#16

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 12.04.2016 12:16
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Ich hatte gar nicht mitbekommen was mit Devon vor sich ging, aber Buffy Bitte, die sie mir fordernd entgegen schleuderte hatte ich wohl bemerkt. Ich sollte mich um die jungen Jägerinnen kümmern während sie...ja was tat sie überhaupt? Vorerst hatte ich keine Zeit nachzusehen, weil ich gerade von einem der Dämonen zu Boden gebracht wurden war. "Verpiss dich du stinker!" schrie ich ihn an. "Hast du es schonmal mit der Mundspülung versucht? Ist ja widerlich!" Und so trat ich ihn mit voller Wucht von mir und durchlöcherte seinen Kopf mit dem Schwert. Oh ja, die brachten es echt! Da war wohl Dank an Alexis angebracht, wenn wir uns später trafen um alle zusammen auf den Sieg anzustoßen. Ja, so stellte ich mir das vor. Hoffte, dass wir alle überlebten, auch wenn der Schatten noch immer über mir kreiste, dass ich diese Nacht enden würde. Jedes Mal wenn ich fast den Kürzeren zog, kam diese Angst in mir hoch, dass es jetzt das Ende wäre. Doch ich schaffte es immer wieder mich aufzuraffen, weiter zu kämpfen. Und langsam aber sicher dämmerte es mir, dass ich mein Schicksal vielleicht ändern konnte. Ich hatte mich nun in die Nähe der Babyslayer begeben und war drauf und dran gleich Zweien das Leben zu retten indem ich sie deckte, als ein Dämon es auf sie abgesehen hatte. "Leute, ihr müsst euch hinten echt Augen wachsen lassen!" schrie ich durch das Kampfgetümmel und wagte nun doch einen Blick um das Feld nach Buffy abzusuchen. Sie war bei Devon, der selbst im Dunkeln und von Weitem nicht besonders gut aussah. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und ich war von den Klauen einer der Dämonen gepackt worden und bis an den großen Rand geschleudert. Doch ich konnte mich gerade noch rechtzeitig auffangen und wieder ins Kampfgeschehen einsteigen. "Dich mache ich auch platt!" drohte ich ihm und lies mein Schwert durch seine hässliche Visage schneiden. Wieder wagte ich einen Blick zu den Beiden und konnte nur noch sehen, wie Devon uns mit zwei Jägerinnen verließ. "Was??? Verdammt was soll das?" rief ich laut aus, so dass Buffy es hören musste. "Was zum Teufel ist los?" Und mit diesen Worten hatte ich schon den nächsten Dämon abgewehrt.

@Buffy Anne Summers
damit ist Devon wohl raus


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#17

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 13.04.2016 14:21
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Während ich mit Devon gesprochen hatte, hatte ich nicht mehr viel auf unsere Umgebung geachtet. Natürlich war der Kampf weiter gegangen, aber meine Konzentration war auf meinen Wächter gerichtet, da dieser meine Hilfe in diesem Moment mehr gebraucht hatte, als unser Kanonenfutter, was sich inzwischen mit den Schwertern von Lex etwas besser schlug. Da hatte die Jägerin ausnahmsweise mal etwas verdammt gut gemacht. Wenn ich sie wieder sehen würde, würde ich ihr das auch noch persönlich sagen.
Ich hatte Devon vom Friedhof, gemeinsam mit zwei Anwärterinnen zum Rat geschickt, um dort nach dem Rechten zu sehen. Für Lilly hatte ich nur wenig Hoffnung, nach dem was Devon mir geschildert hatte. Aber ich hoffte, dass es zumindest Amber den Umständen entsprechend gut ging. Auch als Devon schon verschwunden war, fuhren meine Gedanken mit mir Achterbahn und es fiel mir mehr als nur schwer, meine Aufmerksamkeit wieder auf das aktuelle Geschehen zu richten, denn Amber bedeutete mir mehr, als ich je zugeben würde. Wahrscheinlich hatte ich Devons Tochter bereits stärker ins Herz geschlossen, als gut für mich war.
Erst Spikes Brüllen in meine Richtung, holte mich endgültig zurück ins Hier und Jetzt. Ich eilte zu ihm rüber und nahm unterwegs den ein oder anderen Dämon mit, der sich mir in den Weg stellte, ehe ich bei Spike ankam. "Der Rat..." keuchte ich und war etwas außer Atem, verdammt ich wurde echt zu alt für den Scheiß, "... er wurde scheinbar angegriffen. Ich habe Devon mit den beiden Anwärterinnen los geschickt, um zu sehen, wie hoch der Schaden ist und das Gebäude zu sichern, damit ihnen nicht die Aufzeichnungen und Gerätschaften in die Hände fallen." erklärte ich und fuhr mir angespannt durch die Haare. "Lilly..." setzte ich an und senkte den Blick. "...Devons Freundin... sie scheint tot zu sein. Und Amber war bei ihr." Zwar hatte Spike Devons Tochter nicht wirklich kennen gelernt, doch er wusste, dass sie eine Weile bei mir und Angel gelebt hatte und er wusste, wie viel mir das Mädchen bedeutete. Was ich tun würde, wenn ihr etwas zugestoßen war, konnte nicht mal ich vorher sagen. Aber wahrscheinlich würde ich bis in die tiefste Hölle hinab steigen, um dem Urbösen endgültig den Gar auszumachen.
@Spike ke



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#18

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 13.04.2016 17:50
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Stirnrunzelnd mit mit leicht geöffnetem Mund sah ich sie an, als sie zu mir herüber kam und mir berichtete, was da anscheinend vor sich ging. Dabei hatte ich das Schwert zu Boden sinken lassen, hielt es aber noch immer fest umgriffen. Leicht ungläubig schüttelte ich den Kopf und wollte gar nicht so recht verstehen beziehungsweise glauben, was ich da zu hören bekam. "Verdammt...das hat echt Eier in der Hose." sagte ich und lies eine ordentliche Spur Wut in meiner Stimme mitschwingen. "Wie geht´s ihm?" Eigentlich auch egal, denn wir hatten hier besseres oder besser gesagt wichtigeres zu tun, doch ich konnte nicht verhindern nach Devons Zustand zu fragen, denn ich mochte ihn. Auf einmal tat mir leid, dass ich immer so gemein zu der jungen Jägerin gewesen war, aber ändern konnte ich es jetzt auch nicht mehr. "Na dann hoffen wir mal, dass es dem Balg gut geht was?" witzelte ich, versuchte es jedenfalls auch wenn man merkte, dass mir das ein wenig unangenehm war. Ich sah Buffys Sorge durchaus. Ich wusste auch, wie wichtig die Kleine für sie war. Sicher hatte sie sich auch immer Kinder gewünscht, irgendwann jedenfalls. Meine Hand legte sich auf ihre Schulter, aus Trost...aus Mitleid. "Ihr wird schon gut gehen." versuchte ich tröstlich zu sagen. Wieder war es ein unachtsamer Moment gewesen. Ich hatte selbst nur ein wenig zu "Atem" kommen wollen, denn auch ich war nicht mehr unverletzt. Und genau jetzt tauchten sie auf. Diese Viecher von denen ich nicht mal wirklich beschreiben konnte wie sie aussahen. Ohne dass ich so schnell darauf reagieren konnte, hatte sich eines auf meinen Rücken gesetzt, nein es war förmlich gesprungen wenn man den Druck beachtete, mit dem es auf meinem Rücken landete. Und da war er, dieser stechende Schmerz als es sich mit seinen Zähnen oder was auch immer es war, in meinen Rücken bohrte. Das lies mich kurz auf meine Knie sinken. "Verdammt, nimm das weg!" schrie ich einfach heraus und fuchtelte mit dem Schwert wild hinter mir herum. Ich ächzte kurz auf und richtete mich dann auch wieder auf, versuchte immer noch an meinen Rücken zu kommen. "Buffy, jetzt hilf mir verdammt!" Zwar spürte ich wie sich ein leicht lähmender Scherz in meinem Rückenmark begann auszubreiten, schob es aber eher auf die Position des Vieches und nicht darauf, dass es womöglich Gift in mir absetzte.

@Buffy Anne Summers


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#19

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 13.04.2016 23:22
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Ich nickte, quasi eine Bestätigung seiner Worte. Ja dieses Mal war es noch viel schlimmer, als damals in Sunnydale. "Ja... Er... er ist ziemlich fertig." erklärte ich ihm. Wie sollte es Devon sonst gehen? Er hatte es in den letzten Wochen nicht sonderlich leicht gehabt. Zuerst der Tod seiner Ex-Frau, die plötzliche Verantwortung für seine Tochter, die Prüfung vom Rat, die ihm schwer zugesetzt hatte... Nun scheinbar auch noch Lilly und das Schicksal seiner Tochter befand sich auch im Dunkeln. Ich betete innerlich, dass er sie lebend finden würde. Dem Balg? Wütend funkelte ich ihn an und hätte ihm am liebsten eine Ohrfeige verpasst. Wie konnte Spike nur so abfällig von Amber sprechen? Es war fast wie eine Ohrfeige. Ja, er mochte vielleicht keine kleinen Kinder, auch wenn es schwer zu glauben war, wenn man wusste, wie er sich damals um Dawn gekümmert hatte. Aber musste er ausgerechnet mir gegenüber solche Sprüche reißen? Konnte dieser Vampir denn nicht einmal den Rand halten? "Lass das!" ich schlug seine Hand, die er mir bei seinen nächsten Worten auf die Schulter legte zur Seite.
Ehe ich reagieren konnte, oder auch nur realisiert hatte, was da gerade passiert war, kniete Spike auf einmal auf dem Boden und schrie, ich solle etwas weg nehmen. "Spike was..." er fuchtelte mit dem Schwert herum und ich machte vorerst einen Schritt zurück, damit er nicht versehentlich mich damit traf. Erst auf den zweiten Blick erblickte ich das kleine seltsame Etwas, dass auf seinem Rücken gelandet war. "Ihhhhhrrrggghhhh" kam es angewidert von mir und ich schüttelte mich kurz, ehe Spike mich auch schon erneut aufforderte, ihm zu helfen. Dem komischen Insekt, Wurm, whatever wollte ich nicht zu nahe kommen. Also nutzte ich die Spitze meines Schwerts und schob diese vorsichtig zwischen das Ding und seinen Rücken, um es dann mit einer schnellen Bewegung runter auf den Boden zu wischen, wo ich gründlich darauf herum trampelte, nur um sicher zu gehen, dass es auch wirklich hinüber war. Die Überreste wirkten, nun ja... unappetitlich. Leicht schleimig und ja, eben matschig. Das Ding würde niemanden mehr anfallen. "Was war das denn?" erstaunt sah ich Spike an, ehe ich ein Knacken hinter mir hörte und herum fuhr. Hinter mir war ein weitere Dämon aufgetaucht. Gott, wie viele von diesen riesen Viechern, mussten wir denn noch plätten? Mittlerweile wusste ich ja, wie ich sie am effektivsten los wurde. Immer voll auf die 12. Kurz taumelte ich zurück, als er versuchte, mich mit seinen Hörnern aufzuspießen, dann aber führte ich einen Schwertstreich direkt gegen seinen Hals und trennte ihm den Kopf sauber vom Rumpf ab. "Verdammt... das sind zu viele..."
Mein Blick glitt kurz aufmerksam über das Schlachtfeld. Niemand war mehr gefallen. Aber die Mädchen waren vom Kampf schwer gezeichnet und Spike sah auch nicht mehr so taufrisch aus, wie zu Beginn. "Wir müssen einen Weg finden, um das hier zu beenden." Ich stieß die Schwertspitze in den Boden und stützte mich ein paar Momente, nach Luft ringend auf dem Griff ab.
@Spike



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#20

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 14.04.2016 00:44
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Und wieder einmal war ich in ein Fettnäpfchen bei der Jägerin getreten. Ich lernte es aber auch nie so richtig. Ich hätte wissen müssen, dass dieser Ausruck ihr keine große Freude breiten würde. Vor allem nicht in dieser Situation. Aber mein Mundwerk war nunmal manchmal nicht zu beherrschen. Hätte ich es noch gekonnt, hätte ich wohl auch noch mit den Schultern gezuckt, aber da hatte mich dieses Tier schon angefallen. Ich konnte es ja nicht sehen, aber nach Buffys angewidertem Ausruf nach war es wohl nicht sonderlich hüsch. Das waren diese Viecher auch nie! Wieso stellte man nicht einmal ein paar hübsche Frauen beim Bösen ein. Die durften mich gern beißen.
Aber vor etwas, was so aussah, würde man sich doch nur noch eher hüten. Meine Aufschreie hatten Buffy endlich wach gerüttelt und sie war im Begriff mir zu helfen. Nachdem sie das Tier von mir geholt hatte, brach ich noch einmal kurz auf meine Knie, machte deswegen aber keine besonderen Anstalten, richtete mich wieder auf und klopfte mich ab. "Mann das war höchste Eisenbahn." war mein Kommentar dazu, ehe ich es näher betrachtete. "Auch wenn ich nicht mehr viel erkennen kann, weiß ich ganz genau, dass ich es sicher nicht angelockt und ihm ein Leckerlie gegeben hätte." redete ich voller Sarkasmus in meinen Worten weiter. "Alles okay mit dir?" fragte ich die Jägerin dann, die aber gar nicht zum Antworten kam, weil schon wieder einer dieser fetten Mistkerle es auf sie abgesehen hatte. "Ach komm schon. So ne kleine Auszeit muss doch auch mal drin sein." Es wurde immer offensichtlicher, dass ich mit meinem "Witz" den ich an den Tag legte immer wieder versuchte mich von meinem nahestehendem Schicksal abzulenken. Aber sie musste es noch immer nicht wissen. So wie vor ihr, tauchte auch jetzt hinter ihr, während sie sich eine wirklich wohl verdiente Pause gönnte, wieder einer dieser Dämonen auf. Ich wartete nicht ab sondern erledigte diesen auch mit einem Hieb, ehe er überhaupt an die Jägerin heran treten konnte. "Du hast recht. Das sind zu viele. Was machen wir jetzt? Der beschissene Klunker macht dieses Mal gar nichts." Eigentlich nicht unbedingt ärgerich für mich und Buffy würde mir wenigstens keine Vorwürfe machen, da er mich jedenfalls nicht umbrachte. Bis jetzt sah es auf jeden Fall so aus. "Wie wärs wenn wir runter gehen. Die Quelle suchen? Hat sich dieses Urböse nicht ne Gestalt zugelegt? Sollten wir die nicht erledigen können?" war mein Vorschlag, während auch ich kurz einknickte und nach vorn gebeugt neben ihr stand. Mein Rücken brannte und schmerzte, aber ich konnte noch weiter machen. Ich musste. Deswegen erwähnte ich das mit keinem Sterbenswörtchen gegenüber Buffy, sonst würde sie mich womöglich auch noch auf die Ersatzbank schicken.

@Buffy Anne Summers f


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#21

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 15.04.2016 21:55
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Höchste Eisenbahn... Das war wohl Vieles hier. Eigentlich war der Hauptteil meines Lebens höchste Eisenbahn, Immer auf dem Sprung und den nächsten Kampf erwartend. Etwas anderes kannte ich nicht. "Wer weiß, vielleicht hast du es ja in unsichtbarer Tinte auf dem Rücken stehen? Snackautomat für Höllenviecher"? Ja, zugegeben, falsche Zeit und der falsche Ort, für einen blöden Scherz, aber er riss doch sonst auch in jeder erdenklichen Situation Witze. Also durfte ich das auch.
Trotzdem kam ich nicht umhin, mir zumindest kurz Sorgen um den Vampir zu machen. Was auch immer es gewesen war, es war zwar tot, aber wer konnte schon sagen, ob davon hier nicht noch mehr herum schwirrten. "Hast du so ein Ding vorher schon mal gesehen?" nachdenklich, aber interessiert, betrachtete ich die Überreste, des von mir mit aller Sorgfalt und voller Inbrunst zertrampelten Insekts. Mit einem Stock, stocherte ich in der Gallertartigen Masse herum und verzog etwas angewidert das Gesicht, als ich den Stock wieder raus zog und die Überreste in einem zähen Faden vom Stock abtropften und wieder auf dem Boden landeten.
Zwischendrin hatten Spike und ich jeder noch einen weiteren Dämon vernichtet. "Dann nimm ihn doch endlich ab." meinte ich und streckte fordernd die Hand nach dem Schmuckstück aus, in der leisen Hoffnung, der Sturkopf würde ihn mir geben. Was wir tun sollten? Gute Frage nächste Frage. Kam das Kanonenfutter hier oben alleine zurecht? "Werden das denn gar nicht weniger? Wie viele von den Biestern gibt es denn noch?" der Strom schien nicht abzureißen, sondern eher noch stärker zu werden. Ich winkte eine von den jungen Jägerinnen heran, die sich meiner Meinung nach, bislang besonders gut geschlagen hatte, nachdem ich Spikes Vorschlag gehört hatte, zur Quelle des Übels hinunter zu steigen. "Du übernimmst das Kommando. Spike und ich gehen direkt an die Quelle. Egal was passiert. Lasst nicht zu, dass sie den Friedhof verlassen. Wenn sie die Stadt erreichen, dann sind wir alle verloren." wies ich sie an, griff mein Schwert und machte mich mit Spike auf den Weg zu dem tiefen Loch, von dessen Rand, ich wenige Minuten zuvor meinen Wächter weg gezogen hatte. "Dann wollen wir dem Bösen mal wieder in den Hinter treten..." Das ich keine Angst hatte, wäre gelogen gewesen, aber ich hielt sie im Schach, als ich vorsichtig den ersten Fuß über die Kante setzte und einen sicheren Weg nach unten suchte. Es war rutschig und der Boden ziemlich abschüssig, so das es nicht so einfach war, festen Halt zu finden. Ich schlitterte mehr nach unten, als das ich lief oder kletterte, doch ich kam heile unten an und hatte mir nur eine leichte Schramme an der Hand zugezogen, als ich an dem Dorn einer Kletterpflanze hängen geblieben war, die sicherlich mal auf irgendeinem Familiengrab gestanden hatte. "Da wären wir. Und jetzt?" Eine Taschenlampe wäre sicherlich von Vorteil gewesen, denn hier unten war es so dunkel, dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. "Du hast die Supersinne. Du gehst vor." bestimmte ich dann und machte eine voran deutende Kopfbewegung.
@Spike



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#22

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 15.04.2016 22:33
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

"Wow, Miss Summers hat ihren Humor wieder gefunden." merkte ich an , als sie dieses Mal auch einen Scherz riss. Das machte doch alles um einiges entspannter. Ja ich freute mich richtig darüber, dass Buffy endlich versuchte lockerer zu werden. Ja, die Sache mit Devon und Amber machte ihr sicher zu schaffen, aber deswegen sollten wir hier nicht den Kopf verlieren, zumal wir ihn dringend noch brauchten. "Nö...das war das allererste. Meinst du es hat sich verirrt?" sprach ich weiter und rieb über meinen schmerzenden Rücken. Generell brannten meine ganzen Verletzungen ein wenig mehr als vorher, aber ich schob es auf die Anzahl dieser und machte mir keine weiteren Gedanken. "Musst du das jetzt unbedingt machen? Ich schwöre dir, wenn ich es könnte, ich würde dir hier her kotzen." kommentierte ich ihre Sticheleien in das Vieh. "Ist doch tot...alles okay." So versuchte ich sie abzubringen damit weiter zu machen, aber wenn ich überlegte, dass das gerade noch auf meinem Rücken gesessen hatte, dann prost Mahlzeit. Auf ihre Aufforderung hin, schloss ich meine Hand um die Kette des Klunkers, als hätte ich Angst, dass sie mir ihn gleich von Hals reissen würde. "Ähm..nein. Er könnte uns immer noch retten." konterte ich trotzig und sah sie verständnislos an. Dabei konnte ich mir denken, was in ihr vor sich ging. Danach sah ich nur noch dabei zu wie Buffy anscheinend auf meine Vorschlag einging und einer der anderen Jägerinnen das Kommando für hier oben übertrug. Nicht wissend ob ich aus diesem Loch wieder heraus kommen würde, folgte ich der Jägerin und schlitterte ein wenig gekonnter als sie den Weg nach unten. Dabei fiel mir aber das Schwert aus der Hand und landete irgendwo auf dem dunklen Höhlenboden. "Wie kann das da oben so hell aussehen wenn es hier unten stockdüster ist?" fragte ich an Buffy gewandt und holte mein Feuerzeug hervor. "Ja klar, der Vampir kann ja vor gehen..." War mir eigentlich auch ziemlicch egal. Ich suchte mein Schwert und machte ein paar Schritte in eine Höhle hinein, die der einzige Abgang von diesem Loch war. Überall lagen Grabsteine und sogar ein paar Särge herum. "Soviel zu Totenruhe...mann bin ich froh, dass ich nicht mehr in der Gruft wohne." merkte ich sarkastisch an und lief weiter, immer vor Buffy her. "Wenn wir nicht hier raus kommen und die da oben alle sterben... wie kommen wir dann hier raus?" fiel es mir dann ein und ich sprach den Gedanken laut aus. "Ist ein tiefes Loch hier unten." Doch eigentlich war das meine geringste Sorge. Meine Sorge war eher, dass ich schneller drauf ging als ich es wollte und somit Buffy nicht mehr zur Seite stehen konnte. Dann blieb ich mitten im Höhlengang stehen und drehte mich zu Buffy. "Du bist doch nicht mehr sauer oder?" fragte ich dann aus dem Nichts heraus. Ich musste es einfach noch einmal von ihr hören, bevor wir uns dem Urbösen stellten. "Ich muss das jetzt wissen." fügte ich noch hinzu. Dabei merkte ich gar nicht, dass sie mein Verhalten vielleicht als komisch empfand.

@Buffy Anne Summers


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#23

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 16.04.2016 01:11
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Ich ignorierte seinen Kommentar, bis auf ein leicht belustigtes Verdrehen meiner Augen einfach, denn was sollte ich groß sagen, außer etwas, dass total unpassend war. Ich hoffte nur, dass mich nicht so ein ekeliges Vieh erwischte. Die Überreste der Dämonen, die ich zum Teil an den Händen und an der Kleidung hatte, reichten vollkommen aus, um mich wenn all das hier überstanden war, für mindestens drei Stunden unter die Dusche zu jagen. Da waren mir Vampire deutlich lieber. Einfaches Ausklopfen der Kleidung reichte nach einem Kampf aus, um sämtliche Spuren zu beiseitigen. "Nun, wo eins ist, sind meistens noch mehr. Vielleicht leben sie ja in Schwärmen, so wie Bienen?" mutmaßte ich mit einem Schulterzucken. Ich sollte das nicht machen? Wann war er so empfindlich geworden? "Du hast doch selber gesagt, dass es tot ist. Also störts sich wohl nicht mehr daran. Oder hast du Angst, seine Familie könnte zur Beerdigung kommen und anschließend bei dir auf dem Rücken den Leichenschmaus feiern?" Noch einmal betrachtete ich den Schleim, der von meinem Stock tropfte und wischte diesen anschließend im feuchten Gras sauber. "Ich wollte nur vielleicht wichtige Informationen sammeln." erklärte ich dann und sah noch einmal genauer hin, wobei ich eine Art Beißwerkzeug und etwas wie einen Rüssel entdeckte. "Guck mal... ich finde, wir sollten sie Bohrmaden nennen." schlug ich vor und schüttelte mich dann doch selber etwas. "Aber die sind definitiv ekelig. Also los, verschwinden wir von hier, bevor wirklich Mama, Papa, Oma und Opa Made hier auftauchen."
Natürlich, er wollte das Amulett noch immer nicht abnehmen. "Es wird uns dieses Mal nicht retten. Spike, wir stehen direkt am Höllenschlund und nichts passiert." versuchte ich weiter auf den Vampir einzureden, der irgendwie etwas blasser um die Nase war als sonst schon und das blöde Schmuckstück doch tatsächlich mit der Hand umklammerte. "Ich nehms dir schon nicht weg. Nicht mein Stil. Viel zu protzig und klobig." schob ich sarkastisch hinter her, schüttelte verständnislos den Kopf und rutschte mit Spike gemeinsam den Abhang runter.
"Totenruhe? Dann dürftet ihr Vampire gar nicht existieren. Ihr verstoßt da doch schon gegen, wenn ihr aus euren Gräbern steigt. Bist du eigentlich je aus deinem eigenen....Nein, vergiss es. So genau will ich es gar nicht wissen." das war wohl das schlechteste Gesprächsthema, das ich anschneiden konnte. Wir liefen immer tiefer in das Labyrinth aus Gängen hinein, die unter dem Friedhof lagen. So groß hätte ich es mir gar nicht vorgestellt. "Die haben da oben nicht einfach zu sterben und wir kommen hier wieder raus. Wir gehen jetzt da rein, vernichten das Urböse und verschwinden wieder von hier. Ganz einfacher Plan." Soweit die Theorie. Das die Praxis wohl nicht halb so leicht und einfach werden würde, wussten Spike und ich beide nur zu gut. "Ob ich noch sauer bin?" mit der Frage, erwischte er mich ziemlich kalt. Eigentlich war ich noch sauer auf den Vampir. Aber die Apokalypse, Amber und Devon und nicht zuletzt, die Tatsache, dass ich nach allen Verlusten, nun auch noch Angst um Spike haben musste, ließen mir gar keine andere Wahl, als ihm versöhnlicher entgegen zu treten. Schließlich sollte meine letzte Erinnerung an ihn nicht die sein, dass wir uns gestritten hatten und er dann gestorben war. "Lässt du mir denn überhaupt eine Wahl? " meine Stimme war leiser und sanfter als noch zuvor, aber er würde wissen, was ich meinte.
@Spike



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#24

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 16.04.2016 02:08
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

"Haha, wie lustig du doch auf einmal bist." gab ich an sie zurück, als sie sich weiter über dieses Vieh amüsierte. Sie wurde ja nicht davon angegriffen und hatte jetzt Löcher im Rücken. Insgeheim war ich aber froh, dass sie nicht erwischt wurden war. Wer weiß ob sie dann noch weiter kämpfen konnte? Mir machten so ein paar Löcher ja weniger aus als der Jägerin. denn im Endeffekt war sie noch immer ein Mensch der verletzlicher als ein Vampir war. Da brachte ihr ihre schnelle Heilungskraft auch nichts, wenn sie lebensgefährlich verletzt war. "Ach meinst du der Schleim verrät dir die Zukunft?" scherzte ich und lächelte dabei sogar. "Ja die ganze Familie kommt zur Beerdigung. Nur gut, dass wir schon auf dem Friedhof sind." merkte ich noch ein wenig genervt an. War es wirklich so schlimm wenn ich meine Witze riss? Das bekam ich gar nicht wirklich mit. Naja ich war auch nicht derjenige Welche der darunter zu leiden hatte.

Als wir nun nach unten gestiegen waren, hieß es Zähne zusammen beißen und durchziehen in vielerlei Hinsicht. Ja, ich war ziemlich hartnäckig, aber das kannte Buffy auch nicht anders von mir. Ich hatte wirklich damit gerechnet, dass sie augenverdrehend weiter läuft, doch sie war tatsächlich stehen geblieben und schien nachzudenken. "Nein, ich glaube nicht." Man konnte mir deutlich die Erleichterung ins Gesicht geschrieben sehen, als sie antwortete. Daraufhin wollte ich mir eine Zigarette anzünden, aber noch bevor ich sie heraus geholt hatte, lies ich es lieber bleiben. Ich wusste, dass Buffy kein großer Fan war und wenn ich noch weiter normal mit ihr reden wollte, musste ich wohl oder übel Rücksicht nehmen. Ich setzte mich wieder in Bewegung, Buffy neben mir. Wir rannten nicht, sondern es glich eher einem Spaziergang. "Tut mir echt leid, dass der Trottel gegangen ist. Ich wollte nur, dass du das weißt." redete ich dann beiläufig weiter. Dann blieb ich erneut stehen. War es vielleicht ein bisschen zu viel gewesen, dass ich über Angel geredet hatte? "Weißt du ich habe auch überlegt es zu nehmen..." gab ich dann zu, aber hätte es im nächsten Moment lieber wieder zurück genommen. "Deswegen habe ich es dir nicht gegeben." Ich wollte dass das wenigstens geklärt war bevor ich abtrat, wobei ich es in meinem Abschiedsbrief schon erwähnt hatte. "Ich liebe dich Buffy...und du weißt, dass ich das nicht einfach so daher sage. Ich weiß, dass alle immer nur dein Bestes wollen, aber so ist das eben." Dabei legte ich den Kopf leicht schief. Und damit ging ich einen Schritt näher auf sie zu. "Fragst du dich nicht auch...fragst du dich nicht wie es endet?" Dabei legte ich meine Hand an ihre Wange. Der Schein des Feuerzeugs gab dazu die richtige "Romantik". Angel war fort. Das hier war vielleicht meine letzte Chance.

@Buffy Anne Summers


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#25

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 16.04.2016 20:25
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Ich war lustig? Unangebrachter Galgenhumor traf es hier wohl bei weitem besser. Wir waren mittlerweile unten im Höllenschlund angekommen und ich sah meine Hand vor Augen nicht, obwohl ich eigentlich über sehr gute Augen verfügte. Vielleicht hätte ich als Kind die Karotten doch essen sollen und nicht immer heimlich auf Dawns Teller schieben sollen. Wobei, eigentlich war doch wissenschaftlich bewiesen worden, dass Möhren essen allein keine guten Augen zaubern konnten.
Vielleicht war ich manchmal abweisend und tat so, als würde mich vieles nicht berühren, doch war es meistens reiner Selbstschutz. Eine Strategie, die schon oft geholfen hatte, die zersplitterten Fragmente, die mein Inneren zusammen zu halten. Kam ich mit mir selber nicht klar, dann war es am leichtesten, die Schuld bei anderen zu suchen. Meistens bei Spike, sowie auch, als er mir das Mittel gegeben hatte, das Angel zum Mensch gemacht hatte. Natürlich hatte er Recht gehabt. Selbst wenn er mir die kleine Ampulle früher gegeben hatte, mit der es mir schließlich gelungen war, Angelus auf eine völlig andere Weise zu besiegen, als gedacht, es hätte nichts geändert.
Ein Kopfnicken, dann lächelte ich leicht, als Spike mir bestätigte, dass ich keine andere Wahl hatte, außer nicht mehr wütend auf ihn zu sein. "Lass uns nicht über ihn reden." bat ich leise und sah zu Boden. Es tat schon weh, nur an Angel zu denken. "Du...?" Der Schock über diese Nachricht, stand mir wohl ins Gesicht geschrieben. Spike wollte ein Mensch sein? "Warum.. ich meine... bis lang hast du nie den Eindruck gemacht, dass du als Vampir sonderlich unglücklich bist..." Nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass Spike kein Vampir mehr sein wollte.
Hell no... ich senkte meinen Blick erneut. Warum musste er mir das jetzt sagen? Es mir damit nur noch schwerer machen? Litt ich noch nicht genug? Mein Mann hatte mich verlassen, weil ich im betrunkenen Zustand in der Nacht vor unserer Hochzeit, meine Hormone nicht im Griff gehabt hatte und ihn mit Spike betrogen hatte. Ich wollte etwas erwidern und Spike bitten, es nicht zu sagen, als er auch schon weiter sprach und seine Hand an meiner Wange lag. Im Schein des Feuerzeugs, konnte ich in seine blauen Augen sehen und ich spürte, wie mein Herz ungewollt etwas schneller schlug. "Du hattest deinen letzten Kuss bereits..." merkte ich an, aber in meiner Stimme lag sicherlich nicht genügend Kraft, damit ich ihn von was auch immer gerade in seinem Kopf vor sich ging ablenken konnte.
@Spike



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#26

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 16.04.2016 22:28
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Sie wollte nicht über den Großen reden. Ja, das verstand ich und schon hielt ich zu diesem Thema die Klappe. Das Drama zwischen den beiden hatte auch mich ein wenig erfasst. Immerhin war es nicht ihre Schuld allein. Ich glaubte sogar zu wissen, dass Angel dahingehend uns beiden vertraut hatte. Mehr als wir ahnen konnten. Schließlich war Buffy kein unentschiedener Teenie mehr. Sie wusste was sie tat. Und ich hatte ihm doch gesagt, dass er meinen Segen hatte. Doch anscheinend hatte ich mir da wieder einmal selbst in die Tasche gelogen. Seit er weg war, schwirrte Buffy wieder mehr in meinen Gedanken herum. Es quälte mich, ja und ich musste einfach darüber reden. Ich war noch nie besonders gut darin gewesen mit meinen Gefühlen hinter dem Berg zu halten. Das kannte die Jägerin nicht anders von mir. "Siehst du es nicht?" fragte ich sie ein wenig enttäuscht, als sie selbst ein wenig überrascht zu sein schien, dass ich den Gedanken daran gehegt hatte das Mittel selbst zu nehmen. "Was für einen Grund hätte Spike ein Mensch zu werden...Hmm." Jetzt wurde ich wieder sarkastisch. Doch meine nächsten Worte waren wieder vollkommen ernst. "Für sie, um ihr zu gehören...Um der Mann zu sein, den sie irgendwann vielleicht lieben wird." Einen Teil dieser Worte hatte ich schon einmal verwendet. "Du weißt es genau Jägerin." Das musste ich eigentlich nicht dazu erwähnen. Mein Blick ging kurz zu Boden, aber das Feuer hielt ich nach wie vor neben uns aufrecht.
"Du hast Recht. Ich liebe das Vampirdasein. Ich liebe es verdammt nochmal über alles...aber...naja du weißt ja." Selbst mich verließen manches Mal die großen Worte, so wie in diesem Moment. Auf meine nächsten Worte hin reagierte sie so, oder so ähnlich, wie ich es erwartet hatte. Sie wehrte sich verbal, aber ihr Körper sprach für mich eine andere Sprache. "Wann hat man schonmal eine zweite Chance auf einen letzten Kuss?" fragte ich sie ein wenig verstohlen und hatte ein Lächeln aufgelegt. Ich wusste warum ich das hier tat, nur sie wusste nicht wie sicher mein Tod bevor stand. Und sie würde es auch nicht erfahren. Ich wollte kein Mitleid, nicht dafür. Auf meine Worte folgte, was folgen musste. Ich beugte mich zu ihr herunter. Doch meine Lippen berührten ihren nur ganz kurz, ehe ich sie wieder löste. Dann öffnete ich wieder die Augen, sah sie erwartend an. Ich hatte keine Angst vor ihrer Reaktion, denn sie würde mir immer verzeihen. Das hatte sie eben noch gesagt. Innerlich aber war mir bewusst, dass sie mich als Mensch wahrscheinlich nie so lieben konnte, wie sie es vielleicht jetzt tat. Hier stand ich mit ihr, zog mit ihr in eine Schlacht die mein Ende bedeuten konnte. Das war es, so glaubte ich, dass sie immer wieder in meine Arme trieb.

@Buffy Anne Summers f


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#27

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 16.04.2016 23:16
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

"Spike ich..." setzte ich an, verstummte jedoch wieder, als ich hörte, was er sagte. Sunnydale... viele Jahre zuvor, ich hatte diese Worte bereits einmal aus seinem Mund gehört. Damals hatte er sich seine Seele zurück geholt und hatte zu Anfang unter dieser Last zu zerbrechen gedroht. Es war ein Wunder gewesen, dass er sich doch so schnell gefangen hatte. Und nun? Nun wollte er ein Mensch werden? Für mich? Das war nicht richtig. Nein absolut nicht. Immer glaubte er nicht gut genug für mich zu sein. Und dann, in den wenigen Momenten, in denen ich ehrlich zu mir selber war, wusste ich, dass ich es sah. Ich sah, was dieser Vampir alles für mich tat. So lange schon, war er Bestandteil meines verkorksten Lebens. Freund, Vertrauter, Seelentröster, Geliebter und Fußabtreter zugleich. Für einen Moment sah ich ihm in die Augen, ehe ich traurig und leicht beschämt meinen Blick wieder von seinen stahlblauen Augen nahm.
Es war genau umgekehrt. Ich würde niemals gut genug sein für ihn. Angel, Riley....Parker konnte man ja wohl kaum zählen, Spike... die Wahl meiner Partner war nie eine wirklich gute gewesen. Sie war so destruktiv, wie ich selber war. Alles was ich berührte, schien dem Untergang geweiht zu sein. So viele Menschen hatte ich verloren. Sie waren gestorben, oder hatten sich von mir abgewandt. Eigentlich wollte ich sie alle immer nur beschützen. Doch oft trieb ich sie mit meiner Art von mir weg. Angel hatte ich mit meiner Unfähigkeit mich zu binden tief verletzt und wohl für immer vertrieben. Und wer blieb? Wer war auch nach all den Jahren noch bei mir? Spike...
-Du weißt es genau Jägerin-
"Ja..." ein altbekannter Schauer lief über meinen Rücken und die feinen Härchen in meinem Nacken stellten sich in einer Art und Weise auf, die angenehm und kaum zu ertragen zu gleich war. °Tu es nicht...° ich sollte mich gegen das was wohl als nächstes kommen würde, wehren. Einfach weiter gehen, denn ich durfte ihn nicht noch weiter verletzen. Das hatte ich in all den Jahren zu oft getan. Aber ich blieb an Ort und Stelle und ließ ihn gewähren. Seine Hand an meiner Wange und seine Stimme, die in solchen Momenten samten in meinen Ohren klang. Weich und auf eine ihm eigene Art verführerisch. Es war dieses dunkle und verbotene Feuer, dass mich wohl immer wieder weich werden ließ, obwohl ich es besser wissen sollte. "Niemals und immer?" und dann lagen Spikes Lippen zu einem Kuss auf meinen Lippen. Kalt und doch wurde mir warm. Ich schloss die Augen und dann war der Moment auch schon wieder vorbei. -Aufwachen Buffy- Falscher Moment um sich in Sentimentalitäten zu verlieren. Dort oben starben gerade vielleicht die Mädchen, die mir vertrauten, ihr Leben anvertrauten und sich darauf verließen, dass ich sie führen würde. Doch was machte ihre große Anführerin? Sie war in Gedanken bereits drei Schritte weiter. °Antarktis, Darla, Apokalypse...Feuer... heiß... Verlangen...° Verdammt... was war nur mit meinem Unterbewusstsein los? Mein Kopf sank an die Tunnelwand hinter mir und ich schloss wieder die Augen. Was machte er nur mit mir? Was war es, dass eine so kleine Berührung, so große Wellen in mir schlug?

@Spike



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#28

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 17.04.2016 00:42
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Sie versuchte sich zu wehren, versuchte wieder vernünftig zu sein, aber meine Vernunft war schon auf dem Heimweg. Ich musste nur in ihre Augen sehen. Diese Augen, die mir damals schon vertraut hatten, dieser Blick, den ich nur all zu gut von der Jägerin kannte. Doch dieser hatte mich nie gehindert das zu tun und auszusprechen, was ich wollte, auch wenn es Konsequenzen geben konnte. Von meiner Seite aus war es die letzte Chance. Ich wusste ja, was passieren würde. Und ich wusste auch, dass sie Angst um mich hatte. Dass sie damit rechnete, dass einer von uns heute Nacht sterben würde. Aber ihre Hoffnung hielt sie ein Stück weit davon ab diesen Gedanken wirklich zu verinnerlichen. Ich musste keine Hoffnung mehr haben. Das war in dieser Situation vielleicht mein Vorteil und brachte mich dazu mich zu überwinden. Wobei überwinden vielleicht das falsche Wort war. Denn ich tat das hier nur zu gern. Diese Situation, dass bald der endgültige Kampf starten würde, dass wir Seite an Seite stehen würden so wie damals, das alles zeigte mir nur noch mehr auf was ich im Begriff war zu verlieren.
Sie wusste es. Es war nur ein leises "Ja." mit dem sie mir Recht gab. Das reichte mir aber schon. Ich musste ihr nicht sagen, was ich alles für sie tun würde und schon getan hatte. Das war ihr selbst bewusst. Noch immer sprach ihr Mund etwas ganz anderes als ihr Körper. Sie hatte sich doch schon längst in meinen Augen verloren. Dafür kannte ich die Jägerin zu gut. Und auch gegen den Kuss wehrte sie sich nicht. Es kam mir eher so vor, als sei sie überrascht, dass er so schnell vorbei war. Und ich hatte noch nicht genug. Mein Verlangen stieg unaufhörlich. Also legte ich meine Lippen ein zweites Mal auf ihre, dieses Mal um einiges länger und lies den Kuss zu einem leidenschaftlichem werden. Mit einem sanften Ruck hatte ich sie gegen die Höhlenwand gedrückt und dabei das Feuerzeug fallen lassen. Mein letztes Mal. Meine letzte Chance...Das war es, was mich antrieb. Und meine erneut aufkeimenden Gefühle für Buffy, die niemals ganz verschwunden waren, auch wenn ich immer wieder versucht hatte mir das einzureden. Noch bevor ich sie überhaupt anfasste entrann ein leises geniessendes Geräusch meiner Kehle. Meine linke Hand schnellte in ihren Nacken und drückte so ihr Gesicht näher an meines, was den Kuss nur noch intensiver werden lies. Die andere Hand fuhr unter den Bund ihrer Hose und bahnte sich den Weg zu ihrer Mitte.

@Buffy Anne Summers


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#29

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 17.04.2016 01:36
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Was taten wir hier? Aller guten Dinge sind drei? Oder nach welchem Schema agierten wir hier? Als Spike mich ein weiteres Mal küsste und in mir die Sehnsucht noch weiter schürte. Ich fand mich an von ihm an die Wand gedrückt wieder und unternahm nicht das Geringste dagegen. Ich gab auf. Mal wieder, über uns tobte der Kampf wahrscheinlich weiter. Aber mein Gehirn blendete diese Tatsache aus. Warum war es ausgerechnet Spike, der mich immer wieder schwach werden ließ? Irgendwo in meinen Gedanken sprach noch eine Stimme, die mir sagen wollte, dass ich das nicht schon wieder tun sollte. Aber Spikes leidenschaftlicher Kuss brachten sie mehr und mehr zum Schweigen, bis ich meinen Verstand ein weiteres Mal in den Urlaub schickte. Was war schon richtig oder falsch? Diese Begriffe waren doch sehr dehnbar oder? Eine weitere Ausrede mit der ich mich selbst belog, mein Gewissen ruhig stellte, dass genau wusste, dass mein Platz nicht hier unten küssender Weise an den Lippen des platinblonden Vampirs war, sondern oben bei den restlichen Jägerinnen. Ja, ich war Perfektionistin, auch wenn es darum ging, die Wahrheit zu verdrängen. Aber es war viel leichter, mich auf seine fordernden Lippen einzulassen, als mir über die Konsequenzen klar zu werden und mich von ihm los zu machen. Das hatte ich doch noch nie wirklich geschafft, wenn er es wirklich darauf angelegt hatte. Ein leises Keuchen kam über meine Lippen, als ich sie öffnete und mit meiner Zungenspitze nach seiner zu suchen begann, fast wie von selbst und seine Hand zu meiner Mitte strich. Spike wusste einfach zu gut, wie er von mir bekam. In gewisser Weise, war der Vampir für mich wie eine Art Droge. Ich wusste nur zu gut, warum es mich immer wieder in seine Arme trieb. Es war das Wissen, dass er mich liebte. Er liebte mich, auf eine verdrehte Art und Weise, mit einer Bedingungslosigkeit, die uns wohl irgendwann beide verzehren würde. Keiner von uns beiden wusste, ob wir überleben würden, oder ob es unser Ende war. Wieder keuchte ich, als er meine empfindlichste Stelle umkreiste, während seine zweite Hand in meinem Nacken lag und mir so keine Option zu einer Flucht gab, die ich inzwischen eh nicht mehr versuchen würde. Meine Hände lagen an seinen Schultern, ehe sie an seine Oberarmen entlang strichen und ich ihm den Mantel von der Schulter streifte. Dieser fiel mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden. Kurz suchte ich Spikes Blick und sah das gleiche Verlangen, dass von mir Besitz ergriffen hatte, auch in seinen Augen. Es war krank, absolut krank, aber ich konnte nicht anders. Wenn das hier wirklich unsere letzte gemeinsame Schlacht werden sollte, wollte ich zuvor noch so viel mitnehmen, wie möglich.
Das Feuer und das Verlangen, dass er in mir entfachte, schoss direkt zwischen meine Beine, so dass ich nicht lange zögerte und meine Hände ziemlich schnell an seinem Gürtel gelandet waren, die die Hose an seinem Körper hielt. Diesen geöffnet, schob ich seine Hose weiter nach unten. Sie störte, bei dem was wir im Begriff waren zu tun, doch so oder so nur. Nach Luft schnappend, löste ich mich für einen Moment aus dem Kuss und ließ meine Lippen dann über seinen Hals wandern. Runter zu der kleinen Kuhle, zwischen Hals und Brust, wo ich meine Nase vergrub. Sein herber Geruch, dem immer eine gewisse Rauchnote anhaftete, war mir nach all den Jahren so vertraut und ich drängte mich enger an ihn, denn viel Zeit hatten wir nicht. Das war uns wohl beiden bewusst. Den gleichen Weg zurück, wie zuvor, gelangte ich schließlich wieder an seinen Lippen an, suchte sie, fast schon ausgehungert und ließ sich meine Zunge einen Weg in seine Mundhöhle bahnen, die ich fordernd in Beschlag nahm.
Nur kurz ließ ich noch einmal von ihm ab, um mir selber die Hose soweit runter zu schieben, dass sie nicht weiter störte und dann seine Shorts zu Boden gleiten zu lassen, um mich dann wieder an ihn zu schmiegen.
@Spike



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#30

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 17.04.2016 02:09
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Es war nicht nur um meiner selbst. Ich fühlte mich regelrecht dazu getrieben das zu tun, was hier gerade passierte. Als würde ich nichts dagegen tun können. Als wäre es so bestimmt, dass ich ihr auf diese Weise noch ein letztes Mal meine Liebe aufzeigte. Mir schoss es nicht durch den Kopf, dass da oben gerade der Kampf gegen das Urböse tobte, dass vielleicht noch mehr Jägerinnen starben und wir hier vielleicht wichtige Zeit vergeudeten. Ich sah gerade nur sie und mich. Dadurch, dass ich mein Feuerzeug fallen lies, war es stockdunkel um uns beide geworden. Nur wir waren hier, wir zwei, so wie es damals gewesen war. Es waren so viele Sachen die uns antrieben uns in diesem Moment wieder einander hinzugeben. Ich war mir mir im Hinterkopf bewusst, dass sie das nicht unbedingt aus Liebe tat. Ich war immer ihr Halt gewesen. Damals wie heute. Denn ja, ich hatte sie nie gänzlich verlassen. Immer hatte ich meine Chance genutzt um wieder bei der Jägerin zu sein und hatte dafür zahlreiche Niederlagen und andere Dinge in Kauf genommen. Doch das alles schien es für mich wert zu sein um ihre Nähe zu spüren, auch wenn sie nicht da war. Nicht so wie ich. Oft hatte ich das Gefühl sie aufmerksamer zu betrachten, als sie es bei mir tat. Sie sah nicht immer den Schmerz in meinen Augen, der aus Sehnsucht zu ihr dauerhaft Beständigkeit angenommen hatte.
Auch heute Nacht hatte es in meinen Augen gestanden. Und noch so vieles mehr, dass wohl ein andere daran zugrunde gegangen wäre. Aber nicht ich. Ich wusste von meiner Stärke und behielt sie stets bei, so wie es von mir erwartet wurde.

Es war ein leises erregtes Keuchen, das mir entwich, als sie sich mit ihren Händen an meiner Hose zu schaffen machte. Die Erwartung auf das folgende lies meinen sonst so kalten Körper sich anfühlen, als würde er brennen. Brennen vor Leidenschaft, Sehnsucht, Erwartung. Noch ehe ich die Chance selbst dazu hatte, schob sie schon auch ihre Hose nach unten und hatte mir schon den Weg geebnet. Das Spiel an ihrer Mitte war für mich nun beendet, als ich meine Hände an ihre Oberschenkel legte und sie nach oben zog. Wieder drückte ich sie an die Wand. Dieses Mal weniger sanft und küsste sie fordernder als ich eindrang und meinen Kopf dann in den Nacken legte um aufzustöhnen. Allein dieser Moment in dem ich das erste Mal wieder in ihr war, war für mich einer der erregensten und schönsten an unserem ganzen Tanz. Ich hielt sie in dieser Höhe und stieß immer wieder zu, nicht aufhaltbar, voller Verlangen und ohne Rücksicht. Währenddessen suchten meine Lippen immer wieder gierig nach ihren, wobei ich zwischendurch immer wieder förmlich zu einem Stöhnen gezwungen war. Ich kostete den Moment voll aus. Es war der letzte Tanz von der Jägerin und mir. Das letzte Mal, dass wir uns vereinten und ausserhalb der Schlacht eine Art Team bildeten.

@Buffy Anne Summers


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