#1

Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 31.10.2016 20:29
von Alexis Lacroix | 4.797 Beiträge | 6865 Punkte

Wir waren schon ein ganzes Stück in Richtung Villenviertel untwegs, als Lex dann realisierte, was ich wirklich vor hatte. Dass sie mich so aufhalten wollte, konnte ich nicht ahnen. Ich wusste nicht, was Jack wirklich konnte. Schließlich hatte ich noch nicht wirklich mit ihm zu tun gehabt. Aber ich wusste, wo er war. Wieso? Sicher nicht, weil ich logisch schlussfolgern konnte. Nein. Es war viel primitiver. Ich hatte ihn an Lex gerochen und war diesem Geruch gefolgt. Er hatte sie angefasst. Mit diesem Wissen hielt ich aber hinter dem Berg. Meine Nase war entgegen anderer Vampire, noch einen Tick besser ausgeprägt, weil ich mich in den über hundert Jahren, die ich schon auf der Erde weilte, eher darauf verlassen hatte, als auf meinen Verstand. Hier kam es mir zu gute. Wieder einmal. "Gut erkannt Sherlock." gab ich sarkastisch zurück, als sie die richtige Schlussfolgerung zog.

Ich lies es zu, dass sie mich aufhielt, indem sie ihre Hand auf meiner Schulter ablegte und einen leichten Druck darauf ausübte. Der Scherz, den ich dadurch spürte, war stechend, als hätte sie messerscharfe Fingernägel, die sich in mein Fleisch gruben, wie in Butter. Aber wieder einmal lies ich sie nicht daran teilhaben, wie es wirklich war. Der Schreck über den plötzlichen Schmerz trat schon kaum noch ein, da ich inzwischen dauerhaft mit ihm zu kämpfen hatte. Man stumpfte ab, gewöhnte sich daran und konnte dann besser verdrängen. So einfach war das. Ich drehte mich nur halb zu ihr. Lediglich mein Kopf war direkt zu ihr gewandt und ich hörte scheinbar aufmerksam zu, was sie sagte. Doch ich hatte, wie fast immer, etwas entgegen zu setzen. "Jetzt hörst du mir zu. Ich werde in meinen letzten Stunden nicht irgendwo rum sitzen, Däumchen drehen und mir dabei zu sehen, wie ich langsam aber sicher dahin sieche. Ich kämpfe...das habe ich immer getan.". Ich machte eine kurze Pause um ungefragt in ihre Tasche zu langen und mir eine Zigarette zu stiebitzen. "Ich lasse mich nicht mehr manipulieren und herum schubsen! Er ist schuld daran... Ich weiß es. Er hat mir das angetan! Er hat mich schon manipuliert. Ich lasse ihn nicht gewinnen.. Du warst doch eben dabei oder leidest du schon an Altzheimer? Es ist schon zu spät!" Mein Ton wurde unaufhörlich lauter in meinen Worten, aber dann, machte ich wieder eine Pause. Dieses Mal, zündete ich mir die Zigarette an, nach dem ich eben noch damit wild vor Lex Gesicht herum gewfuchtelt hatte.

Plötzlich runzelte ich die Stirn. Irgendetwas sagte mir, dass er nicht mehr hier war. Zwar konnte ich seinen geruch wahr nehmen, aber er schien wieder schwächer zu werden, um so weiter wir ins Villenviertel vorgedrungen waren. "Er ist nicht mehr hier. Er ist...Er ist woanders hin gegangen, nachdem er hier war." Ohne also weiter auf Lex Warnungen einzugehen, machte ich auf dem Absatz kehrt und lenkte in eine andere Richtung ein. Nicht die, aus der wir gekommen waren, aber auch nicht weiter in Richtung der großen luxuriösen Häuser. "Er ist sicher nicht wieder zum Friedhof gegangen..." murmelte ich leise, als ich noch einmal stehen blieb und in die Luft "schnüffelte". Ich wusste welche Richtung das war. Aber ob er es sich wirklich gewagt hatte, was ich jetzt vermutete. "Ich glaube, er ist bei dir.". Ich sah sie mit weit geöffneten Augen an, als ich diese Erkenntnis laut aussprach. "Ein Glück, dass du nie Zuhause bist." kam es dann wieder etwas lockerer über meine Lippen und ich lachte sogar kurz auf. Noch ein Zug an der Zigarette und es konnte weiter gehen.

Was ich vor hatte? "Wir werden ihm den Kopf abhacken...oder ihn abfackeln...Oder wir beschütten ihn mit Wasser..." Letzteres war eher ein Scherz, denn ich wusste, dass Wasser nur in Filmen ätzend auf Hexen wirkte. Noch immer hatte ich einen schnellen Schritt drauf, so dass Lex nichts anderes übrig blieb, als mir zu folgen. Doch noch auf halber Strecke des Weges, blieb ich wieder stehen und sah sie an. "Falls er mich wirklich als Marionette benutzt, dann weiß ich was zu tun ist. Dann liegt alles bei dir. Ich versuche ihn so lange wie möglich abzulenken, okay?". So sah der Plan aus. Aber ob das wirklich funktionieren würde, konnte keiner von uns sagen. "Und sag ihr, wenn du sie siehst, dass ich wusste, was ich tue. Sag ihr, dass ich keine Angst hatte..." Lex sollte wissen, dass ich Buffy meinte. "Ich habe auch keine Angst...nur, sie soll es wissen." fügte ich noch hastig und nicht mehr ganz so locker hinzu. Dann ging ich weiter. Meine Konzentration war nicht mehr die beste. Aber kämpfen konnte ich immer. Das hatte ich im Blut und nicht im Gehirn.

@Spike


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#2

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 01.11.2016 14:29
von Alexis Lacroix | 4.797 Beiträge | 6865 Punkte

„Mit Verlaub Watson, dass ist eine beschissene Idee.“ fügte ich in halb grummeligen, halb belustigten Tonfall an, als Spike mich Sherlock nannte. Jetzt war eindeutig der falsche Zeitpunkt für komische Witze. Wir hatten andere Sorgen. Als Spike mit mir stehen blieb, war ich froh, denn so hatte ich noch einmal kurz die Gelegenheit, ihm zu sage, was es mit Jack genau auf sich hatte. Wenn er mit mir zu dem Hexer ging, dann war die Chance dass Jack ihn kontrollierte und als Waffe gegen mich benutzte, einfach zu groß und ich konnte meinen besten Freund nicht ins offene Messer laufen lassen. Er sollte schon wissen, worauf er sich einließ. Zwar war ich nach wie vor der Meinung, dass ich egal was Jack tun würde, eine Antwort darauf haben würde, doch ich wollte ungern einen Pflock durch Spikes Herz treiben, weil Jack mir keine andere Möglichkeit ließ. Ich hatte auf dem Friedhof gesehen, zu was er fähig war und wie wenig Respekt er vor Lebenden und Toten hatte. Also traute ich ihm in diese Richtung wirklich alles zu. Vor allem, wenn es ihm dabei half, mir zu schaden.
„SPIKE!“ ich hatte mich dazu hinreißen lassen, meine Stimme zu heben, obwohl ich mir eigentlich geschworen hatte, ruhig zu bleiben. „Ich bin weder dumm, noch habe ich Alzheimer. Ich weiß, dass du kämpfen willst und das bis zur letzten Sekunde. Aber noch ist diese Nacht nicht um. Und solange, wie du nicht vor meinen Augen zu Staub zerfällst, bist du nicht tot. Also verlang nicht von mir, dass deine Meinung auch meine ist.“ Ja, vielleicht glaubte Spike, dass er sterben musste und klar, es sah gelinde gesagt, beschissen für ihn aus. Aber ich für meinen Teil weigerte mich aktuell dann doch noch, seinen wahren Tod, als in Stein gemeißelt zu akzeptieren. Wir beide waren dem Tod schon so oft in letzter Sekunde von der Schüppe gesprungen und ich hatte noch immer Hoffnung, dass es auch dieses Mal wieder so sein würde.
Als er mir dann mit seiner Zigarette vor dem Gesicht herum fuchtelte, wich ich ein Stück zurück. „Man! Pass doch mal auf! Ich hatte kein Brathähnchen bestellt!“ fuhr ich ihn an und schüttelte den Kopf. Er stand wirklich mehr als nur neben sich. Klar, Spike war Spike und immer ziemlich impulsiv, wenn er für etwas brannte, aber dennoch... das hieß ja nicht, dass er mich gleich mit anzünden musste. Einer von uns musste hier ja einen kühlen Kopf bewahren und es schien so, als wäre das dieses Mal ich.
Wir rauchten auf und gingen weiter, ehe es dann plötzlich der platinblonde Vampir war, der stehen blieb. Was war denn jetzt schon wieder? „Was ist los?“ erkundigte ich mich, um auch direkt postwendend eine Antwort zu bekommen. „Er ist nicht mehr hier? Aber warum, sollte er woanders hingehen...“ das leuchtete mir im ersten Augenblick nicht so ganz ein. Aber ich vertraute auf Spike und seinen super Spürsinn. Er war schlimmer als ein Bluthund und ich hatte noch nie erlebt, dass er jemanden, den er suchte, nicht gefunden hatte. „Er ist was....??? Bei mir???“ ich riss die Augen auf und starrte meinen besten Freund an. In meinem Kopf ratterte es und es spielten sich die unterschiedlichsten Szenarien ab. Was zur Hölle sollte er ausgerechnet bei mir wollen? Dort war niemand. Als Spike die Richtung geändert hatte, war ich ihm einfach gefolgt. Er würde schon wissen, wohin wir mussten, wenn wir Jack finden wollten. „Haha! Wirklich sehr beruhigend.“ konnte er sich seinen Sarkasmus nicht für einen passenderen Moment aufsparen? Einen, an dem nicht die Welt drohte unter zu gehen? Als Spike dann aber davon sprach, dass wir dem Hexer den Kopf abschlagen, oder ihn verbrennen würden, blieb ich abrupt stehen. „Whooo Moment Mal Großer!“ ich verschränkte die Arme vor der Brust und sah Spike entgeistert an. „Ja, er hat viel Mist gebaut. Aber wir sprechen hier noch immer von einem Menschen. Ich werde ihn nicht töten, wenn ich eine andere Wahl habe!“ nein, ich konnte nicht einfach einen Menschen töten. Das war nicht meine Art und wenn ich eine andere Möglichkeit fand, dann würde ich diese nutzen. „Spike, ich bin kein Richter und ich bin erst recht nicht Gott... Wir dürfen nicht einfach so ein Leben auslöschen.“ daran glaubte ich wirklich. Denn wenn ich das tat, war ich dann am Ende noch besser, als die Monster, die ich jagte?
Spike riss mich aus meinen Gedanken. Ich schluckte, dann nickte ich beklommen. „Dann weiß ich was zu tun ist... Ja.“ mein Blick war gesenkt und ich wollte gar nicht so wirklich daran denken, dass ich es am Ende sein konnte, die Spike umbrachte. Aber ich würde es tun. Wenn ich keine andere Wahl hatte, dann würde ich es tun. Dessen war ich mir sicher. Ob er allerdings wirklich keine Angst hatte, dass wusste ich nicht mit Sicherheit zu sagen. Ich wusste nur, dass ich an seiner Stelle bestimmt Angst gehabt hätte. Doch wieder nickte ich erst einmal nur still. „Ich sage ihr, was immer du willst.“ war schließlich meine kurze Antwort auf seine Bitte. Warum sollte ich auch etwas anderes antworten. Buffy hatte in letzter Zeit genug durch.
Und dann war es soweit. Wir waren vor dem Wohnhaus angekommen, in dem sich Destinys und meine Wohnung befand. Sollte ich rein gehen? Ich zögerte noch und blickte zu Spike. „Ist er hier?“ erkundigte ich mich angespannt und ballte unbewusst meine Hände zu Fäusten. Ich wollte nicht unbedingt in einen Hinterhalt laufen.

@Spike


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#3

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 07.11.2016 20:11
von Jack Turner | 442 Beiträge | 539 Punkte

"Wieso hast du mich nicht gewarnt???". Ich schrie und ich wütete, als ich in meiner Villa angekommen war. Niemand ausser mir war hier. Nur ich, ganz allein und zurück gelassen mit den seelischen und körperlichen Schmerzen, die der verherrende Zauber mit sich geführt hatte. "Du wusstest es doch!!!". Ich hatte es kaum bis über die Türschwelle geschafft, da war ich das gefühlt tausendste Mal zusammen geklappt und hatte den Boden geküsst. Das Urböse hatte das alles geplant. Dessen war ich mir jetzt sicher. Schon zuvor hatte ich gemerkt, wie es mich versucht hatte in einen Hinterhalt zu führen. Doch jetzt war das äußerste Maß erreicht. "Zeig dich, du Feigling!" schrie ich wieder. Zum Glück waren mir die Nachbarn egal. Seit dem hier in dieser Stadt die Hölle herrschte, erwartete ich sowieso keinen Mensch mehr hier in der Gegend anzutreffen. Immer wieder war ich dazu gezwungen, mir die Schwarze Brühe vom Mund zu wischen, die immer wieder zu fließen begann.
Von der Eingangstür bis ins Foyer waren Spuren davon zu erkennen. Hier lag ich jetzt, völlig erschöpft und am Ende, nach Luft ringend. Ich versuchte die Schmerzen zu verdrängen. Doch mein Körper machte was er wollte, genauso wie mein Gehirn. Ich hatte das Gefühl, als würde mein Herz explodieren wollen, als hätte ich einen Herzinfarkt...irgend so etwas.
Meine Hand lag auch an eben dieser Stelle, als ob es helfen könnte, wenn ich fest darauf drückte. Es war so widerlich....Ich kannte diese Gefühle nicht. Diese kleine beschissene Hexe... Das war ebenso ihre Schuld. Dass es daran liegen konnte, dass ich sie in einem schwachen Moment erwischt hatte, daran wollte ich nicht im Geringsten denken. Aber ich war mir bewusst, dass ich schnell eine Lösung finden musste. Und dafür, sollte mein Stolz vielleicht weichen. Doch was war ich ohne ihn denn noch? Was war, wenn ich ihn herunter schluckte und einlenkte? Das war es doch, was mir geblieben war. Er würde mich umbringen....
"Du hast es nicht anders verdient." Eine leise aber klare Stimme drang in meine Ohren. Das brachte mich dazu, aufzusehen und ich erkannte die rothaarige Gestalt, die unweit von mir stand und auf mich hinab sah. "Du hast einen Fehler gemacht, den ich nicht tolerieren kann...und jetzt musst du sterben.". Ich schnaubte. "Duuu...". De Versuch mich aufzurichten, schlug halb fehl. Zwar schaffte ich es, meinen Oberkörper zu erheben, aber nicht gänzlich mich auf die Beine zu stellen. "Was??? Was habe ich getan...hmm?" wollte ich wissen. Ich konnte mich einfach nicht beruhigen. "Du bist das Gegenmittel...für den Virus. Das wusstest du, als du ihn erschaffen hast. Dein Blut steckt darin und dein Blut kann sie heilen. Aber das kann ich nicht zu lassen."
Mein Blick wurde plötzlich offener. Sie erzählte mir nichts neues, aber ich hatte keine leiseste Ahnung, dass sie es gewusst hat. "Ich hatte nicht vor mein Blut aller Welt bereit zu stellen, klar?". Langsam raffte ich mich dann doch ein wenig auf und kam in den Stand. Doch meine Standhaftigkeit, war mehr schlecht als recht. Ich war leicht nach vorn gebeugt, als ich auf sie zu ging. Mein Blick war finster und ich stolperte mehr als ich lief, aber das Adrenalin in meinem Körper trieb mich noch ein Bisschen an. "Sie werden alles tun um ihn zu retten, aber ich will ihn endlich sterben sehen... Er hätte damals schon tot sein sollen. Nur mit ihm schafft die Jägerin es jedes Mal, mir einen Strich durch die Rechnung zu machen. Aber ohne ihn...ist sie schwach...schwach in ihrer Seele und ihren Gedanken...." Während sie redete, sah es so aus, als würde sie es genießen. Ihr Blick lag auf ihrer Hand, die sanft über die Möbel streichte, während sie im Halbkreis um mich herum lief. "Sie hat mir damals alles kaputt gemacht und das ist etwas viel größeres, als dein jämmerliches kleines Leben. Finde dich damit ab. Du hast einen Fehler gemacht und jetzt musst du dafür büßen. Das Urböse verzeiht nicht. Ich bin das pure Böse. Denkst du wirklich, es interessiert mich, was mit dir passiert?"
Sie machte mich wütend, so wütend, dass es förmlich in mir brodelte. Nein, ich spürte da wirklich etwas! Als würde ich brennen. Es war, als würde ich meine Kräfte noch ein letztes Mal unter Kontrolle bringen...als würde ich sie ein letztes Mal mobilisieren. Und so ging ich auf sie zu und legte meine Hände auf ihre Oberarme, so wie ich es zuvor bei Lex getan hatte. "Du wirst büßen!!!" schrie ich so laut ich noch konnte und schon brannte es unter meinen Händen. Im nächsten Moment standen wir beide in Flammen. Es tat weh, doch es verbrannte mich nicht. Aber sie...sie wurde merklich schwächer. Und dann, zerfiel die Hülle. Ich stand weiterhin da, aber ich konnte nicht fassen, was da gerade passiert war...

An Lex Wohnung...
ich hatte keine leiseste Ahnung, wie ich hier her gekommen war, aber ich saß hier, vor der Wohnungstür, der Hexe, die ich noch vor ein paar Stunden hatte töten wollen. Zusammengekauert und schwach, schwitzend und zitternd. Ich hatte meine Jacke fest um mich gezogen und lehnte mit dem Kopf gegen die Tür. Aber ich war allein. Der kalte Flur fühlte sich an, als wäre der Winter ausgebrochen. Ich wusste, dass es bald zu ende sein würde. Ich konnte es deutlich spüren., wie ich innerlich zerfressen wurde. Mein Körper konnte der Macht nicht mehr lange Einhalt gebieten. "Bitte bitte...nimm sie..." stotterte ich wirr und leise vor mich hin, als meine Augen sich leicht öffneten. Ich konnte nur leicht die Maserung des Holzes durch den Schleier erkennen, der sich über meine Augen gelegt hatte. "Du kannst es..."

Da waren plötzlich Schritte. Mein Kopf fuhr herum. Da kam jemand. Ich hörte das wirklich...das war keine Einbildung. Doch wen ich dann sah, hatte ich nicht erwartet. Der blonde Vampir. Ohne, dass ich es wirklich unter Kontrolle hatte. hob ich meinen Arm und fegte ihn gegen die nächste Wand. Er sollte mir fern bleiben. "Hau ab!" schrie ich und zog die Jacke noch enger um mich. Mein Ton klang verzweifelt und verwirrt. Der Vampir aber hörte sie nicht mehr, denn er war an der Wand bewusstlos zusammen geklappt. Es würde nicht lange dauern, bis er wieder aufwachte, aber ich würde mich so lange wehren, wie ich konnte.

@Alexis Lacroix
du kannst dann eigentlich schon posten. Lasse Spike dann nach deinem Post wieder aufwachen oder nach noch einem von meinen...^^



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#4

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 07.11.2016 21:27
von Alexis Lacroix | 4.797 Beiträge | 6865 Punkte

Spike lief vor mir, nachdem ich ihn gefragt hatte, ob Jack hier war. Irgendwo war ich froh darum, dass er voraus ging. Zwar versuchte ich mir nicht anmerken zu lassen, wie angespannt ich war, aber Spike würde es mitbekommen, denn mein Herz schlug mir bis zum Hals. Allein der Gedanke daran, dass dieser Hexer in meiner Wohnung war... Das brachte mich dazu, innerlich auf die Barrikaden zu gehen. Hoffentlich war mein schnell gehender Herzschlag nicht zu viel für die Selbstbeherrschung des Vampirs war. Immerhin waren wir vorhin schon kurz davor gewesen, dass er mich beißen wollte. Doch ich hatte ihn rechtzeitig in die Schranken gewiesen.
Wir gingen durch den Hausflur, die Treppen hinauf zu meiner Wohnung. Mit jedem Schritt wurde die innere Anspannung schlimmer. Bevor ich ihn sah, spürte ich es. Er war hier. Jack war hier. Dafür brauchte ich nicht einmal mehr Spikes gute Spürnase, die uns hier her geführt hatte. Ich fröstelte und hatte ein ungutes Gefühl, von dem ich selber nicht sagen konnte, woher es stammte.
„Spike bleib stehen!“ bat ich ihn, doch da war es schon zu spät. Wir hatten gerade die letzte Stufe genommen und da lag er schon an der nächsten Wand. „SPIKE!!!“ meine Augen weiteten sich und für einen Augenblick verlor ich die Fassung und funkelte Jack, außer mir vor Zorn an. „Was hast du mit ihm gemacht???“ Ein Energieball erschien in meiner Hand und ich ließ ihn drohend zwischen meinen Händen größer werden. Wollte er es wirklich auf ein weiteres Kräftemessen mit mir ankommen lassen? Vielleicht hatte er einen Teil meiner Kräfte absorbiert. Doch ich hatte etwas, was er nie haben würde. Ich hatte Freunde. Freunde die mich liebten und daraus zog ich mehr Kraft, als ich aus jedem noch so mächtigen Zauber hätte ziehen können. Kleine Blitze zuckten an meinen Fingerspitzen und luden die Kugel immer weiter auf.
„Was willst du hier?“ ich ignorierte die Tatsache, dass es Jack nicht sonderlich gut zu gehen schien. Zu viel Wut war in mir. Das er es sich überhaupt wagte, hier aufzutauchen. Warum war er hier? Wollte er sich jetzt den Rest meiner Kräfte auch noch holen? Das würde ich nicht zu lassen. „Los rede schon!“
Der Hexer sah wirklich aus wie ausgekotzt. Aber das interessierte mich nicht. Es interessierte ihn ja auch nicht, dass er meinen besten Freund in den sicheren Tod schickte.

@Jack Turner


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#5

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 26.11.2016 16:22
von Jack Turner | 442 Beiträge | 539 Punkte

Kurz nach meinem Angriff auf den blonden Vampir konnte ich sie schon sehen. Voller Sorge war sie die Treppen nach oben getreten und hatte einen kurzen Blick auf den bewusstlosen Freund geworfen, der jetzt an einer Wand kauerte und die Augen geschlossen hielt. dann galt ihr Interesse ganz mir und natürlich fragte sie mich, was ich da getan hatte. Es musste ja nicht so ein einfacher Zauber sein. Aber in diesem Fall war es reine Gedankenkraft gewesen, die Spike ausser Gefecht gesetzt hatte. dabei hatte ich das nicht einmal beabsichtigt. "Ihm gehts gut. Der schläft nur..." gab ich ganz beiläufig von mir, wobei ich aber noch immer Schwierigkeiten hatte, meine Stimme laut klingen zu lassen. Sie klang schwach und heißer. Noch einmal versuchte ich mich zu erheben und griff dafür nach dem Türgriff, doch ich lies mich schnell wieder in meine sitztende Position sinken.
"Willst du mich jetzt einfach umbringen? Soll es so enden? Ja?". Ich hatte den Energieball in ihren Händen registriert. Mir war bewusst, welch Groll die Hexe auf mich haben musste. Wie sehr musste sie mich hassen, war ich doch für viele missliche Umstände in ihrem Leben verantwortlich. Oh nein, da war es wieder. Ich verstand, was sie bewegte. Und...spürte ich da ein kleines Bisschen Mitleid? Tat es mir tatsächlich leid? Mit der rechten Hand schlug ich mir heftig gegen den Kopf. "Nein...verschwinde!!!" schrie ich das vermeintliche Gefühl an, dass sich in meinen Verstand stehlen wollte. Dann ging mein Blick wieder zu Lex. Sie kam schnell zur Sache und wollte wissen, was ich hier wollte.
"Was ich will...tja..."...ich musste stoppen. Mir war schon wieder schlecht. Dabei dachte ich, diese Phase hätte ich hinter mir. Auch wenn nichts aus meinem Mund oder meiner Kehle kam, musste ich mir reflexartig wieder über den Mund wischen. Meine Atmung ging schwer und meine Brust schmerzte allmählich. "Ich will dir wieder geben, was dir gehört." kam es dann leise aus meiner Richtung. Erst diese Worte gaben mir die Kraft, mich endlich in den Stand zu bringen. "Ich habs kapiert...Ich sehe es ein...Sie gehören nicht mir." Und so machte ich nach vorn gebeugt einen Schritt auf sie zu. Ich musste mich reumütig geben., ihr vorspielen, wie leid es mir tat. Das war der Plan. "Wenn du sie mir nicht nimmst, dann sterbe ich.". Meine Worte wirkten inzwischen schon leicht drohend und dennoch verzweifelt. Ich konnte mich nicht mehr aufrecht halten und fiel ausgerechnet vor ihr auf die Knie. "Aber wenn ich sterbe...". Meine Worte verebbten und machten einem starken Husten Platz.
"Dann wirst du ihn und die anderen auch nicht retten können." Sie musste nicht wissen, dass das Heilmittel in mir war, aber sie konnte ruhig denken, dass es eines gab und das nur ich es kannte.

@Alexis Lacroix



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#6

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 27.11.2016 13:52
von Alexis Lacroix | 4.797 Beiträge | 6865 Punkte

Er schlief nur? Das würde ich erst dann glauben, wenn Spike wieder wach war. Jack sah mir nicht danach aus, als wäre er der Typ dafür, der einen Vampir einfach nur schlafen schickte. Da musste mehr hinter stecke. Aber dennoch schien der Hexer anders zu sein, als bei unserer Begegnung zuvor, auf dem Friedhof. Nicht mehr ganz so großkotzig und von sich selber überzeugt, wenn er doch in meinen Augen auch immer noch ein hinterhältiges, verlogenes Arschloch war, dessen einziges Ziel darin bestand, sich an anderen zu bereichern. War es also ein Wunder, dass ich skeptisch blieb?
"Nur wenn du mir keine andere Wahl lässt!" entgegnete ich auf seine Frage, ob ich ihn einfach umbringen wollte. Denn in was würde ich mich von ihm unterscheiden, wenn ich mich jetzt zu seinem Richter aufschwang und ein Urteil über ihn fällte und vollstreckte, dass mir sicher nicht zustand. Der Energieball war reiner Selbstschutz. Solange wie er mir nichts tat, würd ich ihn auch nicht grillen. Soweit zumindest mein Plan. Denn mal ehrlich. Irgendwo hatte Jack mir einen Gefallen getan, selbst wenn dieser nicht von ihm beabsichtigt gewesen war. Ich hatte endlich meinen Frieden mit Willows Tod machen können. Auch wenn er, so zumindest meine Vermutung, darauf gehofft haben dürfte, dass mich ihr Erscheinen völlig runter reißen würde. Doch genau das Gegenteil war der Fall gewesen.
Als er sich gegen den Kopf schlug und etwas davon rederte, dass jemand verschwinden sollte, war ich mir nicht sicher, wen genau er damit meinte. Mich aber doch wohl eher nicht. Schließlich schien es ja so, als hätte er zu mir gewollt. Warum sonst, sollte er vor meiner Tür rumlungern? Meine Antwort, auf die Frage, was er hier wollte, kam Häppchenweise und mit meiner Geduld war es geraded nicht allzuweit her. Bei vielen anderen hätte ich mir jetzt wahrscheinlich die Mühe gemacht, meine Ungeduld zu verstecken. Doch bei Jack? Kein Bedarf. "Komm zur Sache..." ja, ich war tierisch ungeduldig. Spike lag dort in der Ecke und mir lief die Zeit davon, wenn ich ihn retten wollte, musste das hier jetzt schnell gehen. Er hustete und schien Schmerzen zu haben. Aber es ließ mich kalt. "Wow! Woher kommt denn auf einmal diese Erkenntnis?" Es war ja nicht so, dass ich ihn nicht gewarnt hatte. Selbst für mich war diese Kraft manchmal nur sehr schwer zu kontrollieren.
Mittlerweile stand der Hexer wieder auf seinen eigenen zwei Beinen, wenn es auch recht wackelig wirkte und machte bei seinen Worten einen Schritt auf mich zu, was mich wiederum dazu veranlasste, ein Stück zurück zu weichen. Ich traute ihm nach wie vor nicht einmal soweit, wie ich ihn sehen konnte. "Und du glaubst, dass ich auf diesen Schwachsinn herein falle?" Sicher war das wieder nur ein Trick von ihm, um nun auch noch an den Teil der Kräfte zu kommen, die er bei seinem ersten Versuch nicht hatte bekommen können. Mein Blick war angewidert, als er vor mir auf die Knie fiel. "Heile ihn zuerst." forderte ich dann. Ob er das tatsächlich konnte, wusste ich nicht. Doch mir war klar, dass er viel mehr über diese mysteriöse Krankheit, die meinen besten Freund umbrachte wusste, als er hier zugab.
@Jack Turner


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#7

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 28.11.2016 12:50
von Jack Turner | 442 Beiträge | 539 Punkte

"Bist du wirklich so? Bist du sooo gut, dass du mich nicht mal nach dem, was passiert ist, töten könntest?". Mir war ihr Zögern durchaus aufgefallen und ich hatte meine Schlüsse daraus gezogen. Das war eine der größten Schwachstellen, von denen, die sich als Gut bezeichneten. Sie waren nicht so skrupellos wie wir, die die nach dem Schatten strebten und dafür fast jedes Opfer in Kauf nahmen. Verluste waren unumgänglich. Aber ich hatte Lex anscheinend falsch eingeschätzt. Ich hatte mehr Hang zur Dunkelheit erwartet, als ich jetzt präsentiert bekam. Deshalb fiel es mir auch schwer, mich in meinen Worten zurück zu halten.
Sie wirkte ungeduldig, als ich weiter sprach. Meine Worte waren mit Pausen gespickt, da ich schon einiges an Kraft brauchte, um wenigstens aufrecht zu stehen. Sie musste schnell handeln, sonst würde aus dem Deal nichts mehr werden. Aber sie versuchte mir einen Strich durch die Rechnung zu machen. Sie wollte mir keinen Glauben an das Besagte schenken. Ich sah zu Boden. Mann mann mann, das mit den Deals war auch nicht mehr das, was es einmal gewesen war. Aber hier und jetzt blieb ihr nichts anderes übrig, als mir zu vertrauen. "In diesem Zustand ist mir das unmöglich." gab ich somit scheinbar offen und reuevoll zu.. Meine Atmung wurde lauter, fast röchelnd und ich hustete. "Du hast nur diese Chance. Denkst du tatsächlich, ich könnte dir jetzt noch etwas tun? Du hast doch Augen im Kopf!". Auch ich wurde ungeduldig, denn mir rann die Zeit durch die Finger. Die Schlinge legte sich immer enger um meinen Hals und drohte mich ins Jenseits zu schicken. "Du kannst es auch einfach beenden, aber dann ist sein Schicksal ebenso besiegelt.". Mein Blick ging zu dem noch bewusstlosen blonden Mann, für den ich auch ein gewisses Fünkchen an Mitleid spüren konnte. Widerlich...es wurde Zeit, dass ich es los wurde, auch wenn ich dadurch meine schwer erarbeiteten Kräfte von Lex wieder verlieren würde.
Ich kniete schon am Boden, aber es wurde wieder schwieriger. Also rutschte ich in Richtung der Wand um mich daran anzulehnen. Meinen Kopf hatte ich in den Nacken gelegt und die Augen geschlossen. "Deine Entscheidung sollte nicht all zu lange auf sich warten lassen." mahnte ich sie dann nochmal, ohne aufzusehen. Einer meiner Arme hing schlaff und ermüdet nach unten. Der Hand des anderen lag auf meiner Brust.

@Alexis Lacroix



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#8

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 29.11.2016 12:30
von Alexis Lacroix | 4.797 Beiträge | 6865 Punkte

Ob ich wirklich so war? Die Frage ließ sich einfach beantworten. „Ja. Wenn ich dich einfach so umbringen würde, dann wäre ich nicht besser als du. Und nein. Auf dein armseeliges Niveau möchte ich nun wirklich nicht sinken.“ entgegnete ich so ruhig ich es gerade konnte. Natürlich hätte ich Jack jetzt einfach umbringen können. Wahrscheinlich hätte ihn noch nicht einmal jemand vermisst. Doch auf mein Konto gingen Gott weiß genug Leben. Und auch wenn viele jetzt sicherlich sagte, dass es auf eine mehr oder weniger jetzt auch nicht mehr ankam... nun, das sah ich anders.
Es war ihm unmöglich? Warum glaubte ich dem Hexer bloß nicht? Oh ja. Wahrscheinlich, weil er bei unseren Treffen in der Vergangenheit auch stets die Wahrheit gesagt hatte. Woher also sollte ich wissen, das auch das hier jetzt keine Inszenierung von seiner Seite aus war, um mich noch tiefer ins Chaos zu reißen? Und doch haderte ich mit mir. Was, wenn er dieses Mal doch die Wahrheit sagte? Mein Blick ging zwischen dem noch immer bewusstlosen Spike und dem Hexer hin und her. Was sollte ich tun? Ich wollte Spike retten. Ihm beweisen, dass es immer einen Weg gab, wenn man ihn doch fand und ich hatte das eindeutige Gefühl, das Jack die Lösung zu seiner Heilung war, auch wenn ich natürlich nicht wusste, wie einfach die Lösung war. Denn hätte ich gewusst, das Spikes Heilmittel im Blut des Hexers zu finden war, dann hätte ich ihm Spike unter Umständen doch einfach zum Fraß vorgeworfen.
Angespannt und in einer Zwickmühle gefangen, knetete ich meine Finger und durchbohrte Jack förmlich mit meinem Blick, auf der Suche nach einem Anhaltspunkt, ob er hier tatsächlich die Wahrheit sagte, oder ob es ein weiterer Betrug war, der unter Umständen gelingen konnte, weil ich ihn brauchte, um meinen besten Freund nicht zu verlieren. „Ja doch...“ brummte ich genervt, als Jack meine Überlegungen unterbrach. Schließlich, nachdem ich eine kurze Weile hin und her überlegt hatte, kam ich zu einer Entscheidung. Was konnte mir schon groß passieren, außer das ich meine Fähigkeit zu zaubern verlor? Das hatte ich früher auch nicht gekonnt. Also würde ich auch wieder ohne Magie leben können. Kein Problem oder? Und Spikes Überleben war dieses Opfer wert.
„Also gut! Aber wenn das ein Trick ist... Ich schwöre dir Jack! Ich bring dich um. So gut wirst du dich gar nicht verstecken können, dass ich dich nicht finde!“ drohte ich ihm und beugte mich über ihn. Ich lehnte den Hexer gegen die Hauswand, unmittelbar neben Spike und ging neben ihm in die Hocke. „Gib mir meine Kräfte zurück!“ Ich war angespannt und erwartete jeden Moment, dass genau das Gegenteil von dem geschah, was er mir in Aussicht gestellt hatte. Erwartete, dass ich spürte, wie meine Magie mehr und mehr aus meinem Körper verschwand. Kein Wunder, wenn man bedachte, dass Jack mich so oder so vor wenigen Wochen nur aufgesucht hatte, um genau an diese heran zu kommen.

@Jack Turner


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#9

RE: Wohnung von Destiny Stevens und Alexis Lacroix

in Dome is fallin/At least we must fight 06.12.2016 15:45
von Jack Turner | 442 Beiträge | 539 Punkte

Als Lex mich an die Wand schob, musste ich schmunzeln. "Wow...immer langsam..." hauchte ich leise und hustete dann wieder. Teils Sarkastisch, teils ernst waren diese Worte aus meinem Mund gekommen und füllten die Stille um uns herum für einen kurzen Augenblick. "Ich weiß selbst nicht...genau wie..." gab ich dann zu und sah hinunter auf meine Hände, nachdem sie sich vor mich gekniet hatte. Meine Hände breitete ich jetzt aus und besah meine Handflächen. Es war nicht einfach...Ich hatte wahrscheinlich nur eine Chance. Die Vorfreude auf mein gefühlfreies Ich war kaum vorstellbar. Endlich würde ich wieder frei von diesen lästigen Gefühlen sein. Und ich hatte tatsächlich etwas gelernt. Nie wieder eine Fusion mit einer anderen Macht. Innerlich feierte ich schon, doch von ihrer Sparte aus, sah es wohl eher so aus, als würde ich gleich vor ihren Augen den Löffel abgeben. Ich spürte den kalten schweiß, der meine Stirn benetzte und langsam daran herunter lief. Mein Körper kämpfte noch immer. Ich atmete einmal tief ein und wieder aus. "Okay...gib mir deine Hände." sagte ich ruhig. Das war für sie sicher ungewohnt. Meine Stimme war gesetzt und keinesfalls höhnisch oder sarkastisch gewählt. Nein, ich konzentrierte mich vollkommen auf den Zauber, den ich gleich sprechen würde.
Noch kurz bevor unsere Hände sich berührten, bildete sich ein Blitz zwischen ihnen. Er war klein und schwach, aber er wurde stärker, je näher unsere Hände sich kamen. "Sie sucht dich...". Der Zauber hatte uns verbunden. Aber ich wollte die Verbindung so schnell wie möglich kappen, also griff ich ohne Vorwarnung plötzlich fest zu und schloss die Augen, während ich etwas auf Latein vor mich hin murmelte. Ich hatte den Kopf in den Nacken gelegt und öffnete auf einmal die Augen wieder. Sie waren schwarz. Schwarze Magie praktizierte ich oft, doch das hier war eine Nummer größer. Noch immer murmelte ich und spürte, wie die Energie langsam zurück floss. Es fühlte sich an, wie wenn man zu lang in den Wellen des Meeres baden war und sie selbst Minuten danach noch spürte.
Mit einem Mal hörte ich auf. Mein Kopf sank nach vorn und ich blieb regungslos sitzen. Einen Moment...einen weiteren...Es dauerte ein paar Sekunden, ehe ich wieder aufwachen würde. Doch mein Leben würde dennoch für immer anders sein, als es zuvor gewesen war.

@Alexis Lacroix



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