#31

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 17.04.2016 03:19
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Vielleicht hätte ich doch lieber ein Kleid wählen sollen? Das hätte ich nur ein Stück hochschieben müssen. Aber wer hätte auch schon ahnen können, dass Spike und ich schon wieder an einer Mauer enden würden? Unsere Hosen hatte ich aber dann doch recht schnell beseitigt. Wie gesagt, die Zeit lief gegen uns. Mal wieder. Spikes Shorts fielen eben so zu Boden, wie zuvor seine Hose und ich folgte dem störenden Kleidungsstück kurz mit den Augen, ehe ich mich wieder auf Spike selber konzentrierte. Ich hasste und liebte ihn gleichermaßen für das, was er in mir auslöste. Wie immer, falsche Zeit, falscher Ort, aber das war ja bei uns Standard, denn das richtige Timing, schien es bei mir uns Spike nie zu geben. Es waren immer wieder Momente von Hoffnungslosigkeit, in denen ich ihn so nah an mich heran ließ, Momente, in denen ich mich selber aufgab und er es mir leicht machte und mir Ablenkung verschaffte, um die negativen Gedanken für kurze Zeit aus meinem viel zu vollem Kopf zu verbannen.
Was war es dieses Mal? Nutzte ich Spike und seine Liebe für mich ein weiteres Mal aus? War ich wieder egoistisch und nahm es billigend in Kauf, ihn nur zu benutzen um dem hier und jetzt zu entfliehen? Vielleicht, aber es war doch anders. Dieses Mal hatte ich mich bei weitem nicht so lange dagegen gewehrt, ihm nachzugeben. Die Reue würde kommen, aber noch dachte ich nicht daran. Lieber verlor ich mich in seinem Keuchen und erwiderte es mit einem leisen Stöhnen meinerseits, als er mich schließlich hoch hob und unsanft gegen die Wand drückte. Hatte die Flamme des Feuerzeugs zuvor noch etwas Licht in die Dunkelheit gebracht, war es nun wieder stock finster um uns herum. Aber meine Augen hatten sich inzwischen zum Glück an die Schwärze gewöhnt und anschauen musste ich ihn ja nicht zwingend. Ich spürte auch so nur zu gut, dass wir beide von der gleichen Leidenschaft angetrieben wurde, die nur eine Richtung zuzulassen schien.
Als er in mich eindrang und seine Erektion mich ausfüllte, lehnte ich meinen Kopf nach hinten, soweit an die Wand, wie es mir möglich war, die Beine um seine Hüfte geschlungen und erwiderte seine Stöße. Schweißperlen bildeten sich auf meiner Haut und weder die kühle lehmige Wand in meinem Rücken, noch Spikes eigentlich deutlich niedriger temperierte Haut, schafften es, die Hitze, die sich in meinem gesamten Körper auszubreiten schien, einzudämmen. Mein erneutes Aufstöhnen, jetzt nicht mehr von seinen Lippen gedämpft, hallte dumpf von den Wänden wieder und dröhnte in meinen Ohren nach. Eine Hand hinter mir an der Wand, die andere an Spikes Schultern, suchte ich nach Halt, bewegte mich mit ihm, gegen ihn und ließ mich von seinem fordernden Rythmus immer weiter treiben, weiter auf eine unsichtbare Klippe zu. Endlich seine Lippen wieder auf meinen spürend, keuchte ich und atmete schneller, den Kuss drängend und hungrig erwidernd. Jeder Dämon, der nun unter Umständen hinter uns auftauchen würde, hätte mehr als nur leichtes Spiel. Ich war vollkommen in meinen Gefühlen für den Vampir eingenommen, viel zu sehr darauf fokussiert, mir jede einzelne Sekunde ins Gedächtnis einbrennen zu lassen. Ja, er kannte mich, wusste das die sanfte Kuscheltour nichts für uns war und versuchte es erst gar nicht damit. Meine Lippen würden sicherlich später vollkommen wund sein, denn mehr als nur einmal machten sie Bekanntschaft mit seinen scharfen Frontzähnen, auch wenn er seine Fänge nicht ausgefahren hatte. Wieder und wieder stieß er in mich und ließ mich Sterne sehen. Immer stärker schlossen sich meine Muskeln um sein bestes Stück, während die Hitzte zwischen meinen Beinen, sich immer mehr auf einen Punkt konzentrierten und die größer werdende Sehnsucht nach Erlösung erste Wellen durch meinen Körper schickte. Ich klammerte mich mit meinen Beinen fester um seine Hüfte, um ihn noch tiefer spüren zu können, wenn das den überhaupt noch möglich war. "Spike..." kam es heiser hinter geschlossenen Lidern über meine Lippen und ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter, als ich meine Hände um seinen Hals schlang, liebkoste seinen Hals und biss auffordernd hinein.
@Spike



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#32

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 17.04.2016 15:25
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Sie glühte förmlich. Es fühlte sich schon an, als würde sie mich mit der Hitze ihres Körpers verbrennen. Wenn ich es richtig einschätzte, dann war es hier unten eher kühl und wir hatten Nacht. Diese plötzliche Hitzewelle, die sie also ausstrahlte, kam also rein von ihr. Das war es aber, was mich nur noch mehr anfachte und mir die Bestätigung gab, dass das hier nicht nur von mir ausging. Wobei ich das schon viel früher gemerkt hatte, als ich ihren Blick sah. Sie hatte vielleicht vorgehabt das Ganze zu stoppen, aber ganz tief in ihr drinnen hatte sie gewusst wie sehr sie es wollte. Und das hatte die Oberhand gewonnen. Ihr Innerstes, ihr Verlangen und ihre Gefühle. Niemals hätte ich gedacht, dass es so laufen würde, dass wir es wirklich noch einmal kurz vorm großen Showdown treiben würden. Gerade sie die immer so darauf aus war ihr Gesicht zu wahren, sich zu benehmen, nichts zu tun, was verwerflich sein könnte, hatte es zugelassen. Das warf wieder die Frage auf, welche Wirkung ich wirklich auf sie hatte. Doch im Moment dachte keiner von uns darüber nach. Wir waren wie Tiere, handelten rein nach Instinkt und unserer Lust. Meinen Rythmus zog ich stetig an, als sie ihn auch aufgenommen hatte und wir eine Einheit zu bilden schienen. Ich wusste um den Umstand, dass das hier schnell gehen musste. Zwar war mir das nur in meinem Unterbewusstsein bewusst, aber doch tat ich alles daran. Es war nicht so, dass ich es hinter mich bringen wollte, nein. Hätte ich gekonnt, hätte ich diesen Moment auf ewig angehalten. Denn ich wusste ja, dass es das wirklich letzte Mal sein würde. Dieses Mal gab es keine Hoffnung auf eine Wiederholung. Ich spürte deutlich wie sie immer enger wurde und die Erregung sie so sehr packte, dass sie wieder aufstöhnte. Das veranlasste mich dazu nur noch härter und schneller zu zu stoßen um sie noch auf eine letzte schöne Reise zu schicken. Aber auch ich konnte nicht mehr an mir halten. Ein lautes Knurren hallte von den Höhlenwänden wieder, als auch ich die erwartete innere Explosion spürte und ihre Beine letzendlich los lies, so dass sie wieder festen Boden unter sich hatten. Doch ich lies noch nicht von ihr ab. Meine Hände hatte ich rechts und links von ihrem Kopf gegen die Höhlenwand gedrückt und lächelte sie an. Sie konnte das Lächeln vermutlich kaum, beziehungsweise gar nicht sehen. Mit einem langen wieder fordernden Kuss besiegelte ich das eben Geschehene und legte dann meinen Kopf auf ihre Schulter, wo mir ihr Duft in die Nase stieg und mich noch einmal geniessen lies, was ich nie wieder haben würde. Ein bisschen melodramatisch in diesem Moment vielleicht, aber durchaus verständlich. Kein Wort, kein albernes Kommentar kam von meinen Lippen, als ich einen Schritt zurück tat und meine Hose wieder hoch zog. Sie würde so ein Kommentar nicht hören wollen, vor allem nicht jetzt. Und ich tat ihr diesen letzten Gefallen. Wir hatten eine Aufgabe und das war mir noch immer bewusst. Kurz bückte ich mich und suchte nach meinem Feuerzeug. Und schon war die Höhle wieder in ein sanftes warmes Licht getaucht.

@Buffy Anne Summers


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#33

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 17.04.2016 21:53
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Spike steigerte seinen Rythmus stetig und ich passte mich ihm so gut es ging an, ließ mich von dem Verlangen mitreißen, dass von meinem Körper Besitz ergriffen hatte und mich so handeln ließ, wie ich es gerade tat. Ein Verlangen, dass schon früher in mir geschlummert hatte, dass ich aber meistens tief in mir vergraben hatte, Bei meiner Tätigkeit als Jägerin war zu viel Gefühl einfach hinderlich. Aber heute Nacht... Es war so viel geschehen, soviel hatte sich in mir aufgestaut und all das entlud sich hier gerade. Vielleicht spielte auch die Angst Spike tatsächlich zu verlieren eine tragende Rolle, dabei, dass ich mich hier von ihm hatte verführen lassen. Wobei... viel hatte es bei mir nicht gebraucht, damit ich nur zu willig mitgemacht hatte.
Meine Arme um seinen Hals geschlungen, fuhren meine Finger über den Rücken des Vampirs, meine Fingernägel gruben sich in seine kalte Haut. Wo wir uns befanden? Ich hatte es vergessen und es war mir mittlerweile egal. Meine sonst immer so laute Stimme der Vernunft schwieg endgültig und hatte meinen Sehnsüchten Platz gemacht. Ich rang nach Luft, blieb aber auch weiterhin in Spikes Rythmus, Die Versen an seinem Po verschränkt, klammerte ich mich fest und suchte nach mehr Halt, in dem Versuch mich aufrecht zu halten. Es war wie damals, als er mich das erste Mal zu Fall gebracht hatte. Bilder aus der Nacht in der wir ein abrissreifes Haus zum Einsturz gebracht hatten, vermischten sich mit meinen jetzigen Empfindungen, feuerten mich gemeinsam mit Spikes Knurren weiter an und trieben mich immer weiter. Es würde nicht mehr lange dauern. Lichter blinkten vor meinen Augen auf, die weit aufgerissen in die Dunkelheit blickten, als würden sie dort etwas fixieren, was gar nicht da war. Hoffentlich kam niemand nach unten um zu sehen, wie wir uns schlugen. Naja, wir schlugen uns gut. Wir hatten die Höhle noch nicht zum Einsturz gebracht, aber würden wir in dieser Intensität weiter machen, dann konnte es nur noch eine Frage der Zeit sein. Zeit die wir nicht hatten.
Die Spannung in meinem Unterleib rund um meine Mitte herum, baute sich immer weiter auf, wieder keuchte ich, seufzte und stöhnte an Spikes Schulter. Nur noch ein bisschen länger, dieses Gefühl noch etwas weiter auskosten, mich tragen lassen, forttreiben... Kurz kämpfte ich noch im das letzte Bisschen Selbstkontrolle, dass mir geblieben war, ehe ich auch dieses aufgab. Meine Muskeln zuckten unkontrolliert, als ich mit einem undefinierbarem Stöhnen, dass ich an Spikes Schultern zu dämpfen versuchte, zum Höhepunkt kam und spürte dann, wie Spike mir kurz darauf folgte, sein Höhepunkt schien nicht weniger heftig zu sein als meiner und bebte eine Weile in mir nach, während ich nach Atem ringend endgültig an seine Schulter rang und mich dort erst mal wieder sammeln musste. Ein letzter Kuss, dann stand ich wieder auf meinen eigenen zwei Füßen, die noch einen Augenblick brauchten, ehe sie mir wieder festen Halt garantieren konnten. An die Wand gelehnt, holte ich noch einmal Luft, jetzt leicht beschämt, als mir die volle Tragweite unseres kleinen Abenteuers bewusst wurde. Zum Glück war es dunkel. Eilig zog ich meine Hose wieder hoch, richtete mein Oberteil und strich mir die verworrenen Haarsträhnen aus dem Gesicht hinter die Ohren. Hatte ich mich gerade tatsächlich von meinem untoten Teilzeitlover, unmittelbar am Höllenschlund vögeln lassen? Noch ein Kapitel in meinem Lebenslauf, von dem besser niemand etwas erfuhr.
Spike entzündete sein Feuerzeug und ich sah ihm für einen Moment in die blauen Augen, in denen ich mich schon immer so gerne verloren hatte, ehe ich mich räusperte, meine Körperhaltung straffte und den Blick abwandte. "Wir sollten weiter gehen." erklärte ich jetzt so nüchtern wie möglich. Jedoch nicht, ohne ihm dieses Mal noch ein sanftes Lächeln zu schenken, als ich ihm kurz über die Wange strich, ehe ich weiter ging.

@Spike



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#34

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 17.04.2016 22:32
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Es war wie eine kleine Genugtuung ihr leichtes aber deutlich sichtbares Lächeln vor mir zu sehen, als ich das Feuerzeug wieder entzündet hatte. Ihre warme Hand, die noch viel wärmer war als sonst spürte ich gern an meiner Wange und schloss noch einmal für einen Moment die Augen um ein letztes Mal zu geniessen. Fast wäre mir ein Seufzer entwichen, aber ich konnte ihn gerade noch aufhalten. Ihre Worte waren eindeutig und ich wusste, dass es nichts brachte jetzt Widerworte zu geben. Nein, stattdessen leuchtete ich in die Dunkelheit, als sie weiter lief und hob mein Schwert auf. Das würde ich noch gut brauchen können, das wusste ich sicher. Kein Wort kam mir über die Lippen als ich eine Weile noch neben ihr her lief. Es war keine große Distanz die wir zurück legten, aber es kam mir wie eine Ewigkeit vor in der wir stumm nebeneinander her liefen. Dieses Thema war jetzt gegessen. Es würde nie wieder passieren. Und weil mir das bewusst war, hielt ich mich zurück. Doch etwas konnte ich doch nicht lassen. Eine Zigarette fischte ich aus der Schachtel in meiner Hosentasche und lunste dann zu Buffy rüber. "Auch eine?" Angesichts der uns bevor stehenden Schlacht änderte sie ihre Meinung vielleicht einmal über meine Glimmstängel. Wow, welch große erste Worte nach diesem unglaublichen Ereignis, was eben stattgefunden hatte. Sie hatte bestimmt tausende Gedanken im Kopf. Sicher schämte sie sich wieder einmal und dachte daran, dass oben noch immer der harte Kampf ums Überleben tobte. "Wir schaffen das. Wir machen das Ding platt und dann ist Ruhe." versuchte ich sie zu bestärken, sah sie dabei aber nicht an, sondern konzentrierte mich auf meine Zigarette, die ich jetzt erst anzündete. Langsam aber sicher brauchten wir das Feuerzeug aber nicht mehr, denn da war wahrhaftig ein Licht am Ende des Tunnels. Jetzt konnte ich mir ein Kommentar aber nicht mehr verkneifen. Genervt blieb ich stehen und klopfte mit einer Hand auf meinen Oberschenkel. "Ich habs doch gewusst...wir sind tot." scherzte ich, auch wenn sich mein Scherz doch etwas ernster anhörte, als ich es gewollt hatte. Ausserdem hatte ich damit auf unser kleines Erlebnis von eben angespielt. Für mich ein Stück vom Himmel auf Erden.

@Buffy Anne Summers


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#35

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 18.04.2016 20:25
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Er widersprach mir nicht und machte auch sonst keine Anstalten, mich in irgendeiner Weise aufzuhalten, als ich mich wieder vernünftig anzog, ihn noch einmal anlächelte und vorschlug, weiter zu gehen. Etwas, was mich ziemlich verwunderte. Normalerweise, wären nun eine Reihe von anzüglichen Sprüchen gekommen, doch dieses Mal blieb der Vampir, der jetzt schweigend neben mir her lief, tatsächlich still. Keine Frage danach, was das gerade zwischen uns gewesen war und auch ich versuchte nicht weiter darüber nach zu denken und das Erlebnis dadurch kaputt zu machen, auch wenn ich nicht so ganz aus meiner Haut konnte und mich doch etwas dafür schämte. Nicht weil ich mich wieder von Spike hatte verführen lassen, es war eher die Tatsache, dass es zu einem vollkommen falschen Zeitpunkt gewesen war.
-Auch eine?-
Schwach grinsend schüttelte ich den Kopf. "Nein danke. Ich rauche nicht. Manches ändert sich nicht." Rauchen war nun wirklich nichts für mich. Ich mochte schon den Geruch von Zigarettenrauch nicht, warum sollte ich es mir also antun, auch noch an einer Zigarette zu ziehen? Der Rest meines Lebens war schon suizidal genug. Der Gefahr an Lungenkrebs zu erkranken, ersparte ich mir also eher. Denn hey, vielleicht überlebten wir ja doch. Spikes Feuerzeug, war eine ganze Weile, die einzige schwache Lichtquelle, die unseren Weg durch diesen Tunnel etwas erhellte. Dann aber, nur ganz schwach zunächst, schien es, als würden wir das Ende des Gangs erreichen und am Ende, leuchtete etwas. Aber je näher wir kamen, je heller wurde es. Was war das? Mein Blick fokussierte sich auf die bis jetzt undefinierte Lichtquelle, ehe Spikes Bemerkung, mich aus der Konzentration riss. "Was...?" fragte ich zunächst etwas irritiert, ehe ich begann seine Metapher zu verstehen. "Das ist nur das Ende des Tunnels. Sonst nichts. Glaub mir, der Weg in den Himmel sieht anders aus."
Meine Anspannung stieg erneut an, als wir uns weiter auf die Lichtquelle zubewegten und schließlich aus dem Tunnel heraus traten. "Ach du...." -heilige Scheiße- hatte ich sagen wollen, aber der Fluch blieb mir im Hals stecken, als mein Blick einfing, was sich vor uns unter einem weiteren Vorsprung erwartete. Unwillkürlich wich ich einen Schritt zurück. "Das hier ist nicht der Himmel, dass ist die Hölle." wisperte ich und tastete mit der Hand nach meinem Schwert, dass ich in eine Halterung auf dem Rücken gesteckt hatte. Das waren unglaublich viele Dämonen. Wer sollte die alle beseitigen? "Wir sollten Verstärkung runter rufen." Mich wieder ein Stück in den Tunnel zurück ziehend, betätigte ich die Sprechtaste meines Funkgeräts. "Wir brauchen hier unten ganz dringen Verstärkung." ließ ich die anderen wissen, die noch oben waren und wartete einige Momente ab, ehe ich es noch einmal wiederholte. Doch ich bekam keine Antwort. "Funkloch..." ließ ich Spike resignierend wissen und zuckte mit den Schultern. Konnte nicht einmal etwas funktionieren? Verdammte Technik. Wofür schleppte ich dieses blöde Teil eigentlich mit mir rum, wenn es im Ernstfall nicht einmal funktionierte?
@Spike



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#36

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 19.04.2016 20:41
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

"Da hast du wohl recht..." gab ich ebenfalls lächelnd zurück und zog genüsslich an meiner vielleicht letzten Zigarette. Während des Kampfes der uns bevor stand, würde ich sicher nicht auf die Idee kommen mir eine weitere anzuzünden. Und so machte ich lange Züge, schloss zwischenzeitlich noch einmal die Augen, ehe ich mich wieder auf den Weg konzentrierte, der bald ein Ende finden sollte. Da war es, das Licht, so wie man es oben wahrnehmen konnte. Ich fragte mich nur, wie es oben so hell scheinen konnte, wenn es den ganzen Weg über so dunkel gewesen war. Wieder etwas, dass das Urböse uns voraus hatte. Es kannte Mittel und Wege die wir nicht im Petto hatten. Ich verdrehte auf Buffys Kommentar die Augen. Sie hatte anscheinend nicht so recht bemerkt, dass es ein Scherz meinerseits gemeint war oder es passte ihr wieder nicht, dass ich noch immer versuchte locker zu bleiben. Egal was es war, sie hatte eine Antwort darauf. "Nein, so hast du den Himmel auch nicht beschrieben." fuhr es mir über die Lippen, was ich auch nicht schlimm fand. Ich wusste noch wie sie damals davon erzählt hatte. Ich hatte es nie vergessen. Noch als wäre es gestern gewesen, konnte ich die Worte in meinem Kopf hören. Den Himmel würde ich sicher nie sehen. Meine Fühler gingen eher in Richtung irgendeiner Hölle, von denen es so viele zu geben schien wenn man Angel glauben schenken konnte. Ich hatte mir nie ein Ticket für den Himmel angeschafft und auch meine Taten der letzten Jahre würden daran sicher nichts ändern. Dafür hatte ich zu viele Jahre Unheil angerichtet. Natürlich folgte ich Buffy als sie sich weiter vorwagte. Ich folgte ihr immer so gut ich konnte, auch wenn ich oft meinen eigenen Kopf hatte. Aber ja, schon seit Jahren war es so, dass ich der Jägerin meist blind vertraute und wusste, dass ich an ihrer Seite Gutes tun konnte. Und das lag schon lange nicht mehr an den Gefühlen, die ich für die Jägerin hegte.
Als wir ein paar Schritte näher an den Abgrund getreten waren, konnte ich auch das Übel erkennen, das sich vor uns erstreckte. "Was für ein Empfangskomitee. Die haben echt nicht an Komparsen gespart." kam es sarkastisch über meine Lippen. Ich trug entgegen Buffy, mein Schwert noch immer in der Hand und stützte es jetzt auf dem Boden ab. "Da werden Erinnerungen wach." fügte ich meiner sarkastischen Bemerkung noch hinzu, doch innerlich ängstigte es mich ebenso wie sie. Doch das zu zu geben lag nicht in meinem Ermessen. Noch immer stand ich an Ort und Stelle, beobachtete das Treiben der Dämonen, die sich teilweise einen Weg nach oben suchten, aber uns noch nicht bemerkt hatten, während Buffy versuchte einen Funkspruch abzusetzen und sich ein wenig zurück zog. "Da hat der Rat uns ja wieder toll ausgestattet." kommentierte ich und drehte mich dann zu ihr um. "Ich kann auch schnell nochmal hoch gehen und..." schlug ich halb vor, auch wenn es mir widerstrebte sie hier unten zurück zu lassen. Dann aber sah ich sie selbstsicher und ernst an. "Wir beide, bis zum Ende was?" fragte ich hoffnungsvoll und mit einem leichten Lächeln auf den Lippen. dabei schwang ich das Schwert locker über meine Schulter und ging die paar Schritte die zwischen und Distanz herrschten, auf sie zu. "Wir beide..." wiederholte ich noch einmal und legte meine Hand bekräftigend auf ihre Schulter.

@Buffy Anne Summers


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#37

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 21.04.2016 09:03
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

...I think I was in heaven... schoss es mir noch einmal durch den Kopf. Ja, ich war einmal im Himmel gewesen und war aus meinem Paradies wieder heraus gerissen worden. Wenn ich diesen Kampf nicht überlebte, würde ich dann noch einmal in den Himmel kommen, oder war mir der Zugang nun für immer verwehrt? Schließlich waren meine Taten, der vergangenen Jahre nicht nur gut gewesen. Sicher, ich hatte die Welt gerettet, und somit Millionen von Menschenleben, aber wie schwer wogen meine Verfehlungen, die ich außerhalb des Kampfes gemacht hatte? Nicht zuletzt, der Umstand, dass ich meinen Mann... Jetzt wahrscheinlich Ex-Mann betrogen hatte? Das konnte wohl niemand genau sagen und so war es wahrscheinlich besser, ich dachte gar nicht zu viel darüber nach. Verändern konnte ich die Umstände so oder so nicht, auch wenn ein Teil es von mir gern wollte.
Nun standen wir also am Höllenschlund. Nur Spike und ich, nachdem meine Versuche, über den Funk Verstärkung anzufordern, total gescheitert waren. „Haystings hätte ruhig mal erwähnen können, dass die Dinger unter der Erde nicht funktionieren.“ Kam es leise aber ziemlich genervt von mir. Wie sollten Spike und ich das nur schaffen? Es waren so viele und wir nur zu zweit.
„Ja...“ kam es nur leise von mir, als Spike sagte, bei ihm würden Erinnerungen wach werden. „Nur hatten wir unser Kanonenfutter damals wenigstens mit unten am Höllenschlund.“ fügte ich hinzu und ließ meinen Blick wieder über die Schar von Dämonen schweifen. Wie sollten wir die nur besiegen? So gut wir auch kämpfen konnten, wir wurden müde, Spike war bereits angeschlagen und auch ich war nicht mehr taufrisch. Das hier war ein Himmelfahrtskommando. „Was ich dir damals gesagt habe....“ ich zögerte noch einmal. Sollte ich ihm das wirklich sagen? Wir standen wieder einmal dem scheinbar sicheren Ende gegenüber. Warum kam ich in solchen Situationen nur immer auf die dümmsten Ideen, wie zum Beispiel Spike zu sagen, dass ich durchaus etwas für ihn empfand? „...Ich habe jedes Wort so gemeint, wie ich es gesagt hatte.“ Ja, das hatte ich, damals wirklich. Meine Gefühle, für den platinblonden Vampir gingen damals und auch schon weit über die freundschaftlichen Gefühle hinaus.
„Nein... bleib hier. Sie würden hier unten wahrscheinlich nichts ausrichten können. Wir können den Tunnel als Schutz nehmen... Aber sie würden gnadenlos abgeschlachtet werden.“ das waren nun gnadenlos ehrliche Worte von mir. Scheinbar mussten es wieder Spike und ich richten. Doch noch immer hoffte ich, dass wir beide überleben würden. Aber negative Gedanken schoben sich in meinen Kopf. Jetzt standen wir direkt am Höllenschlund und noch immer hatte Spike das Amulett um den Hals hängen. Damals in Sunnydale hatte es sich auch erst ganz zum Schluss direkt im Höllenschlund selber aktiviert. Was, wenn es das war, was das Amulett tat? Wenn es auf den Höllenschlund selber reagierte? Würde es sich dann auch jetzt wieder aktivieren, oder war die Magie die in das Schmuckstück eingeflochten worden war, nach einmaliger Aktivierung verflogen und es bestand keine Gefahr mehr? Ich wusste es nicht. Alles was ich wusste, war, dass ich noch immer eine scheiß Angst davor hatte, Spike hier unten zu verlieren. Dennoch durfte ich es dieser Angst nicht einfach so gestatten, die Oberhand zu gewinnen.
„Ja... wir beide...“ ein Lächeln glitt über meine Züge, als er seine Hand auf meine Schulter legte und ich mich kampfbereit machte. Eines war klar. Selbst wenn das hier unser Grab werden sollte, so würde ich vorher so viele von den Dämonen mit in den Tod reißen, wie nur irgendwie möglich und kampflos würde ich meine Waffen nicht niederlegen. Sollte der Höllenschlund doch an mir ersticken.

@Spike



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#38

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 21.04.2016 18:09
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Ich sah sie stirnrunzelnd an, als sie von damals redete. Davon, dass sie etwas gesagt hatte. Mir war sofort bewusst was sie meinte. Jedenfalls glaubte ich das. Und so wartete ich gespannt ab, hatte aber immer noch einen fragenden Gesichtsausdruck aufgelegt. Innerlich machte ich Sprünge und hoffte, dass sie es noch einmal sagen würde. Mein ganzer Körper spannte sich unwillentlich an, aber ich sollte was diese drei Wörter betraf, leer ausgehen. Aber dennoch rührten mich ihre Worte. Sie bekräftigte noch einmal, dass sie damals jedes Wort ernst gemeint hatte und rang mir damit ein sanftes Lächeln ab. So hatte ich mir das vorgestellt. Ich würde sterben, aber ich hatte wenigstens meinen Frieden geschlossen. Jetzt. Auch wenn es noch immer genug Gründe gab mir wenigen einigen Sachen Vorwürfe zu machen, war das, was sie gerade gesagt hatte doch eine gewisse Art an Genugtuung für mich und somit ein Einverständnis für meinen Tod, von dem sie nichts wusste. Wenigstens würde ich Darla wieder sehen. Ich würde nicht allein in der Hölle schmoren. Aber hatte ich das wirklich verdient? Zählte es, dass ich meine letzten Nächte auf der Erde noch ausgekostet hatte? Dass ich wieder mit der Frau geschlafen hatte, die irgendwo der Grund für den wahren Tod meiner ehemaligen Gefährtin war? Ich war mir nicht sicher. Aber diese Fragen konnte einem niemand beantworten. Ich würde jedenfalls zu dem was ich getan hatte stehen. Ich würde nicht den Schwanz einziehen und jemanden belügen.
"Wenn du wieder im Himmel landest, kannst du ja mal in der Hölle zu Besuch kommen." scherzte ich dann, auch wenn das vielleicht nicht der richtige Zeitpunkt dafür war. Ich war mir ziemlich sicher, dass sie überleben würde. Sie musste einfach. Und ich würde alles dafür tun. Für diese Frau würde ich mein Leben geben, damals und heute.
"Ich werde es nicht ablegen." sagte ich dann aber ernster, als sie noch einmal kurz ihren Blick auf den Anhänger an meiner Brust legte. "Es wird sich sicher nicht aktivieren. Ich spüre noch immer nichts...kein Funke, kein warmes Gefühl in der Bauchgegend. Nichts..." versuchte ich sie noch einmal zu beruhigen. Doch was war schon das Leben eines geläuterten Vampirs gegen die ganze Welt? Rein gar Nichts. Und das musste auch Buffy irgendwo verstehen. Doch im Moment wollte ich sie damit sicher nicht konfrontieren, sonst hätte sie wirklich noch geglaubt, das Amulett würde sich langsam aktivieren. Noch einmal seufzte ich. Jetzt wurde es ernst. Vielleicht sah ich ihr jetzt ein letztes Mal in die Augen. Der letzte gemeinsame ruhige Augenblick. Dann wandte ich mich aber schon von ihr ab und ging zum Abgrund. "Hey ihr Wichser!!!! Wir sind hier!" schrie ich so laut ich konnte und machte eine zu mir heran winkende Handbewegung. Es dauerte tatsächlich nicht lange, da kamen schon die ersten Dämonen auf uns zugeklettert. Ich nahm noch mal alle meine Kraft zusammen und und schlug wild um mich, damit ich auch so viele Dämonen wir möglich erwischte. Zwischendurch ging mein Blick aber immer wieder zu Buffy. Sie schlug sich wirklich gut. Sie war wirklich die Eine, das hatte ich schon immer gewusst. Plötzlich aber ebbte die Anzahl der Dämonen beträchtlich ab. Sie verschwanden nach und nach. Was passierte hier? Ich stand ungläubig am Abgrund, besah dieses bald leere große Loch, als ich plötzlich eine Stimme hinter mir hörte. Willows Stimme.

@Buffy Anne Summers
du nochmal und dann das urböse?


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#39

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 25.04.2016 17:46
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Nein, er hörte diese drei Worte in dieser Nacht nicht noch einmal aus meinem Mund. Damals hatte ich so gefühlt. Ich war mir sicher gewesen, Spike zu lieben, als ich es ihm gesagt hatte, als er den Höllenschlund verschloss und ich seine Hand noch gehalten hatte, als diese schon in Flammen gestanden hatte. Erst als er mich dazu aufgefordert hatte, endlich zu verschwinden, war ich von seiner Seite gewichen und war Faith, sowie den restlichen Anwärterinnen, die die damalige Schlacht überlebt hatten gefolgt.
Heute Nacht wusste ich, dass ich noch immer Gefühle für ihn hegte. Oder war es einfach nur die fast schon übermächtige Angst davor, alleine zurück zu bleiben? Das Gefühl der Einsamkeit war mir als Jägerin über Jahre nur zu vertraut gewesen. Zwar hatte ich stets meine Freunde und meinen Wächter um mich gehabt, doch wenn es hart auf hart gekommen war, dann hatte es immer an mir gehangen. Dann war es meine Aufgabe gewesen, sie alle zu beschützen. Ich hatte Angel geliebt, mehr als ich es in Worte kleiden konnte. Nichts hatte ich mehr gewünscht, als seine Frau zu sein. Aber als Spike aufgetaucht war, war ich wieder in alte Muster verfallen und hatte damit alles ruiniert. Nun war Angel fort und ich warf mich wieder an Spike ran. Begann wieder damit ihn zu benutzen, um meine eigene Unfähigkeit dahinter zu verbergen. Etwas was ich nur zu gern tat, denn Spike machte es mir leicht. Ich sah in seine Augen, erwiderte sein Lächeln und merkte auch, wie sich sein ganzer Körper anspannte. Kurz war ich sogar versucht, es ihm um seinet willen zu sagen. Aber ich wollte ihn auch nicht belügen. „Egal was kommt Spike... du wirst für immer einen Platz in meinem Herzen haben.“ fügte ich dann doch noch hinzu.
„Wer weiß... vielleicht landen wir ja durch einen Zufall beide im Himmel. Spike, du hast grausame Dinge getan. Aber auch so viel Gutes. Du hast die Welt gerettet und bei allem was du getan hast, warst du immer du selber. Ich glaube, dass so etwas berücksichtigt wird. Der Himmel ist nicht nur für Menschen. Das glaube ich nicht, denn auch ich habe Schuld auf mich geladen. Vielleicht habe ich keine Menschen getötet, aber das ist es nicht alleine was zählt.“ versuchte ich mich selber aufzumuntern und senkte dann meinen Blick, als er sagte, er würde das Medallion nicht ablegen. Würde es tatsächlich dieses Mal gar nichts machen? Noch immer war ich mir dessen nicht sicher, aber ich wünschte es mir. Aber ich aktzeptierte es, dass Spike es tragen wollte. Warum auch immer.
Noch ein letztes Mal sahen wir uns in die Augen, dann tat Spike den Schritt, den ich gerade nicht gehen konnte und wandte sich von mir ab, um im nächsten Augenblick auch schon die Aufmerksamkeit der Dämonen auf sich zu ziehen. „Nur weil du dir sicher bist, dass du sterben wirst, musst du meinen Tod nicht direkt mit beschließen.“ grummelte ich vor mich hin, musste aber bei meinen Worten leicht grinsen und dann hatte ich keine Zeit mehr für weitere Seitenhiebe, denn die Dämonen waren verdammt schnell bei uns und wir wurden erneut in einen erbitterten Kampf gezogen. Viele schafften es an uns vorbei, denn zu zweit konnten wir einfach nicht alle aufhalten. Das war unmöglich, doch ich nahm so viele mit wie ich konnte. Mit dem Schwert in der Hand, wirbelte ich durch ihre Reihen, köpfte, hackte und zerteilte sie, als wäre es der letzte Tanz, den ich gemeinsam mit Spike tanzte. Wir waren schon immer ein gutes Team gewesen und hatten uns blind auf den jeweils anderen verlassen können, selbst wenn wir mit dem Rücken zur Wand gestanden hatten. Dieses Mal war es genau das Gleiche. Innerlich wusste ich, dass ich ihn jeder Zeit retten würde, wenn er in Bedrängnis geriet. So wie er es auch für mich tun würde. Aber dazu kam es nicht. Denn gerade hatte ich einem weiteren Monster mit Schwung den Kopf vom Hals getrennt und seinen Körper zurück in den Höllenschlund getreten, da wurde es plötzlich still um uns. „Wo sind die denn alle hin?“ fragte ich irritiert, sah erst zu Spike und ließ meinen Blick dann über das nun bis auf die Dämonenleichen leergefegte Schlachtfeld schweifen. War es das gewesen? War das alles, was das Urböse aufgefahren hatte? Schwer zu glauben.
Und dann... dann geschah es. Zuerst hörte ich sie nur, dann sah ich sie. Ungläubig blinzelte ich und starrte in die Richtung, aus der sie kam. Klein rothaarig, mit der kleinen Stupsnase im Gesicht und dem schüchternen Lächeln auf den Lippen. „Willow?“ War alles, was ich zunächst über die Lippen brachte.

@Spike



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#40

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 25.04.2016 22:35
von WechselcharaWeiblich | 15 Beiträge | 34 Punkte

Es wäre so einfach gewesen die Jägerin und ihren Vampir mit einem Schnips umzubringen. Sie hatten wirklich keine Ahnung, worauf sie sich da eingelassen hatten. Das Erste Böse, das Urböse wie es sich nannte. Sie kannten es schon, das war dem Wesen durchaus bewusst. Aber sie kannten es noch nicht mit voller Macht. Damals war es nur eine Gestalt gewesen. Eine Gestalt, die viele Gestalten annehmen konnte. Doch jetzt hatte es eine feste Gestalt. Es hatte sich für Willow Rosenberg entschieden. Die verstorbene beste Freundin der Jägerin. Das hatte sowohl einen praktische wie auch eine emotionalen Vorteil. Alle wussten zwar, dass Willow tot war, aber es wusste, dass sich mindestens zwei Jägerinnen die diesen Kampf gegen Es mitbestritten sie sich zurück wünschten. Sie war der Schlüssel und jetzt hatte das Urböse die Macht diesen zu nutzen.
Eine Weile hatte es die beiden da unten beobachtet. Es hatte sie geleitet, denn sie sollten am Höllenschlund ankommen. Das war der Plan. Hier wäre es ein leichtes sie endgültig zu vernichten, doch das Urböse hatte noch einen anderen Plan im petto. Es wusste was in den tiefen Gängen seines Höllenschlundes passiert war. Das hatte es so gewollt, doch nie hätte es gedacht, dass Spike es ihm so einfach machen würde. Und vor allem Buffy, die es doch so gut kannte, hatte es überrascht. Aber das Urböse liebte Überraschungen, nur die guten verständlicherweise. Doch nach einer Weile des Kampfes, wie der von Spike und Buffy gegen seine Hauseigenen Dämonen, war ihm langweilig geworden. Es wollte sich endlich zeigen und spielen. Das hatte es so lange nicht mehr getan. Nicht mit Buffy. Bei Lex sah das ein wenig anders aus. Zum Glück konnte es nicht nur die Körper sondern auch das Gedächtnis von den Toten übernehmen und so konnte es genauso wie die Rothaarige Hexe agieren, wenn es das auch wirklich wollte.

Nun war es ihnen erschienen, lies sich nach langem Warten endlich blicken und würde noch mehr Verwirrung in den Kopf der Jägerin und des sterbenden Vampires sähen. Dank des Traumes, den es der blonden Vampirin und ihm geschickt hatte, wusste er schon, dass er sterben würde, aber die Jägerin hatte keinen Schimmer. Und da war noch etwas, was die beiden sicher interessieren würde. Doch noch wollte es sich nicht aufdecken als das wahre Böse. Noch war es nicht so weit.

Leicht öffnete sie ihren Mund, als sie sich Buffy zuwandte. Es sah aus, als sei sie selbst ganz überrascht hier zu sein. So sollte es sein. Die Jägerin sollte glauben, dass auch Willow keine Ahnung hatte, was hier vor sich ging. "Buffy...wie komme ich hier her?" fragte sie völlig perplex und sah an sich herunter. Dann sah sie zu Spike. "Spike?" Alles um sie herum schien für sie unwirklich zu sein. Doch Willow würde zu ihrer besten Freundin gehen. Sie würde sie vor Freude sie wieder zu sehen umarmen. Und das tat sie auch. Mit wenigen Schritten war sie bei der Blonden und hatte sie fest gedrückt. Der erste Schritt Buffy klar zu machen, dass es sich tatsächlich um eine echte Person handelte. Tränen...sie lies Tränen zu, die auf die Jägerin wie Freudentränen wirken sollten. "Ihr habt es geschafft...ihr habt mich befreit!" rief sie unter ihren Tränen aus und umarmte Buffy nur noch fester. Dann löste sie sich wieder und betrachtete ihre vermeintlich beste Freundin von früher. "Du bist älter geworden, aber du siehst immer noch wunderschön aus." Umschmeicheln war der zweite Akt. Willow war stets freundlich gewesen und hatte stets eine gewisse Herzlichkeit an den Tag gelegt. Spike war inzwischen bei den beiden Frauen angekommen und auch ihn drückte sie, ehe sie sich wieder löste. "Ich hätte nie damit gerechnet, dass ich das mal tue, aber...danke." kam es leise und leicht lächelnd von ihr, als sie zu dem Vampir aufsah, der noch immer genauso aussah wie damals.

@Buffy Anne Summers


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#41

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 26.04.2016 11:18
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Willow... da stand sie. Inmitten von all den Leichen, die mich und Spike umgaben und strahlte mich an. Wo kam sie so plötzlich her? Ich wusste es nicht. Als sie gestorben war, war ich nicht dabei gewesen und hatte von ihrem unerwarteten Tod erst später erfahren. Sie jetzt so unvorbereitet wieder zu treffen, wühlte in mir. Was ich wusste, war das die Hexe damals in Alexis Armen gestorben war und das Lex nach ihrem Tod nie mehr die Selbe war. Damals hätte ich gar nicht damit gerechnet, dass Willows Tod so treffen würde. Noch immer ungläubig starrte ich meine beste Freundin an und sah dann, weiterhin fassungslos zu Spike. Sah er sie auch, oder war das hier eine Fatamorgana ala Höllenschlund? Aber Spike, da war ich mir anhand seines Blickes, den ich als überrascht deutete, sah sie ebenfalls. Also doch keine Fatamorgana.
Erneut glitt mein Blick zu Willow rüber, die ich noch immer anstarrte, als stünde ich dem Geist von Elvis Gegenüber. Mein Atem stockte, als sie langsam auf mich zu kam. Und verdammt, nach all dem, was mir in der letzten Zeit passiert war, ich war so unglaublich froh, sie zu sehen. Wie oft hatte ich mich nach meiner besten Freundin gesehnt, mit der ich früher alle Geheimnisse geteilt hatte und jetzt war sie wirklich hier. "Ich... keine... ich weiß es nicht." stammelte ich und schaute weiter hin so intelligent wie ein Auto..., nur bei weitem nicht so schnell. Ja, wie kam sie hier her? Eine Frage, die dringend geklärt werden müsste. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Tote kamen nicht einfach so wieder zurück ins Leben. Schon gar nicht hier am Höllenschlund. Aber ich wollte die Wahrheit wohl nicht sehen und hin und wieder ließ ich mich nur zu gern belügen. Vor langer Zeit hatte ich sogar meinen Wächter darum gebeten, mich anzulügen, um die bittere Wahrheit etwas erträglicher zu machen. "Wir? Dich gerettet?" kam es erstaunt von mir und ich blickte noch einmal zu Spike rüber. Wie sollten wir sie denn gerettet haben? Spike und ich wir hatten... oh... mhhh ja, anregende, wenn auch unpassende Dinge getan. Dann hatten wir uns gegenseitig unser Herz ausgeschüttet und anschließend wieder gekämpft und im Anschluss daran, war Willow aufgetaucht, die jetzt langsam auf mich zukam. Tränen in den Augen und mich fest in ihre Arme schloss. Die Umarmung erwidernd, lehnte ich meinen Kopf an Willows Schulter. Sogar der typische Geruch, den sie gehabt hatte, war immitiert worden. Wie also, sollte ich die Falle dahinter wittern, wenn ich meine beste Freundin sogar umarmen konnte? Das Urböse hatte schließlich keine feste Gestalt. "Ich bin so froh dich zu sehen." Wir lösten uns wieder und ich ergriff Willows Hände. "Ja... es ist auch viel Zeit vergangen." gab ich leise zu, als Will meinte, ich wär älter geworden. Wenn diese Apokalypse überstanden war, dann würde ich sicherlich Tage brauchen, um all das, was während ihrer Abwesenheit geschehen war, zu erzählen. "Aber du bist keinen Tag gealtert." Logisch,sie war ja auch im Reich der Toten sicherlich gut konserviert worden. Noch immer fragte ich mich, wie es möglich war, dass sie von dort hatte zurück kehren können. Denn ich hatte sicherlich nichts getan, wodurch das zu bewerkstelligen gewesen wäre. Außerdem war ich keine Hexe. Hexe.... da klingelte es bei mir. "Willow wirklich... ich war es nicht. Ich bin mindestens genau so überrascht, wie du selber." erklärte ich und dachte meinen Gedankengang weiter. "Wir sollten vielleicht mal mit Lex sprechen." Lex war es zuzutrauen, das sie aus den richtigen Gründen das Falsche tat. Ich dachte zurück, an die Amnesie, die sie mir mal verpasst hatte, als ein Zauber von ihr, der eigentlich einen Vampir hatte treffen sollen, auch mich erwischt hatte und ich eine Weile mit Matsch anstatt Hirn im Kopf herum geirrt war.
@Spike



zuletzt bearbeitet 26.04.2016 11:28 | nach oben springen

#42

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 28.04.2016 10:37
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Anfangs war ich der Meinung das hier wäre wirklich das Urböse. Ich blieb stehen, sah genau hin und formte meine Augen zu Schlitzen. Wie angewurzelt stand ich da, als die angebliche Willow zu Buffy ging und sie umarmte. Dabei ging mein Blick fragend zu Buffy, doch diese hatte nur Augen für die Rothaarige. Sie hatte sie tatsächlich umarmt. Das konnte doch nicht möglich sein. Ich wusste auch nur von Lex, dass Willow damals gestorben war, in ihren Armen. Und ich vertraute Lex mehr als vielen anderen. Eigentlich gab es nicht mal eine Hand voll Leute, denen ich vertraute. Und wenn ich jemandem mein blindes Vertrauen schenkte, dann auch richtig. Folglich konnte Willow gar nicht hier sein. Aber sie war es und sie schien eine feste Gestalt zu besitzen. Ich musste das testen, ich musste es wissen. Also ging ich ein paar Schritte auf die Frauen zu, bis ich eben neben diesen zum stehen kam. Der Geruch...alles stimmte. Auch wenn es schon Jahre her war, dass ich die Hexe gesehen hatte, hatte ich ihren Geruch doch nicht vergessen. Wenn man viel Zeit als Vampir mit anderen verbrachte, dann prägten sich die Gerüche irgendwann automatisch ein. "Du riechst..." sprach dann ein wenig perplex aus was ich dachte. "Wie kann das sein?" Dann wurde auch ich schon umarmt und konnte ihre Wärme selbst spüren. Ich wusste nicht, ob Willow mich je umarmt hatte damals, aber ich war mir ziemlich sicher, dass es so etwas nie gegeben hatte. Jetzt war ich noch erstaunter, aber die Rothaarige schien ziemlich dankbar zu sein. Verständlich, falls sie wirklich irgendwo gefangen gewesen war. Doch auch wenn ich mich in diesem Augenblick blenden lies, behielt ich dennoch einen kühlen Kopf. "Wo sind die Dämonen hin? Haben wir jetzt gewonnen?" fragte ich gezielt nach und wandte mich dabei an Willow. Dann hörte ich Buffys Vorschlag und sah zu ihr. "Lex? Meinst du das hat Lex getan? Aber wieso gerade jetzt?`" Das passte alles entweder verdammt gut zusammen oder etwas war verdammt faul, doch noch war es mir nicht möglich mich dahingehend zu entscheiden.

@WechselcharaWeiblich


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#43

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 13.05.2016 16:59
von WechselcharaWeiblich | 15 Beiträge | 34 Punkte

Sie löste sich von Buffy und sah sie lächelnd an. Doch ihr Lächeln war nicht mehr ganz so herzlich wie noch eben. Aber sie war sich sicher, dass das ihrer besten Freundin nicht so schnell auffallen würde. Mit einer Leichtigkeit, als wäre ihr Körper eine einzige Feder, ging sie wippend ein paar Schritte auf den Abhang zu, von dem aus eben noch so viele Dämonen nach oben gekommen waren. "Ja, ihr alle habt mich gerettet und befreit. Ist das so schwer zu verstehen?" fragte sie jetzt mit einer leichten Ungeduld und Arroganz in der Stimme. Das war schon viel weniger die Willow, die sie kannten. Wenn sie sich wirklich noch gut an Will erinnerten, würden sie sicher bald merken, dass etwas nicht stimmte. Sie drehte sich so schnell zu den beiden um, dass ihre schulterlangen Haare herum wedelten, als wäre sie ein Model bei einem Fotoshooting. "Ich war so lange in dieser Hölle gefangen." begann sie jetzt zu erzählen und lies die anderen in dem Glauben, sie hätte schreckliches erlebt. "Ich dachte schon, ich komme nie wieder da heraus." Jetzt legte sie ihre Hände aneinander und spielte nervös mit ihren Fingern, als sie wieder auf die Beiden zu ging. Ihr Blick klebte für ein paar Augenblicke am Boden, ehe sie wieder aufsah. "Aber jetzt bin ich wieder da..das Urböse ist besiegt. Lex hat wirklich ganze Arbeit geleistet." Wieder eine weitere Info, die sie stutzig machen sollte. "Und du...du hast genau das getan, was du immer tust..." sagte sie dann an Buffy gewandt und legte ihre Hand auf die Wange der Blonden. Doch weiter wollte sie sich nicht mehr verstellen. Es war nicht viel Zeit, denn noch war sie nicht unbesiegbar. ES war noch nicht unbesiegbar. Ihre Hand glitt schnell an Buffys Schulter und auch die andere Hand legte sich auf die gegenüberliegende Schulter. In Willows Gesicht bildete sich Wut und Überlegenheit. Dann stieß sie die Jägerin mit voller Wucht von sich, so dass diese gegen die Höhlenwand flog, die zuvor ihren Rücken zugewandt war. Ein paar Schritte machte Willow, aber nicht zu ihr hin, eher wie ein Raubtier, dass seine Beute umkreiste. Vorher aber schenkte sie dem Blonden einen bösen Blick. "Ich kann dich mit einem Fingerschnipps vernichten...aber das ist ja nicht mehr nötig. Du wirst ohnehin sterben, aber das weißt du ja schon lange." Nun lies sie ihre Augen wieder zu Buffy gleiten. "Und du...du wurdest gesegnet...Das Leben ist schon eine tolle Sache nicht wahr? Aber was ist, wenn etwas halb totes in einem heran wächst?" Nun war es so weit, dass ein fieses Lächeln ihre Lippen umgab und sie stehen blieb. "Niemals hätte ich gedacht, dass er es wirklich schafft dich hier unten noch einmal herum zu kriegen, aber...ich muss sagen, ich habe Spike schon immer unterschätzt." Noch einmal sah sie zu dem Vampir, nur um seinen Blick zu sehen. Ob sie verstanden?
"Und jetzt habe ich noch etwas wichtiges zu erledigen. Da oben wartet Frischfleisch auf mich. Aber keine Sorge. Ihr habt hier unten genug zu tun. Ob Lex sich sehr freuen wird mich wieder zu sehen?" Ihre Sache hier war getan. Wer weiß ob die beiden sich jetzt überhaupt noch auf den Kampf konzentrieren konnten? Und wenn nicht, dann hatte ES zwei Probleme weniger. Und mit ihrem letzten Wort löste sie sich in ein durchsichtiges Schimmern auf und war dann gänzlich verschwunden.

@Buffy Anne Summers


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#44

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 14.05.2016 22:06
von Buffy Anne Summers | 355 Beiträge | 450 Punkte

Genau so wie ich, hatte Spike zunächst scheinbar gezweifelt, denn nach unseren Kenntnissen, war Willow tot. Sie jetzt hier stehen zu sehen, dass war... ich konnte die Gefühle und Emotionen kaum in Worte fassen, oder zuordnen. Aber sie war es, denn sie kam auf uns zu und nahm uns in den Arm und auch der beseelte Vampir bestätigte, dass es sich um die rothaarige Hexe, meine beste Freundin handelte. Zwei gemeinsam konnten doch nicht irren oder?
Wie sehr wir uns doch irrten, sollte uns jedoch kurze Zeit später mehr als nur schmerzlich bewusst werden. Aber noch genoss ich die wunderbare Illusion, hier tatsächlich von meiner totgeglaubten besten Freundin im Arm gehalten zu werden. Auf Spikes Fragen, konnte wohl nur sie uns eine Antwort geben,die sie uns aber zunächst noch schuldig blieb. Aus ihrer Aussage, dass ich sie befreit hatte, wurde ich nicht wirklich schlau. Sie war niemals an einem Höllenschlund gestorben. Daher verstand ich es auch nicht, dass sie hier wieder vor mir auftauchte und eigentlich hätten alle meine Alarmglocken mehr als nur laut läuten müssen. Doch wie schon so oft in letzter Zeit, schaltete sich mein Verstand aus.
„Aber... aber warst du nicht auch im...“ ich stockte kurz, als ich an den wunderschönen ruhigen und friedlichen Ort dachte, an dem ich damals gewesen war, nachdem ich gestorben war, ehe ich meinen Satz beendete, „...Im Himmel?“ Wenn jemand je in den Himmel kommen würde, dann war es doch Willow. Zumindest hatte ich das geglaubt. Oder Xander. Beide waren immer an meiner Seite gewesen.
Auf Spikes Frage, ob wir die Schlacht gewonnen hatten, konnte ich keine Antwort geben. Ich wusste nicht, ob der Höllenschlund nur kurz pausierte um uns dann mit aller ihm zur Verfügung stehenden Macht zu verschlingen, oder ob wir tatsächlich schon gesiegt hatten. „Wer sonst...Oder kennst du eine Hexe außer ihr, die genügend Macht besitzt, einen solchen Zauber durch zu führen?Und seit wann braucht Lex für irgendetwas was sie tut einen Grund?“ fragte ich an Spike gewandt und lächelte kurz, ehe dieses Lächeln auf meinen Lippen förmlich einfror, als Will sich plötzlich von mir los machte. „Was ist denn nur los mit dir?“ wollte ich sichtlich verunsichert wissen und sah sie fragend und verwundert an. Diese Ungeduld auf ihren Zügen, dass war so gar nicht die Will die ich kannte.
Angespannt, sah ich zu ihr rüber, wie sie da direkt ab Abgrund stand, als würde sie jeden Moment wieder in die Tiefen der Hölle zurück gezogen werden. „Das ist es in der Tat. Alles was wir wussten, war das du gestorben bist. Dann bist du auf einmal wieder da... während einer Apokalypse. Ist es nicht nur natürlich, dass wir uns da wundern?“ Langsam aber sicher, bekam ich das fade Gefühl, dass Spike und ich doch einer Täuschung aufgesessen waren. Das Urböse war besiegt? Konnte diese Macht überhaupt jemals besiegt werden? Sicher war ich mir da nicht. Eine Kraft, die älter war, als die Erde und das Universum selber... aber vielleicht hatten wir es ja geschafft, uns eine etwas längere Ruhepause zu erkämpfen, ehe es sich erneut zurück meldete. Und wenn es soweit war, war ich vielleicht nicht mehr da. Hoffentlich eines natürlichen Todes gestorben. Ja, manchmal gestattete ich mir solche unrealistischen Träume und das war so ein kurzer Moment. Aber die Realität hatte mich innerhalb von Sekunden wieder eingeholt.
„Siehst du, ich habs dir doch gesagt... es war Lex!“ meinte ich mit einem Seitenblick zu Spike, ehe ich Willow wieder ansah, die inzwischen wieder direkt vor mir stand und ihre Hand an meine Wange gelegt hatte. War sie gerade noch beinahe die Will gewesen, die ich gekannt hatte, legten sich ihre Hände jetzt an meine Schultern und im nächsten Augenblick bekam ich einen Freiflug an die nächste Höhlenwand. Fassungslos richtete ich mich wieder auf und starrte die Hexe, die scheinbar doch nicht die war, für die ich sie gehalten hatte. Noch immer perplex, vernahm ich ihre Worte, die sie, oder sollte ich Es sagen, an Spike richten. Er starb bald und er wusste es? Nein... das konnte nicht sein. Erschrocken ging mein Blick zu dem Vampir hinüber. „Was soll das heißen Spike? Was meint sie damit, dass du weißt, dass du bald sterben wirst?“ Was hatte mir der platinblonde Vampir vorenthalten?
Aber schon hatte das Ding, dass sich als Willow ausgab, meine Aufmerksamkeit wieder auf sich gelenkt. Auf ihren Lippen lag ein Lächeln, dass einem das Blut in den Adern gefrieren ließ und ihre Worte ergaben absolut keinen Sinn. „Was? Ich....WILL!!!!“ Aber ehe ich noch weitere Informationen aus ihr heraus bekommen konnte, war sie auch schon verschwunden. „Lex... Wir müssen zu Lex Spike!“ war das Erste, was ich klar formulieren konnte, nachdem sich mein Herzschlag, der zwischenzeitlich ziemlich in die Höhe geschossen war, sich wieder normalisiert hatte und lief schnell zu dem Vampir rüber,ehe mir die weiteren Worte des Urbösen wieder in den Sinn kamen. „Was hat sie damit gemeint Spike?“ Ich wusste nicht mehr wirklich, was ich sagen oder denken sollte und war für den Moment einfach nur verwirrt.

@Spike



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#45

RE: Höllenschlund auf dem Friedhof

in Dome is fallin/At least we must fight 15.05.2016 09:29
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Buffys Fragen waren durchaus logisch. Ich hätte wohl ähnliche gestellt, denn das alles wirkte so surreal. Mein Blick ging einfach stetig zwischen den beiden Frauen hin und her und meine Ohren lauschten den Worten. Als Buffy die eine Frage stellte, ob Willow im Himmel gewesen war, lief mir kurz ein Schauer über den Rücken, so dass ich mich kaum merklich schüttelte. Buffy hatte mir damals erzählt, dass sie im Himmel gewesen war. Obwohl sie sie mich nicht geliebt hatte, war ich ihr erster Vertrauter in dieser Sache gewesen. Das hatte mich damals schon erstaunt. °Ich glaube ich war im Himmel. Ich wurde da raus gerissen, von meinen Freunden.° hallte es in meinem Kopf wieder, aber mein Gesicht blieb recht emotionslos bei dem Gedanken, denn ich versuchte mich weiter auf Willow zu konzentrieren, die nun nach vorne an den Abhang ging. Auch ich wurde langsam stutzig, denn einiges passte hier nicht zusammen. Meine Stirn legte sich in nachdenkliche Falten, als Willow zu uns herumwirbelte. "Lasst uns mal realistisch sein ja? Wenn Lex das getan hat, wieso ist Willows Gehirn dann nicht Matsch?" wollte ich einwerfen, doch das hielt Willow nicht von ihrer Erzählung über die Hölle ab. "War dann doch deine kurze Weltzerstörungsaktion schuld, was?" schlussfolgerte ich, denn es war nie sicher, dass man in den Himmel kam. Auch ich würde in der Hölle schmoren. Und wenn ich großes Glück hatte, dann würde ich Darla wieder sehen. Aber so wirklich wollte ich noch nicht daran denken. Die Angst vor meinem endgültigem Abgang verdrängte die Gedanken an das was danach wohl passieren würde. Die Hölle aber war mir sicher... Ich hatte zu viel Schreckliches getan, als dass ich Vergebung erwarten könnte. Erst als Willow wieder auf Buffy zu ging spannte sich mein ganzer Körper an. Irgendetwas stimmte hier nicht...ganz und gar nicht. Das konnte ich spüren. Trotzdem lies ich Will erneut an Buffy heran treten, sah dabei zu, wie sie ihre Hand an die Wange der Jägerin legte um im nächsten Moment nicht von meinem Gespür enttäuscht zu werden. Es ging alles so schnell, dass ich keine wirkliche Zeit hatte zu reagieren, als Willow Buffy schon mit einer ruckartigen Bewegung an die Höhlenwand befördert hatte. Es war ein feinseeliges Knurren, dass ich nun für die Mogelpackung überig hatte. Ihre Drohung jedoch hatte eine kleine unbewusste Wirkung auf mich und solange sie nicht wieder näher an Buffy heran trat hielt ich die Füße still. Mein Blick war starr und ebenso mein Körper, als sie mein Geheimnis so mir nichts dir nichts lüftete. Dieses Miststück! Aber ich sagte nichts dazu, blieb einfach stumm und zugegeben ein wenig erschrocken stehen. Wie sehr man sich doch täuschen konnte. Mein Mund stand noch immer leicht offen, als sie sich an Buffy wandte. Wiebitte Was? Was erzählte sie da? War es das, woran ich dachte? Nein, das war unmöglich. Bis sie den Abflug machte, blieb ich an Ort und Stelle. Mein Blick ging starrend zu Boden, während mein Augenpaar schnell hin und her huschte. Ich dachte nach. Erstens darüber, was sie zu Buffy gesagt hatte und zweitens darüber, was Buffy jetzt sagen sollte. "Lex ja..." sagte ich dann noch immer ein wenig abwesend wirkend. Würde sie meiner besten Freundin etwas antun, ich würde es höchstpersönlich vernichten. Aber im Moment waren da so viele Sachen in meinem Kopf. Erst als mich Buffy noch einmal direkt fragte, ob ich ihr etwas verheimlicht hatte, wurde ich wieder klarer und richtete meinen Blick auf sie. "Tzzz... du kennst das Urböse. Es erzählt oft nur Stuss." sagte ich schulterzuckend, aber nicht wirklich überzeugend und kramte eine Zigarette hervor die ich sogleich anzündete. "Wichtiger ist, was sie meinte, als sie dir etwas von Segen erzählt hat." Noch blieb ich vollkommen gefasst, aber mich beschlich ein kleiner Verdacht. "Meinst du...." Ich beendete den Satz nicht, sondern machte noch einen Schritt auf sie zu und deutete auf ihren Bauch. "Nein..." Ich schüttelte heftig den Kopf und machte einen weiteren Zug von meiner Zigarette. "Wir sollten Lex suchen..." lenkte ich schnell wieder vom Thema ab und griff nach ihrer Hand um sie hinter mir wieder in den Gang zu ziehen.

@Buffy Anne Summers


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