Messer durch Butter seinen Kopf ab. "Wow.." Ein kleines Schmunzeln bildete sich auf meinen Lippen, als ich das Schwert besah. Auch um mich herum schien es besser zu laufen. Aber der Verlust war nicht gerade gering. Erst jetzt konnte ich wirklich sehen, wie viele schon gefallen waren. Bestimmt um die 10 toten Mädchen hier auf der Friedhofserde. Ich schluckte, dann ging ich weiter. Auch Buffy und Spike waren mitten im Kampf als ich beiden ein Schwert zuwarf. Ich machte mich bereit. Unweit von uns schien ein riesen Loch zu klaffen, aus dem immer mehr der Dämonen aufstiegen. Hier war die richtige Stelle für mich, genau an der Front. Erst jetzt machte sich mein Kampfwille wieder bemerkbar. Jetzt, als ich die Jägerinnen gesehen hatte, die vielen toten Mädchen. Und in diesem Moment war ich froh, dass Lilly sich geweigert hatte. Sie war sicher beim Rat.

Jedenfalls dachte ich so. Ich hatte mich schon eine Weile durch Dämonenfleisch geschnitten, als ich von ihrer Stimme erfasst wurde. *Ich habe dich überall gesucht.* Was??? Wo kam das her? Was...Sofort wandte ich mich um und drehte mich dabei um die eigene Achse. Meine Augen huschten über das Kampffeld und erfassten dann die Quelle der Stimme. "Lilly, du solltest nicht hier sein!" schrie ich. "Komm da weg!" Sie stand genau an dem großen Loch, aus dem es leuchtete, als hätte jemand ein riesiges Lagerfeuer darin gelegt. Ohne weiter auf alles andere zu achten ging ich auf sie zu und ergriff ihren Arm. Doch ich griff ins Leere. "Lilly..." Ich verstand nicht, oder wollte nicht wirklich verstehen. Noch einmal griff ich nach ihrem Arm, ehe mein Herz wohl eher schaltete als mein Kopf. Unweigerlich kamen Tränen über meine Wangen und erst jetzt sah ich, dass sie mit lauter Wunden übersät war. "Nein...nein nein nein nein nein!!!" Bei meinen Worten schüttelte ich den Kopf. "Nicht du...du bist doch in Sicherheit. Du..." Wieder versuchte ich nach ihr zu greifen und ging dafür näher an sie heran. Dass ich schon direkt am Abgrund stand, bemerkte ich dabei nicht. "Du bist sicher...sicher beim Rat." Erst jetzt ergriff sie wieder das Wort. *Der Rat wurde angegriffen. Überall war Blut und ich habe Schreie gehört...ich. Ich konnte nichts tun Devon.* Ihr Blick war traurig, als sie ihre Hand an meine Wange legte. "Das ist nicht wahr...das bist nicht du.." Ich wollte es nicht wahr haben. Ich konnte es nicht begreifen. Zwar konnte ich ihre Hand an meiner Wange nicht spüren, aber schloss dennoch die Augen. "Ich liebe dich so sehr..." sagte ich im leicht verzweifelt weinerlichen Ton. "Du kannst mich doch nicht allein lassen." Erst dann öffnete ich die Augen wieder, doch sie war verschwunden. "Lillyyyy!!!!" Ich schrie so laut, dass es aus dem Schlund wieder hallte. "Lilly wo bist du?" Mein Blick ging suchend umher und dabei machte ich noch einen Schritt in Richtung des klaffenden Loches, wobei schon etwas der Boden unter mir bröckelte und somit drohte jederzeit wegzubrechen. Ich vergrub mein Gesicht in den Händen und sank auf die Knie. Das Schwert hatte ich fallen lassen. Es lag nutzlos neben mir. Was war mit Amber? Hatten sie sie auch erwischt?

@Buffy Anne Summers meinetwegen kannst du jetzt nochmal. Ich glaube mir muss jemand helfen


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#11

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 10.04.2016 20:05
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

"Devon... endlich.!" Ihn schickte der Himmel. Nein wahrscheinlich schickte ihn eher Lex. Aber er hatte die Schwerter dabei und diese konnten wir mehr als nur gut brauchen. Ich fing mein Schwert auf und spürte direkt die Kraft, die in dieser Waffe steckte. Es war wie eine Verstärkung meiner eigenen Kräfte. Wahnsinn. Ähnlich wie die Sense damals. Unsere Reihen hatten sich gelichtet und zu viele der jüngeren Mädchen, waren bereits gefallen. Es war falsch gewesen, sie in diesen Kampf zu führen. Sie waren n och lange nicht soweit gewesen und für die Dämonen somit eine viel zu leichte Beute. "Schließt unsere Reihen! Schließt auf und lasst sie nicht durch!" schrie ich und hieb den nächsten Dämon, der auf mich zu stürmte, einmal längs durch. Ja, Lex hatte ganze Arbeit geleistet und wenn ich sie noch mal sah, also gemäß dem Fall, dass wir beide diese Schlacht überlebten, würde ich mich bei Lex für diesen großartigen Zauber bedanken. Devon verteilte die Schwerter und ich stürzte mich wieder in den Kampf. Mein Wächter war inzwischen erfahren genug, um auf sich selber achten zu können. Er brauchte meine Hilfe nicht so dringend, wie die Jung-Jägerinnen, zu denen ich mir jetzt einen Weg bahnte, nun, zu denen, die noch standen. "Ihr müsst euch gegenseitig schützen." riet ich zweien, die sich gerade versehentlich fast gegenseitig erschlugen. Der Dämon, der gleichzeitig angriff, wurde von mir gerade im letzten Moment noch enthauptet. "AUGEN AUF!" wies ich sie jetzt zurecht. Inzwischen war ich so sehr damit beschäftigt, die Baby-Slayer zu schützen, damit nicht noch mehr von ihnen starben, dass ich Spike und Devon aus den Augen verloren hatte.
Erst Devons Schrei lenkte meine Aufmerksamkeit wieder auf meinen Wächter. Lilly? Was war mit Lilly? Er befand sich direkt an dem Loch, aus dem die Dämonen an die Oberfläche drangen. "SPIKE!" schrie ich über die gesamte Fläche. "SCHÜTZ DIE MÄDCHEN!" dann lief ich los und schlug mir meinen Weg frei um zu meinem Wächter zu kommen, der wohl meine Hilfe brauchen konnte. "Komm hoch!" keuchte ich etwas atemlos und versetze einem Angreifer einen Tritt, so dass er in das Loch zurück stürzte, aus dem er gerade erst heraus geklettert war. Dann zog ich Devon von dem Loch weg und brachte ihn in eine Ecke, an der der Kampf gerade nicht so tobte. Während ich mit Devon lief, sah ich neben mir die nächste junge Jägerin fallen. Verdammt ich brauchte meinen Wächter. Ich konnte die Mädchen in dieser Schlacht nicht alleine führen. Unsere Gegner erschienen noch übermächtiger, als die Ur-Vampire damals in Sunnydale. Aber erst mal musste ich die Gründe dafür erfahren, warum Devon gerade so abbaute. Hinter einem Grabstein, ließ ich ihn auf den Boden sinken und hockte mich vor ihn. "Was ist passiert Devon?" fragte ich angespannt und besorgt.
@Devon Sawyer



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#12

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 10.04.2016 20:55
von Devon Sawyer | 423 Beiträge | 671 Punkte

Dass Buffy mich hochzog und von dem Loch weg brachte, realisierte ich erst, als ich schon lief. Mein Blick ging aber noch einmal zurück an den Ort, wo ich meine Liebe das wahrscheinlich letzte Mal gesehen hatte. Unweigerlich suchten sich Erinnerungen einen Weg in meinen Kopf und liesen ihn fast überquellen. Tränen liefen noch immer über meine Wangen. Wem würde es nicht so gehen wenn er dachte, dass er gerade alles wieder hatte, alles aufbauen könnte, die Liebe seines Lebens gefunden hatte und sie dann entrissen bekam. Nachdem Buffy mich dann in eine halbwegs sichere ecke gebracht hatte, beugte ich mich nach vorne und stützte mich mit meinen Händen an den Knien ab. Dann bemerkte ich schon dieses Gefühl, wie sich mein Magen zusammen zog und den Inhalt meines am Tage Gegessenes heraus brachte. Ich würgte ein paar Mal ehe ich mich übergab und verfehlte dabei nur knapp meine Schuhe. Danach atmete ich schwer, aber stellte mich wieder auf. Mit meinem Ärmel wischte ich mir den Rest der galleartigen Flüssigkeit von meinem Mund und wandte mich dann an Buffy. Ich musste sie eine ganze Weile ansehen ohne etwas zu sagen, denn ihr Blick wurde immer seltsamer. Was hatte sie nochmal wissen wollen? Was passiert war? Aber sollte sie nicht lieber kämpfen, als sich um ihren Wächter zu kümmern. "Es geht mir gut. Du musst dich um andere Dinge kümmern Buffy." beschloss ich dann zu sagen um der Jägerin nicht auch noch einen Schock zu versetzten. Wie würde sie wohl reagieren, wenn sie wusste, dass wieder eine Jägerin gestorben und der Rat angegriffen wurden war. Ich würde jedenfalls sobald ich sie vom Hals hatte Heystings anrufen und fragen, ob es meiner Tochter gut ging. Hoffentlich war er noch am Leben. Ich konnte doch jetzt nicht das Schlachtfeld verlassen und zum Rat gehen. Sie brauchten mich hier.
"Es war nur...ich..." begann ich und hatte mir noch nicht einmal eine Ausrede ausgedacht. "Einer von den Dämonen hat mich kurz fast ausgenoggt. Das ist alles." Ich wusste nicht, was Buffy gehört hatte und hoffte sie würde mir im Moment einfach Glauben schenken. "Scheint wohl auch meine Nase erwischt zu haben. " So erklärte ich die Tränen. "Lass und weiter kämpfen...bitte." Schon fast flehend hatte ich zu ihr gesprochen. Ich wollte jetzt nicht hier stehen und über meine anscheinend tote Freundin reden, wenn die anderen doch unsere Hilfe brauchten.

@Buffy Anne Summers


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#13

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 11.04.2016 21:07
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Ich sah Devon bestürzt an, als er sich direkt vor meiner Nase erbrach. Nun fragte ich mich erst Recht, was passiert war. Mir war ja schon zuvor aufgefallen, dass mein Wächter vollkommen neben sich stand. Besorgt musterte ich ihn und wartete dann ab, was er sagen würde, ob er überhaupt etwas sagen würde. "Nein. Es geht dir alles andere als gut." stellte ich fest. Das war ja wohl kaum zu übersehen. Weil alles gut war und ihm nichts fehlte, übergab er sich hier auch direkt vor meine Füße. Das konnte er vielleicht seiner Oma erzählen. Mir jedoch nicht. "Spike ist auch noch da. Er scheint ja so oder so ganz scharf darauf zu sein, hier die Leitung zu übernehmen." schob ich hinter her und ging wieder vor dem Wächter in die Hocke. "Klartext Devon. Ich merke das etwas überhaupt nicht in Ordnung ist und ich werde nicht eher hier weg gehen, bis du es mir erklärt hast." nun richtete ich mich auf und sah von oben mit einem forschenden Blick auf meine Wächter herunter und die Arme vor der Brust verschränkt Für einen Zusammenbruch war gerade wirklich der schlechteste Zeitpunkt Immer mehr Dämonen stiegen empor und sehr viel Zeit hatte ich im Grunde auch nicht. Aber ich musste sie mir nehmen, wenn ich verhindern wollte, dass Devon der nächste war, der einfach von ihnen abgeschlachtet wurde.
Bei seiner Antwort runzelte ich die Stirn. Ich glaubte ihm kein Wort. "Devon, wen willst du hier gerade eigentlich für dumm verkaufen? Keiner der Dämonen hat dich erwischt. Oder heißen die seit Neustem Lilly?" beschloss ich ihm jetzt die Pistole auf die Brust zu setzen. "Was ist mit Lilly? Sie sollte doch beim Rat bleiben und auf Amber aufpassen..." Langsam dämmerte mir, dass es etwa Schlimmeres sein könnte und der Gedanke, der gefiel mir gar nicht. "Devon bitte... Du musst mir sagen, was los ist." flehte ich ihn jetzt schon fast an. Das war wohl ein klassischer Fall davon, dass man als Jägerin hin und wieder spürte, wenn etwas nicht in Ordnung war und eine gewisse Vorahnung entwickelte. Angespannt trat ich von einem Bein aufs andere und hoffte, dass Devon mir reinen Wein einschenkte.
@Devon Sawyer



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#14

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 11.04.2016 22:35
von Devon Sawyer | 423 Beiträge | 671 Punkte

Gerade als ich es wieder schaffen wollte mich emotional ein wenig aufzuraffen um weiter zu kämpfen, versetzte mir Buffy einen ganz bösen Dämpfer ohne es selbst wirklich zu wissen. Ich stieß dazu ein tiefes "uff" aus und rieb mir den Nacken. Ertappt würde ich sagen. Doch versuchte noch immer ganz ruhig zu bleiben. Ich sah sie einfach nur an. Meine Augen huschten dabei hin und her, aber mein Mund blieb stumm. Vielleicht hatte mich auch irgendwas einfach verwirren wollen? Vielleicht wollte das Urböse nur ablenken, damit wir zum Rat stürmten? Egal was es war, ich konnte es vor Buffy wohl nicht länger verheimlichen. Und ich musste aufhören mich selbst zu belügen. Wieder riss es mir den Boden unter den Füßen weg. Da wo ich einst so stark war, hatte mich meine größte Schwäche ereilt. Einer der Menschen die ich liebte war höchstwahrscheinlich tot. Und so sackte ich wieder zusammen, hielt mich aber noch auf allen Vieren und musste mich ungewollt noch einmal übergeben. Dabei kämpfte ich so sehr dagegen an, dass es mich gerade mitriss. Ich wollte doch einfach kämpfen, mit Buffy dem Ganzen hier ein Ende setzen. Doch für Was oder Wen? Ich würde meine Freundin nicht mehr in die Arme schließen können und was war mit meiner Tochter?
Schwer atmend entschied ich mich dann doch dazu zu reden. "Der Rat scheint angegriffen worden zu sein..." brachte ich heraus und übergab mich dann erneut. Es war nicht mehr als irgendeine Flüssigkeit, die mein Magen noch hergab. Was wenn sie alle tot waren? Zu wem sollten wir zurück kehren? Hier sah es auch nicht besser aus... "Sie war hier Buffy..." Ich sah sie an. Wieder hatte sich ein Schleier über meine Augen gelegt. "Ich kämpfe jetzt weiter...Wir müssen das beenden...wir..." Und schon hatte ich mich wieder aufgestellt und wollte weiter machen. Dass ich leichenblass war konnte ich selbst nicht sehen. Ich würde jetzt sicher nicht aufgeben. "Bitte kümmer dich um die anderen. Sie brauchen dich. Ich komme klar, okay." Auch wenn ich gerade nicht der starke Mann war, der ich vorgab zu sein, wollte ich doch, dass sie sich um alles andere kümmerte. Sie und ich konnten mich auch später noch bemitleiden. Jetzt war doch etwas anderes wichtig! "Sag mir nur eins...soll ich lieber zum Rat gehen und nach dem Rechten sehen?" Ich konnte gerade überhaupt nicht einschätzen was das Richtige zu tun war. Ich war hin und her gerissen. "Bitte sag mir was ich tun soll..." flehte ich förmlich und sah sie durchdringend an, während sich meine Hände auf ihren Schultern stützten.

@Buffy Anne Summers


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#15

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 12.04.2016 11:36
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Noch einmal musste er sich übergeben und mein komisches Bauchgefühl, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung war, verstärkte sich von Augenblick zu Augenblick mehr. Endlich fing mein Wächter an zu reden. Was er mir berichtete, war das Letzte, was ich hatte hören wollen. Der Rat... Unsere Operationsbasis. Mehr als schlechte Neuigkeiten. Ich wusste, dass sowohl Lilly, als auch seine Tochter Amber im Gebäude zurück geblieben waren. Lilly, weil sie nicht kämpfen wollte, Amber, weil wir alle davon ausgegangen waren, dass sie dort den größtmöglichen Schutz hatte. Aber allem Anschein nach, hatten wir uns mal wieder geirrt. Mit Devons Aussage, schien uns die Situation noch weiter um die Ohren zu fliegen und mehr und mehr aus den Fugen zu geraten. Guter Rat war hier gerade nicht nur teuer, sondern auch unbezahlbar.
"Devon nein stopp!" ich hielt ihn zurück. Wenn ich ihn jetzt wieder in den Kampf zurück schickte, so verwirrt wie er war, dann war es mehr als Wahrscheinlich, dass ich auch ihn verlor. Zwar würde er nie das ersetzen, was Giles als Wächter für mich gewesen war, aber ich vertraute ihm, als meinem Wächter. Ich schätze ihn als Freund. Im erweiterten Sinn war er durch seine Tochter sogar ein Teil der Familie. Immerhin hatte seine Tochter eine ganze Zeit lang mit mir zusammen gelebt und war mir in diesen Wochen sehr ans Herz gewachsen. Ich sollte mich um die Anderen kümmern? In meinen Ohren klang das nach einer Art Abschied und nein, er kam überhaupt nicht klar. "Du bleibst jetzt verdammt noch mal hier!" fuhr ich ihn an und kurz blickten meine Augen ihn wütend an. Ja, ich hatte Verständnis für ihn, aber dennoch konnte ich ihn nicht in sein Unglück laufen lassen. "Du kämpfst hier nicht mehr. Wenn der Rat tatsächlich angegriffen wurde, dann hätten wir über Funk mit Sicherheit davon erfahren. " versuchte ich ihn und mich gleichermaßen zu beruhigen. Das Flehen nach der Antwort, was er tun sollte, was richtig war, sorgte dafür, dass sich mein Innerstes unangenehm zusammen krampfte. Mal wieder... ich fragte mich leise, wie oft noch und auch, woher ich selber noch all die Kraft nehmen sollte. "Hey ihr zwei!" ich winkte zwei Baby-Slayer zu mir heran. "Ihr beide begleitet Mr. Sawyer zum Rat der Wächter. Wir haben Grund zur Annahme, dass der Rat angegriffen wurde und es befinden sich noch Privatpersonen im Gebäude. Wenn sich die Vermutung bestätigt, sucht ihr..." ich kramte nach meinem Smartphone, mit dem ich meistens auf Kriegsfuß stand und suchte ein Bild von Amber raus, um es ihnen zu zeigen, "..dieses kleine Mädchen. Sie hört auf den Namen Amber. Bringt sie und eventuell weitere Zivilisten in Sicherheit. Lasst euch möglichst nicht in Kämpfe verwickeln und verhaltet euch unauffällig." wies ich sie an und sah dann wieder zu Devon. "Geh nach deiner Tochter schauen. Wenn ihr sie gefunden habt, bringt sie aus der Stadt, bis ich Entwarnung gebe." bat ich ihn und versuchte ihn aufmunternd anzulächeln. Das Devon, selbst wenn er Amber fand, nicht aus Cleveland heraus kam, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht.
@Devon Sawyer



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