#31

RE: Devons Haus am Stadtrand (Badezimmer)

in Dome is fallin/At least we must fight 26.10.2016 21:39
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Meine Zigarette war viel zu schnell nieder gebrannt, als Lex mich darauf ansprach, dass sie wusste, was mit mir los sei. Das alles hatte ich nicht gewollt. Konnte man nicht mal in Ruhe abtreten? War das heutzutage zu viel verlangt? Sogar dabei schien das Böse wieder die Oberhand zu gewinnen. Und das passte mir sowas von gar nicht. Lex Frage, die nochmal nachhaken sollte, ob Des wirklich schläft, ignorierte ich komplett. Ich wollte darauf und somit auf meine Lüge, wirklich nicht näher eingehen. Ja, sie schlief wirklich, oder so etwas. Aber zum Glück hatte ich schnell etwas, womit ich ablenken konnte. Sie schien nämlich ebenso wenig reden zu wollen, wie ich. "Wenn Jack dir ein Haar gekrümmt hat, dann sollte ich das wissen, findest du nicht?". Mein Ton war verstimmt. Ja, auch wenn ich gerade an so vielen Dingen zu knabbern hatte und auch nicht mehr wirklich auf der Höhe war, wollte ich es wissen. Vielleicht wäre das ja mein letztes Geschenk an die Menschheit und ich konnte dieses Hexer bis auf den letzten Tropfen aussaugen. Ich brauchte nur noch den driftigen Grund dazu um völlig durch zu drehen. "Lex...." kam es noch einmal mahnend von mir. Doch Lex wusste genau, warum sie mir nicht mehr sagte. Jedenfalls nicht, ob er ihr körperlich etwas angetan hatte. "Smalltalk?".Ich musste es einfach noch einmal wiederholen, weil es sich so surreal anhörte, wie sie es sagte. "Wenn du dich ihm allein gestellt hast...und du hast überlebt..." Jetzt wurde mein Ton plötzlich leiser. Ich dachte darüber nach, was dieser Mensch schon alles getan hatte. Und er hatte es doch eindeutig auf Lex abgesehen. "Hat er sie? Hat er sie dir genommen?".

"Wenn ich jemanden brauche, der mir sagt, was ich tun soll, dann kann ich auch wieder rein gehen." Kam es dann grimmig von mir, als sie sagte, ich solle in ihrer Nähe bleiben. Womöglich wäre das wirklich das Klügste, aber in mir stieg langsam aber sicher der Hunger ins Unermessliche an. Das machte mich noch grantiger, als ich ohnehin schon meistens war. Auf der einen Seite wollte ich, dass sie mir half. Irgendjemand. Ich brauchte jemanden, der keine Angst davor hatte, wenn ich durchdrehte. Aber auf der anderen Seite wollte ich lieber allein sein, das mit mir selbst ausmachen und vor allem niemanden verletzten, der mir etwas bedeutete. Als sie nach meinem Ärmel griff, zuckte ich kurz zurück und sah sie böse an. Aber sie hatte ihn schnell hoch geschoben und wich dann leicht zurück, während sie die Hände vor ihren Mund schlug. "Ungefähr so...reagiert jeder..." gab ich trocken von mir und schob den Ärmel wieder runter. "Es tut nicht mal weh." log ich unverfroren meine beste Freundin an. Dabei spürte ich, dass der Schmerz sich weiter ausbreitete.
Dann erzählte sie, was sie gesehen hatte. Aber ich glaubte nach der Aktion im Höllenschlund natürlich nicht mehr daran. "Das war nicht Willow." meinte ich knapp und ernst. Woher sollte ich auch wissen, was dort wirklich vorgefallen war?

Um so mehr schmerzte es, als sie auch noch an mir zog. Doch meine Miene war eingefroren und verriet nichts über diese wirklich ungünstige Geste. Ein paar Schritte weit bekam sie mich, dann zog ich meinen Arm ruckartig von ihr. Doch ich sagte vorerst nichts. Stattdessen drehte ich mich in Richtung des Hauses und sah es an. Man merkte, wie hin und her gerissen ich war. Sollte ich mich jetzt einfach verdrücken? Jetzt, wo Buffy mich am meisten brauchte? Sie war da oben im Badezimmer und wartete darauf, dass ich wieder kam. Aber ich konnte Lex doch nicht erzählen, was da wirklich los war. "Nein." sagte ich bestimmt und verschränkte wieder die Arme vor der Brust. "Wo willst du überhaupt hin?". Wenn sie mir ehrlich antworten würde, konnte ich ihr diesen Plan vielleicht mies reden. "Lex...ich habe nicht mehr viel Zeit...glaube ich...und sie ist dort.". Lex würde wissen, wen ich meinte. Noch immer konnte ich mein bockig wirkendes Verhalten nicht ablegen. Sollte ich hier bleiben und Buffy und das Kind in Gefahr bringen, oder sollte ich gehen und sie kurz vor meinem Tod nochmal enttäuschen?
Vielleicht war es besser so... Vielleicht würde sie dann besser über meinen wahren Tod hinweg kommen.

Doch weiter reden konnte ich nicht, da beugte ich mich ohne Vorwarnung nach vorn. Es war, als sei mir schlecht. Das kannte ich als Vampir natürlich nicht. Aber es schien, als würde mein Körper gegen mich ankämpfen wollen. Irgendetwas war es...Irgendetwas lies mich...Der Hunger! Ein leises Knurren entwich mir, während mein Blick am Boden heftete. "Ich brauche jetzt Blut..." kam es grollend aus den Tiefen meiner Kehle und dann richtete ich mich wieder auf. Meine Fänge hatte ich nicht mehr unter Kontrolle. Sie hatten sich ausgefahren. Nein...ich konnte und wollte nicht mehr warten. Es dauerte nur einen Sekundenbruchteil, ehe ich bei Lex stand und schon fast meine Fänge in ihren Hals trieb.
Da konnte ich nur beten, dass sie mich rechtzeitig stoppte.

@Alexis Lacroix


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#32

RE: Devons Haus am Stadtrand (Badezimmer)

in Dome is fallin/At least we must fight 28.10.2016 00:36
von Alexis Lacroix | 4.797 Beiträge | 6865 Punkte

„Jack mir was getan?“ ich lachte kurz und bitter auf, wobei ich meinen Kopf schüttelte. „Das glaubst du doch wohl selber nicht oder? Er hat nur versucht mir mit ein paar Special Effects Angst einzujagen. Ein paar tote Jägerinnen die wieder aufgestanden sind uns so Sachen. Aber nein. Er hat mir nichts getan.“ versuchte ich den Vampir zu beruhigen, dem es gerade allem Anschein nach, alles andere als gut ging, auch wenn er sich die größte Mühe gab, das hier vor mir und sicherlich auch vor allen anderen, nicht zu zeigen.
Aber durch Jacks kleine arrogante Ansprache wusste ich bestens Bescheid. Scheinbar besser als Spike lieb war, wenn ich die Gestik und Mimik meines besten Freundes gerade richtig deutete. „Mach kein Fass auf Spike. Außer es ist genug Bier oder Whiskey für uns beide darin, damit wir uns so sehr betrinken können, um den ganzen Mist hier wenigstens für eine kurze Zeit zu vergessen.“
Als ich seine erneute Nachfrage, oder besser gesagt, meinen Namen in seinem typisch mahnendem Ton vernahm, den er immer hatte, wenn er glaubte ich verschwieg ihm etwas, drehte ich meinen Kopf seufzend in seine Richtung. „Was denn? Ich hab dir alles Wichtige gesagt, was du wissen musst. Er hat mir nichts getan. Lediglich versucht mich einzuschüchtern. Du weißt doch, ich bin nicht so schnell tot zu kriegen.“ ich versuchte mich an einem Lächeln, dass mir aber auf den Lippen gefror, als wir über Willow sprachen, oder meinte er meine Hexenkräfte? Ich konnte es nicht genau sagen. Aber beides hing bei mir zusammen. Denn meine Magie war fest mit der von Willow verwurzelt. Es war ihre Magie, die in mir weiter lebte. „Nein. Dazu hat er nicht die Macht.“ wieder versuchte ich Spike zu beruhigen. „Er hat sie vielleicht etwas angezapft, aber mehr auch nicht. Ich bin stärker als er. Auch wenn er das nicht gerne hört.“ jetzt konnte ich kurzfristig wieder grinsen. Denn ja, Jack hatte den Rückzug antreten müssen. Sein ach so gut durchdachter Plan war gescheitert und wahrscheinlich hatte er eine der herbsten Niederlagen seines Lebens kassiert.
„Fein! Dann tu das doch! Warum sitzt du noch hier draußen?“ kurz war auch ich gereizt. Ich versuchte ihm zu helfen, aber er hätte mir von sich aus nicht einmal gesagt, was mit ihm los war. Hatte er einen Vorwurf aus meinem Mund gehört? Einen einzigen? Nein, ich war wahrscheinlich die Einzige, die das ganze so hinnahm, wie es gerade war, ohne ihn auf etwas festzunageln und ihm einfach nur um Seinetwillen helfen wollte. „Jetzt lass dir helfen du sturer Bock. Ich schulde dir noch einmal Leben retten, damit wir wieder quitt sind.“ fügte ich in einem etwas versöhnlicheren Tonfall hinzu. Seine Arme sahen gelinde gesagt scheiße aus. Die dunklen Adern, die sich seinen Arm entlang nach oben schlängelten, ließen sogar mir das Blut in den Adern gefrieren. Trotz allem, was ich heute Nacht erlebt und gesehen hatte. „Siehst du scheiße aus...!“ war mein ziemlich erschrockener Kommentar, bevor ich mir die Hände vor den Mund geschlagen hatte. Nach außen hin, ließ Spike sich nicht anmerken, wie es ihm ging. Typisch er. Nun, wir waren wohl beide nicht unbedingt dafür bekannt, eine breite Palette von Emotionen in die Welt hinaus zu tragen. Die behielten wir meistens für uns, oder sparten sie uns für die Leute auf, die uns wirklich etwas bedeuteten.
„Sie war es!“ beharrte ich fest auf meiner Meinung. Natürlich war mir bewusst, dass wir alle vom Urbösen getäuscht worden waren. Aber ich war mir sicher. Ich hatte es gespürt. Ihre Wärme und Güte, das konnte keine noch so böse Macht vortäuschen. Trotzdem sparte ich es mir, näher darauf einzugehen. Zum einen, war ich mir nicht sicher, ob mich meine Gefühle nicht dann heute schon zum zweiten Mal überwältigen würden, und zum anderen hatte ich keine Lust jetzt und hier mit Spike zu streiten. In seinem Zustand konnte das leicht nach hinten los gehen. Gut das ich inzwischen sogar hin und wieder mal merkte, wann es einfach besser war, die Klappe zu halten.
Wo ich hin wollte? Gute Frage. Wirklich eine sehr gute Frage, denn darüber hatte ich mir natürlich noch keine Gedanken gemacht. Aber war es überhaupt wichtig? Wichtig war doch in erster Linie, dass ich bei ihm war und darauf achtete, dass er in seinem Zustand nichts anstellte. „Erst mal weg von hier.“ schlug ich leicht planlos vor und folgte seinem Blick, der in Richtung Haus ging. „Wir werden Buffy von unterwegs Bescheid geben.“ noch einmal zog ich leicht an seinem Arm, in der Hoffnung, er würde mir endlich folgen. Aber natürlich tat er das nicht. Das wäre ja auch zu einfach gewesen und leichte unkomplizierte Abläufe schienen für die heutige Nacht ausverkauft zu sein. So wie er hier mit verschränkten Armen vor mir stand, wirkte der Vampir wie ein zu groß geratenes bockendes Kind und ich seufzte. „Das ist mir durchaus bewusst. Aber du kannst Buffy jetzt nicht helfen und sie dir auch nicht.“ Die beiden würden es sich nur gegenseitig schwer machen. „Komm schon Spike. Du sagst selber, das du nicht mehr Zeit hast. Was willst du? Das Buffy dir beim Sterben zusieht?“ mein Blick war ernst geworden und jetzt hielt auch ich meine Arme vor der Brust verschränkt, nachdem ich noch einen letzten tiefen Zug von meiner Zigarette genommen hatte, ehe diese auf den Boden fiel, wo ich sie austrat und dann mit der Schuhspitze in den nächsten Gullydeckel beförderte.
„SPIKE!“ erschrocken machte ich zwei schnelle Schritte nach vorn, meine Hand auf seine Schulter gelegt, als der Vampir anfing, sich zu krümmen. Was war jetzt wieder los? Das dieses Handeln ein großer Fehler war, wurde mir wenige Augenblicke bei seinen Worten bewusst und ich wich zurück. „Du musst dich noch etwas gedulden Großer!“ ich versuchte ruhig zu bleiben, auch wenn seine Fänge, die sich inzwischen ausgefahren hatten, nicht unbedingt dazu beitrugen, dass es leicht fiel ruhig zu bleiben. Erst recht nicht, als er direkt vor mir zum Stehen kam und ich diese beinahe schon unter meiner Haut spüren konnte. „Hör auf Spike!“ ich schubste ihn von mir weg und griff nach dem Pflock, den ich bei mir hatte. Ich wusste, das es nicht er war. Das war nicht mein bester Freund, der hier gerade versuchte, mich zu beißen. Aber wenn es drauf ankommen sollte, würde ich ihn zumindest so stark verletzten, dass er mir nicht mehr gefährlich werden konnte. Ob er das in seinem verwirrten und agressiven Zustand aber auch realisierte, das war eine andere Frage. Aber ich hoffte es für ihn. Denn ansonsten konnte es äußerst schmerzhaft für ihn werden.

@Spike


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#33

RE: Devons Haus am Stadtrand (Badezimmer)

in Dome is fallin/At least we must fight 29.10.2016 13:16
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

So richtig überzeugend hörte Lex sich noch immer nicht für mich an, aber ich beließ es einfach dabei. Ich war es leid, jedem alles aus der Nase ziehen zu müssen und vielleicht konnte ich ihn ja noch mit in die Hölle ziehen, wenn ich starb. Dafür musste ich ihn nur finden...Keine einfache Aufgabe und Lex würde es sicher nicht zu lassen. Oder vielleicht...
Den Gedanken behielt ich bei, als plötzlich der Name meiner Lieblingsgetränke in meine Ohren drang. "Das ist wohl der beste Vorschlag, den ich heute gehört habe." kam es trocken von mir und ich griff in die Innentasche meines Ledermantels. Dort war mein Flachmann verstaut, doch als ich ihn heraus holte und mit Vorfreude an meine Lippen führte, kam lediglich noch ein Tropfen heraus. "Fuck, ich wusste, dass ich was vergessen habe." Demonstrativ drehte ich ihn mit der Öffnung gen Boden, so dass ersichtlich war, dass kein Tropfen mehr übrig war.
"Ich wette wir finden in den geplünderten Geschäften noch was. Das, was keiner trinkt." Diese Idee hatte mir wieder einen kleinen Aufschwung verschafft. Gut, dass Lex ebenso gern trank wie ich, nur eben nicht so oft. Meine Leber leidete nicht mehr darunter, ihre hingegen schon. Auch das Thema Willow wurde nur noch kurz behandelt. Sie erklärte nicht viel dazu, aber sie klang überzeugend. Erst dann lies ich die Schultern etwas sinken und nahm es so an. "Hast du dich endlich verabschiedet, ja?" Diese Frage war direkt und würde wohl ins Schwarze treffen, denn ich wusste darum,dass Lex lange an dem Tod der Hexe zu knabbern hatte. Im letzten Jahr hatte ich viel mehr über Lex erfahren. Destiny war es, die Schuld daran war, dass wir näher zusammen gerückt waren. Und wäre es nicht so gewesen, wer weiß, ob wir beide dann noch "leben" würden. Meine Aussage klang aber nicht nur interessiert, sondern auch ein wenig vorwurfsvoll. Immerhin wusste Destiny nichts davon und ich wollte eigentlich nur, dass Lex ihr nicht mehr weh tat. Wobei Destiny sich selbst nicht gerade mit Ruhm bekleckert hatte, als sie uns einfach im Stich lies. Ich wollte einfach nur wissen, woran Des bei Lex jetzt war.

Ich hatte kaum auf Lex´ Versuche reagiert, mich von Ort und Stelle zu bekommen und stattdessen hatte ich sie angegriffen. Nicht ich...Es, das Zeug, das mich so beeinflusste. Und wieder einmal musste ich mich fragen, ob es wirklich so einfach war, mich in besitz zu nehmen. Seit dem ich die Seiten gewechselt hatte, passierte das schon des Öfteren. Und allmählich hatte ich die Schnauze gestrichen voll davon! Ich wollte den Rest meines Lebens nicht mehr nach einer anderen Pfeiffe tanzen als meiner eigenen. Und in diesem Moment wurde mir klar, dass ich die Dunkelheit, die ich in mir trug nur auf etwas anderes projezieren musste.

Lex schubste mich zurück und das war verdammt gut so! Denn sonst hätte ich keine Gnade gehabt. Selbst jetzt, als ich wieder ein paar Meter entfernt stand, konnte ich ihren Puls hören und könnte schwören, ihr Blut zu riechen. Ich war nicht so erschrocken wie sie. Schließlich hatte ich es kommen sehen. Aber mir eingestehen, dass ich sie hätte warnen müssen, das wollte ich auch nicht. Es dauerte einen Moment und ich wendete mich von ihr ab, als ich mich beruhigte. Der Schmerz hatte wieder die Überhand genommen. Es sollte wohl so wirken, dass ich denke, das Blut würde ihn beenden. Doch ich war mir sicher, dass das nur eine innere Lüge war. Ich konnte es fühlen. Der Virus brauchte das Blut um zu wachsen, nicht ich.

Ich drehte mich ruckartig zu Lex um, als ich soweit wieder down war und sah sie an, als wäre mir ein Licht aufgegangen. "Ich weiß, was wir jetzt machen." Ich war mir sicher. Das wünschte ich mir. "Du schuldest mir was...das hast du gesagt." Und schon bei diesen Worten entfernte ich mich vom Haus und ging in Richtung der Villenviertel. "Komm schon... dem reissen wir noch ein letztes Mal den Arsch auf." Jack... Ich wollte ihn tot sehen. Sicher hatte er was damit zu tun. Und was hatte ich schon zu verlieren? Zusammen könnten wir es schaffen. "Du sagtest doch, du bist stärker als er.". Ein paar Meter weiter blieb ich noch einmal stehen und sah zurück zu Lex. "Soll ich damit sterben, dass ich weiß, du könnest immer noch drauf gehen, weil dieses Arschloch nicht weiß, wann Schluss ist?".

@Alexis Lacroix


zuletzt bearbeitet 29.10.2016 13:17 | nach oben springen

#34

RE: Devons Haus am Stadtrand (Badezimmer)

in Dome is fallin/At least we must fight 29.10.2016 23:34
von Alexis Lacroix | 4.797 Beiträge | 6865 Punkte

Bei Spikes Worten brachte ich sogar ein breites Grinsen zu Stande, obwohl mir eigentlich nicht danach zu Mute war. „Kannst du nicht einmal etwas richtig machen?“ kam auch sogleich mein missmutiger Kommentar, als er mir kurz darauf demonstrierte, dass in seinem Flachmann, der normaler Weise immer gut gefüllt war, nichts mehr drin war, außer Luft... Mann, dabei hätte ich selber einen Schluck jetzt auch mehr als gut vertragen können. Der ganze Stress, der Kampf gegen die Dämonen, der Streit mit Destiny und dann auch noch die Konfrontation mit Mr. Ich bin der beste Magier der Welt Jack und das unverhoffte Treffen mit Willow... das alles war auch für mich mehr als nur viel geworden. Das ich noch gerade aus denken konnte, grenzte an ein Wundern, denn genauso gut könnte ich gerade irre und laut lachend im Kreis rennen und die Hände in den Himmel werfen.
„Du weißt aber schon, dass das Diebstahl wäre?“ ließ ich einen leisen Zweifel anklingen, als Spike vorschlug, sich einfach etwas aus einem der Läden in der Innenstadt zu organisieren. Wow, seit wann machte ich mir darüber Gedanken? Noch ein Hinweis darauf, dass ich dringend etwas trinken sollte, was ein paar Umdrehungen mehr hatte, als Leitungswasser. Und außerdem... hatte er gerade indirekt zugestimmt, von dem Haus, in dem Buffy und der Rest von unserem versprengten Trüppchen war, weg zu gehen? „Na dann auf auf. Komm schon und keine Müdigkeit vortäuschen. Schlapp gemacht wird erst, wenn ich es sage.“ ich rappelte mich vom Bordstein auf und nickte. Als er dann noch mal Willow ansprach, senkte ich traurig meinen Blick, nickte dann aber. „Ich denke ja...“ dann hob ich den Blick wieder und lächelte kurz in Spikes Richtung. Es war kaum zu glauben, dass der Tod der Hexe schon so lange zurück lag und ich sie wohl heute Nacht erst wirklich hatte gehen lassen können. „Mach dir keine Sorgen. Ich weiß wo mein Platz ist.“ schob ich noch hinter her. Hoffentlich konnten wir das Thema ab jetzt, zumindest für den Moment ad acta legen, denn ich wusste nicht, ob ich die Kraft dafür hatte, meinem besten Freund jetzt haarklein und detailliert davon zu berichten, was genau sich auf dem Friedhof zugetragen hatte, zumal ich mir fast sicher war, dass er direkt wieder eine weitere Finte des Urbösen dahinter vermuten würde. Und ihm das jetzt auch noch auszureden? Nein. Meine Prioritäten lagen anders. Ich wollte einen Weg finden, ihm sein Leben zu retten, ohne das er es direkt merkte und sich gegen jeglichen Hilfeversuch zu sträuben begann. Woher ich wusste, dass er das tun würde? Nun, hier war der Vampir ähnlich gestrickt wie ich. Wir waren Einzelkämpfer, die sich nur dann zusammen taten, wenn es keinen anderen Ausweg mehr gab. Aber ich war mir sicher, dass wir irgendwann noch mal gemeinsam in einer Gefängniszelle enden würden und uns gegenseitig dafür auf die Schulter klopfen würden, was für eine geile Aktion das doch gewesen war, auch wenn man uns am Ende hoch genommen hatte.

Seinen Angriff hatte ich so direkt nicht kommen sehen. Ja, Spike war gereizt gewesen, doch ich hätte seine Stimmung jetzt nicht als so explosiv eingestuft. Ich wurde eines Besseren belehrt und reagierte darauf. Ja, er war mein bester Freund, doch wenn es darum ging, dass er seine Fänge in meinen Hals rammen wollte, war mir mein eigener Arsch dann doch näher als seine Unsterblichkeit. Da fackelte ich nicht und Spike wusste das. Vielleicht war das auch der Grund, weshalb er gerade eher meine Nähe suchte, als die von Buffy.
Er wandte sich von mir ab und ich ließ ihm die Zeit, die er brauchte, um sich wieder runter zu fahren. Zumindest hoffte ich, dass er es schaffte, denn ansonsten hatte ich hier ziemlich bald die Gelegenheit mich bei allen Freunden und Bekannten und als Sahnehäubchen noch bei meiner Frau, unbeliebt zu machen, in dem ich Spike im schlimmsten Fall zu einem Häufchen Staub verarbeitete. Als er sich wieder in meine Richtung umdrehte, sah ich ihn angespannt an und suchte zunächst einmal nach Anzeichen dafür, ob er noch einmal versuchen würde, mich anzufallen, oder ob meine warnenden Worte, bei ihm angekommen waren. „Bitte was?“ etwas ungläubig sah ich den platinblonden Vampir an, als dieser verlauten ließ, dass er jetzt wusste, was wir machen würde. „Ja.. ich erinnere mich...“ wie kam er denn jetzt darauf... und vor allem, was zur Hölle hatte er vor? Den Kopf schief gelegt, musterte ich ihn. So langsam aber sicher kam ich an den Punkt, an dem ich ihm einen gewissen Grad an Wahnsinn zusprach. Doch ich folgte ihm und wartete ab, wohin er wollte. Als wir in einen eindeutig vornehmeren Teil von Cleveland kamen, sah ich ihn umso verwunderter an und Fusel hatten wir unterwegs auch noch keinen besorgt. Schiebung. Und zwar von der gemeinsten Sorte. „Den Arsch auf reißen? Wem denn?“ jetzt wurde ich neugierig. Dass er zu Jack wollte, ahnte ich nicht im Geringste. Schließlich war der Hexer damals zu mir gekommen und nicht umgekehrt. Aber ja, diese Gegend passte zu diesem arroganten Arschloch.
„Stärker als wer?“ kam meine nächste Gegenfrage, ehe es auch in meinem heute deutlich langsam arbeitenden Gehirn klick machte. „Du willst zu Jack!“ fiel es mir jetzt wie Schuppen von den Augen und ich sog die Luft scharf zwischen den Zähnen durch. War das wirklich eine so gute Idee? Klar, ich war am Ende stärker. Aber ich hatte auch gesehen, was er auf dem Friedhof mit den toten Körpern der jungen Anwärterinnen gemacht hatte. Er beherrschte Nekromantie, etwas an das ich mich aus Respekt vor den Toten niemals heran gewagt hatte und womit ich auch nicht experimentieren wollte. Also hatte ich keine wirkliche Lust dazu, dass Spike mich ungewollt dazu zwang. Immerhin war er untot und somit ein leichtes Opfer für Jacks magische Fähigkeiten. Und zu allem Überfluss wusste Jack um die Freundschaft, die mich mit Spike verband. „Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist, wenn du dort hin gehst...“ während ich meine Zweifel aussprach, hatten sich meine Schritte verlangsamt und ich griff nach Spikes Schulter, um auch ihn dazu zu bringen, stehen zu bleiben und für einen Moment inne zu halten. „Hör zu Champion! Ja, ich schulde dir etwas. Aber Jack praktiziert eine ganze Menge Magie, die für dich potentiell mehr als nur gefährlich ist. Er kann die Toten kontrollieren. Nekromantie. Na, machts klick bei dir? Ich hab keine Lust, dich killen zu müssen, weil er sich einen Spaß daraus macht, dich auf mich zu hetzten.“ ich zog erneut zwei Zigaretten aus der Schachtel und zündete sie an. Meine Motivation? Ich wollte etwas Zeit schinden, um mir eine Art Notfallplan zurecht zu legen. „Und außerdem... ich werd nicht drauf gehen. Erst wenn ich mindestens 100 Jahre alt bin und zufrieden einschlafe. Also mach dir mal deswegen keine Gedanken.“ Würden ihn meine Worte davon abhalten, seinen Weg zu dem Hexer fortzusetzten? Wahrscheinlich nicht und wie ich ihn kannte, hatte er auch bereits 100 und mehr Argumente, weshalb ich mit kommen musste. Also lenkte ich langsam ein, bevor er wieder die Beherrschung verlor. „Sag mir wenigstens, was du genau vor hast ok?“ bat ich den Vampir und zog an meiner Zigarette, während ich ihm die andere hin hielt.

@Spike


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#35

RE: Devons Haus am Stadtrand (Badezimmer)

in Dome is fallin/At least we must fight 30.10.2016 07:49
von Spike | 1.033 Beiträge | 1822 Punkte

Wir waren schon ein ganzes Stück in Richtung Villenviertel untwegs, als Lex dann realisierte, was ich wirklich vor hatte. Dass sie mich so aufhalten wollte, konnte ich nicht ahnen. Ich wusste nicht, was Jack wirklich konnte. Schließlich hatte ich noch nicht wirklich mit ihm zu tun gehabt. Aber ich wusste, wo er war. Wieso? Sicher nicht, weil ich logisch schlussfolgern konnte. Nein. Es war viel primitiver. Ich hatte ihn an Lex gerochen und war diesem Geruch gefolgt. Er hatte sie angefasst. Mit diesem Wissen hielt ich aber hinter dem Berg. Meine Nase war entgegen anderer Vampire, noch einen Tick besser ausgeprägt, weil ich mich in den über hundert Jahren, die ich schon auf der Erde weilte, eher darauf verlassen hatte, als auf meinen Verstand. Hier kam es mir zu gute. Wieder einmal. "Gut erkannt Sherlock." gab ich sarkastisch zurück, als sie die richtige Schlussfolgerung zog.

Ich lies es zu, dass sie mich aufhielt, indem sie ihre Hand auf meiner Schulter ablegte und einen leichten Druck darauf ausübte. Der Scherz, den ich dadurch spürte, war stechend, als hätte sie messerscharfe Fingernägel, die sich in mein Fleisch gruben, wie in Butter. Aber wieder einmal lies ich sie nicht daran teilhaben, wie es wirklich war. Der Schreck über den plötzlichen Schmerz trat schon kaum noch ein, da ich inzwischen dauerhaft mit ihm zu kämpfen hatte. Man stumpfte ab, gewöhnte sich daran und konnte dann besser verdrängen. So einfach war das. Ich drehte mich nur halb zu ihr. Lediglich mein Kopf war direkt zu ihr gewandt und ich hörte scheinbar aufmerksam zu, was sie sagte. Doch ich hatte, wie fast immer, etwas entgegen zu setzen. "Jetzt hörst du mir zu. Ich werde in meinen letzten Stunden nicht irgendwo rum sitzen, Däumchen drehen und mir dabei zu sehen, wie ich langsam aber sicher dahin sieche. Ich kämpfe...das habe ich immer getan.". Ich machte eine kurze Pause um ungefragt in ihre Tasche zu langen und mir eine Zigarette zu stiebitzen. "Ich lasse mich nicht mehr manipulieren und herum schubsen! Er ist schuld daran... Ich weiß es. Er hat mir das angetan! Er hat mich schon manipuliert. Ich lasse ihn nicht gewinnen.. Du warst doch eben dabei oder leidest du schon an Altzheimer? Es ist schon zu spät!" Mein Ton wurde unaufhörlich lauter in meinen Worten, aber dann, machte ich wieder eine Pause. Dieses Mal, zündete ich mir die Zigarette an, nach dem ich eben noch damit wild vor Lex Gesicht herum gewfuchtelt hatte.

Plötzlich runzelte ich die Stirn. Irgendetwas sagte mir, dass er nicht mehr hier war. Zwar konnte ich seinen geruch wahr nehmen, aber er schien wieder schwächer zu werden, um so weiter wir ins Villenviertel vorgedrungen waren. "Er ist nicht mehr hier. Er ist...Er ist woanders hin gegangen, nachdem er hier war." Ohne also weiter auf Lex Warnungen einzugehen, machte ich auf dem Absatz kehrt und lenkte in eine andere Richtung ein. Nicht die, aus der wir gekommen waren, aber auch nicht weiter in Richtung der großen luxuriösen Häuser. "Er ist sicher nicht wieder zum Friedhof gegangen..." murmelte ich leise, als ich noch einmal stehen blieb und in die Luft "schnüffelte". Ich wusste welche Richtung das war. Aber ob er es sich wirklich gewagt hatte, was ich jetzt vermutete. "Ich glaube, er ist bei dir.". Ich sah sie mit weit geöffneten Augen an, als ich diese Erkenntnis laut aussprach. "Ein Glück, dass du nie Zuhause bist." kam es dann wieder etwas lockerer über meine Lippen und ich lachte sogar kurz auf. Noch ein Zug an der Zigarette und es konnte weiter gehen.

Was ich vor hatte? "Wir werden ihm den Kopf abhacken...oder ihn abfackeln...Oder wir beschütten ihn mit Wasser..." Letzteres war eher ein Scherz, denn ich wusste, dass Wasser nur in Filmen ätzend auf Hexen wirkte. Noch immer hatte ich einen schnellen Schritt drauf, so dass Lex nichts anderes übrig blieb, als mir zu folgen. Doch noch auf halber Strecke des Weges, blieb ich wieder stehen und sah sie an. "Falls er mich wirklich als Marionette benutzt, dann weiß ich was zu tun ist. Dann liegt alles bei dir. Ich versuche ihn so lange wie möglich abzulenken, okay?". So sah der Plan aus. Aber ob das wirklich funktionieren würde, konnte keiner von uns sagen. "Und sag ihr, wenn du sie siehst, dass ich wusste, was ich tue. Sag ihr, dass ich keine Angst hatte..." Lex sollte wissen, dass ich Buffy meinte. "Ich habe auch keine Angst...nur, sie soll es wissen." fügte ich noch hastig und nicht mehr ganz so locker hinzu. Dann ging ich weiter. Meine Konzentration war nicht mehr die beste. Aber kämpfen konnte ich immer. Das hatte ich im Blut und nicht im Gehirn.

@Alexis Lacroix machst du einen Threat auf, mit deiner Wohnung? Dann kannst du da weiter posten, aber noch nicht rein gehen^^ (Vor dem Haus bleiben bitte)


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