#1

Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 06.10.2015 20:27
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

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#2

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 06.10.2015 21:03
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

First Post 



Vor Wut schäumend, lief Asmodeus in seinem Salon vor dem Kamin auf und ab. Er war wirklich nur von Stümpern umgeben. Und der Letzte lag noch in seine Einzelteile zerlegt, neben dem Eingang. Er sah sich nach dem Gnom um, der die Überreste des Dämons wegräumen sollte. "Was ist mit dir, verdammter Gnom? Warum räumst du nicht auf?" bellte er den kleinen Untertan an, der sein bestes versuchte, den zerstückelten Dämon zu entsorgen. Doch Asmodeus hatte - ohne große Anstrengung - alles gegeben. Der Dämon lag in einem Umkreis von mehreren Metern im ganzen Salon verteilt auf dem Boden und den Wänden. Er trat an den Gnom heran, sein Schuh berührte die Nase des kleinen Untertanen, der - wie es sich gehörte - mit der Stirn auf dem Boden kauerte. "Ich ... ich beeile mich, Meister" winselte der Gnom und zitterte, da er einen Tritt von seinem Meister erwartete. Doch Asmodeus tat selten das, was man von ihm erwartete. Also trat er vom Gnom weg und ließ diesen seine Arbeit machen. Wieder einmal hatte einer der Dämonen einen falschen Mann gebracht. Sie hatten seinen Sohn mal wieder aus den Augen verloren. Als er ihn das letzte Mal, mehr durch Zufall als alles andere, sah, war in L.A. Doch es war ihm nicht möglich gewesen, an seinen Sohn heranzukommen. Und doch hatte er ihn erkannt. Er sah aus wie seine Mutter. Und dann war er wieder verschwunden. Wie der Bengel das machte, war Asmodeus schleierhaft, aber er entkam ihm immer wieder. Doch jetzt hatten Quellen berichtet, dass er sich in Cleveland aufhielt. Und Asmodeus hatte alle losgeschickt, um nach ihm zu suchen, die er entbehren konnte. Doch er wurde das Gefühl nicht los, dass sie ihn alle sabotierten. Doch jeder einzelnen von ihnen würde dafür bezahlen. Es war ihm egal, wieviele er dafür würde töten müssen. Sie kamen immer wieder zu ihm. Denn er war der Herrscher der Unterwelt. Seine Macht war schier unbegrenzt. Und sein Ruf eilte ihm voraus. Er goss sich ein Glas von der bernsteinfarbenen Flüssigkeit in ein Glas und trank es auf Ex aus. Diese Menschen hatten nicht viel Gescheitest zustande gebracht, doch diese Flüssigkeit war wie Nektar. Er liebte den Geschmack von Alkohol, auch wenn er bei ihm nicht die gleiche Wirkung zeigte, wie bei den Menschen. Doch er machte sie gefügig und das gefiel ihm. Er drehte sich um und sah, dass der Gnom noch immer den Boden und die Wände schrubbte. Als sich ein weiterer Dämon in der Tür räusperte, drehte er den Kopf zur Tür. "Was?" bellte er und sah den Dämon an, der den Kopf senkte und auf sein Knie fiel. "Herr, wir haben ihn gefunden" sagte er zu Asmodeus. Ohne dass der Dämon etwas davon merkte, teleportierte sich Asmodeus zu ihm und zog ihn unsanft an seinem Kinn hoch. Mit zu Schlitzen verengten Augen sah er ihn an und knurrte. "Ich hoffe für dich, dass ihr dieses Mal den Richtigen habt. Sonst endest du, wie der da." Er warf einen Blick über seine Schulter und sah zu den Überresten des Dämons. "Bringt ihn rein" knurrte er, drehte sich um und ging mit hinter dem Rücken verschränkten Armen zurück zum Kamin.

@Matthew Latham

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#3

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 06.10.2015 21:37
von Matthew Latham | 167 Beiträge | 186 Punkte

First Post

Ich wusste überhaupt nicht wie mir geschieht, als ich vor meiner Arbeit in Los Angeles ohne Vorwarnung plötzlich einen stechenden Schmerz an meinem Hinterkopf spürte und sich dann Dunkelheit in meinem Kopf ausbreitete. Ich war nicht nur niedergeschlagen sondern auch noch betäubt wurden. So schnell brachte einen Halbdämon nämlich nichts in einen Dämmerzustand. Die erste Hälfte der Strecke hatte ich gar nicht mitbekommen. Ich war bewusstlos gewesen.

Erst jetzt öffnete ich meine Augen und erblickte die kalte metallene Decke über mir. In meinem Magen breitete sich ein mulmiges Gefühl aus und schien meinen Mageninhalt gleich nach draussen befördern zu wollen. Mit einem Ruck drehte ich mich auf den Bauch und gab diesem Impuls einfach nach. Ich hatte keine Ahnung wo ich hier war, weder wie ich hier her gekommen war. Als ich meinen Blick schweifen lies, konnte ich sehen, dass ich in so einer Art Käfig eingeschlossen war, vor dem zwei Männer saßen. Aber diese Zelle bewegte sich. Das hier schien kein stehendes Gefängis zu sein. Waren wir hier in einer Art Transporter? Noch immer ein wenig benommen kroch ich zu den Gitterstäben vor mir. *Oh sieh mal. Er ist wach. Ich hatte dir doch gesagt, dass du die doppelte Dosis nehmen sollst* schien der Eine den Anderen zu rügen.
Mein Blick ging zwischen den Beiden hin und her. "Wo bin ich hier?" fragte ich und bemerkte dabei, dass meine Stimme noch ordentlich belegt war. Meine Hände umschlossen nun zwei der Gitterstäbe und rüttelten daran, als ich keine Antwort bekam. "Wo zum Teufel bin ich hier!!" Wieder redete der Eine nur mit dem Anderen. *Denk daran, dass du nicht mit ihm reden darfst. Befehl vom Chef.* ermahnte er wieder einmal den anderen. Mein Gesichtsausdruck veränderte sich in pure Wut.
"Wieso dürft ihr nicht mit mir reden?" schrie ich nun. Dann spürte ich es wieder. Die Wut wandelte sich in diesen Impuls um, den ich doch immer zu unterdrücken versuchte. "Nein..." Aus meinen Händen stiegen Flammen und ich spürte, wie meine Haus begann zu kribbeln. Doch das Feuer stieß ich nicht wie gewohnt nach vorne aus oder brannte etwas an, sondern es wurde von den Käfigstäben abgelenkt und traf mich selbst, sodass ich zurück geworfen wurde. Ich musste mich erst sammeln. Ich hatte mich gerade selbst mit meiner eigenen Kraft angegriffen. Der Käfig musste durch irgendwas so manipuliert sein, dass meine Kraft nur innen wirken konnte. "Was habt ihr mit mir vor?"

Tausende Fragen später und noch immer unbeantwortet, hielt der Transporter an. Ich hatte mich inzwischen in eine Ecke gesetzt und abgewartet. Hier konnte ich mich auch nicht teleportieren. *Komm her* sagte dann einer der Beiden, aber ich blieb einfach sitzen. So einfach würden sie es mit mir nicht haben. Durch ein Walkie Talkie sagte der Andere, dass sie angekommen wären. Und wo waren wir angekommen?"Ich will endlich Antworten!!!" schrie ich noch einmal, aber auch das war sinnlos. Sie packten mich und waren ungewöhnlich stark. Als sie mich nach draussen schleiften, versuchte ich sofort zu teleportieren, aber es funktionierte noch immer nicht. Irgendetwas musste meine Kräfte unterdrücken. "Lasst mich los!!!!" schrie ich sie an und versuchte mich aus ihren festen Griffen zu winden, doch wieder vergebens. Der Eine haute mir nur noch einmal extra auf den Hinterkopf. Wir gingen auf ein großes Anwesen zu, dass ziemlich düster aussah, für meine Verhältnisse. Was mich darin wohl erwartete? Ich wollte es gar nicht wissen! Erst als einer der Beiden die Tür öffnete, schaffte ich es mich los zu reissen und rannte so schnell ich konnte wieder in die andere Richtung. Doch sie waren schneller. Ich war noch immer von der Betäubung geschwächt. Wieder das gleiche Bild, nur dass die Tür dieses Mal offen stand. Durch das riesige Herrenhaus hindurch brachten sie mich vor eine große Tür. Ich sah mich ganz genau um. Vielleicht würde es ja noch eine Möglichkeit geben zu flüchten. Von drinnen konnte ich Stimmen hören, die ich aber nicht zuordnen konnte. "Wer ist das?" Ich hatte schon wieder vergessen, dass die beiden ja so taten, als ob sie mich nicht hören konnten. Als sie Stimme hinter der Tür jedoch sagte, dass sie jemanden rein bringen sollten, öffneten sie auch diese Tür und schoben mich grob hindurch, sodass ich kurz aus dem Gleichgewicht kam und auf meinen Knien und Händen auf dem Boden landete. Fragend sah ich zu dem Mann auf, der jetzt vor mir stand. "Warum bin ich hier?" fragte ich ihn und hatte dabei eine gewisse Feindseeligkeit in meine Worte gelegt.

@Cole Thompson


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#4

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 06.10.2015 22:54
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

Asmodeus drehte sich langsam um, als er hörte, dass seine Untertanen das Zimmer betraten. Dass sie den jungen Mann allerdings so grob behandelten, dass er auf Knien und Händen landete, gefiel ihm nicht. Seine Nasenflügel blähten sich auf und ehe er sich seinem Sohn widmete, ging er auf die beiden zu und riss ihnen, ohne weitere Erklärung, die Köpfe ab. Mit einem gekonnten Schwung flogen die Köpfe in den Kamin. Dann trat er zu seinem Sohn und half ihm auf die Füße. „Steh auf, dein Platz ist nicht zu meinen Füßen“ sagte er zu ihm, nahm sein Kinn grob in die Hand und betrachtete ihn eingehend. „Du siehst aus wie deine Mutter“ sagte er und ließ von seinem Kinn ab, ehe er sich wieder umdrehte. „Wie haben dich die beiden Schwachmaten auf der Herfahrt behandelt?“ wollte er von seinem Sohn wissen, ehe er sich wieder langsam in seine Richtung drehte. Selbst wenn er versuchen würde zu fliehen, und das würde er, davon ging Asmodeus aus, würde er nicht weit kommen. Hier, in diesem Anwesen, galten seine Gesetze. Zauber oder Fähigkeiten hatten hier keine Wirkung. Mit Ausnahme seiner. Dafür hatte er gesorgt, nachdem er dieses Anwesen als seins auserkohren hatte. Auf die Frage seines Sohnes reagierte er allerdings nicht. Er war nicht in der Postition irgendwelche Fragen zu stellen, nich nicht. Dafür musste er sich erst als würdiger Nachfolger erweisen. Aber Asmodeus hatte keinerlei Einfluss auf die Erziehung seines Sohnes haben können. Und wenn ihn die Frau großgezogen hatte, die ihn geboren hatte, würde er wohl eher zu den Guten gehören, als in das Lager seines Vaters. Erneut sah er seinen Sohn an und deutete auf einen der Sessel, die vor dem brennenden Kamin standen. „Mein Name ist Cole. Ich hoffe, ich kann dich für die Unannehmlichkeiten entschädigen. Möchtest du etwas trinken?“ Er trat auf die kleine Bar zu, die in dem Raum stand und goss sich einen Scotch ein.

@Matthew Latham


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#5

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 06.10.2015 23:34
von Matthew Latham | 167 Beiträge | 186 Punkte

Bevor ich richtig realisieren konnte, was da vor meinen Augen passierte, hatte der Mann schon den beiden Männern den Kopf abgerissen und sie in den Kamin geworfen. Mit weit aufgerissenen Augen beobachtete ich dieses Schauspiel und fragte mich nun nur noch mehr, was ich hier zu suchen hatte. "Die...sie haben..." stotterte ich. Ich war eigentlich kein Mann weniger Worte und war auch kein Angsthase, aber das hier machte mir doch ganz schön Angst. Das alles war so unwirklich, dass ich schon daran dachte, ich würde vielleicht träumen. Er half mir nach oben. Ich wollte aber am liebsten gar nicht aufstehen, sondern still und heimlich davon kriechen. Seit Jahren schon war meine menschliche Seite stärker als die dämonische. Und auch jetzt im Angesicht meines Vaters - wovon ich aber noch nichts ahnte- schien der Mensch in mir zu überwiegen.
"Meine Mutter?" fragte ich ihn ungläubig. "Was haben sie mit meiner Mutter zu tun?" fragte ich ihn. Ich hatte sie eine ganze Weile lang verflucht, nachdem sie mir im Alter von 16 Jahren endlich die Wahrheit über meine Herkunft eröffnet hatte. Aber inzwischen hatte sich unser Verhältnis wieder so stabilisiert, dass ich nichts über sie kommen lies. Meine damalige Freundin war daran nicht unbeteiligt gewesen. April...Bei dem Gedanken an sie wurde ich schon wieder wehmütig. Ich versuchte diesen also schnellstmöglich abzuschütteln und ging einen Schritt zurück, als ich schon die Frage des Fremden hörte.
"Sie haben nicht mit mir geredet. Sie haben mir keine meiner Fragen beantwortet. Aber sie können das! Sie können mir sagen, was ich hier zu suchen habe! Wo sind wir hier?" Ich wurde mit jedem Satz lauter und so langsam hatte ich meinen Mut wieder gefunden. Dann wies er mir einen Platz zu und ich sah ihn nur verständnislos an. "Ich will mich nicht setzen und ich will auch nichts trinken verdammt!" sagte ich und bleib mit verschränkten Armen da stehen, wo er mir hoch geholfen hatte. Ich war wütend, aber es passierte nichts. Nicht so wie sonst, wenn ich besonders aufgebracht war. Kein Feuer, kein Kribbeln...nichts.
"Warum kann ich mich hier nicht..." Doch ich redete nicht weiter. Er wusste vielleicht gar nichts von meinen Fähigkeiten. Ich hatte doch keine Ahnung wer er war. Aber nachdem ich diesen Käfig erlebt hatte, musste es ja irgendjemand wissen. Ob hier genauso etwas war, wie in dem Käfig?

@Cole Thompson


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#6

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 07.10.2015 15:47
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

Asmodeus beobachtete seinen Sohn und wie sich seine Haltung und Stimme veränderte. In ihm steckte mehr, als nur der schwächliche Mensch. Das konnte er spüren. Doch aus seiner Frage konnte er erkennen, dass seine Mutter ihm nicht erzählt hatte, wer sein Vater war. „Ich kannte sie“ sagte er knapp. Mehr würde er seinem Sohn vorerst nicht erzählen. „Sie haben sich lediglich an meine Anweisungen gehalten“ beantwortete er Matthews Frage. „Dies hier ist mein Anwesen“ begann er. Das er selbst so ruhig und besonnen war, verwunderte Asmodeus selbst. Doch was sollte er diesen verängstigten jungen Mann jetzt auch noch anschreien? Er hatte wahrscheinlich nie gelernt, böse zu sein oder seine dämonische Seite einzusetzen. Das würde er vermutlich erst lernen müssen. Zumindest sah so Asmodeus Plan aus. Denn er brauchte seinen Sohn. Er musste ihn auf seine Seite ziehen. Aber er sah bereits jetzt, dass das wohl nicht so ganz einfach werden würde. Mit dem Scotch in der Hand blickte er ins Feuer. Er musste vorsichtig sein. Als Matthew allerdings seine Frage begann, diese jedoch nicht zu Ende stellte, schmunzelte Asmodeus leicht. Er brachte die Frage zu Ende. „Warum du dich nicht portieren oder verschwinden oder Fähigkeiten einsetzen kannst?“ Er sah seinen Sohn an. „Weil in diesem Anwesen meine Regeln befolgt werden. Und eine davon besagt, dass keine fremde Magie oder Fähigkeiten hier funktionieren.“ Dennoch war Asmodeus verwundert. Denn dieser Mann stammte von ihm ab. Er war sein Fleisch und Blut und trotzdem konnte er hier seine Fähigkeiten nicht einsetzen. Dies ließ nur den Schluss zu, dass Matthew sie noch nicht richitg unter Kontrolle hatte. Asmodeus drehte sich wieder dem Kamin zu und blickte in das Feuer. „Wie geht es deiner Mutter?“ fragte er Matthew. Er selbst konnte sich nicht mehr daran erinnern, wie lange er mit dieser Frau zusammen war. Doch das er irgendetwas für sie empfunden hatte, auch wenn er es nicht durfte und auch nicht gezeigt hatte, stand fest. Und Zeit war für ihn etwas belangloses. Denn davon hatte er genug. Dennoch, er wusste nicht, wie viel Zeit ihm noch blieb, bis das Wesen aus der Prophezeihung auftauchen würde und er sich dem letzten Kampf stellen musste.

@Matthew Latham


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#7

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 07.10.2015 16:46
von Matthew Latham | 167 Beiträge | 186 Punkte

"Wieso??? Wieso durften sie nicht mit mir reden? Ich habe mich wie ein Tier in einem Käfig gefühlt." erwiderte ich auf seine Aussage hin, dass sie sich nur an seine Anweisungen gehalten hatten. "Dafür haben sie sie aber schnell getötet." merkte ich noch an und blieb stur weiterhin stehen. Ich wollte zwar nicht, dass er das gleiche mit mir tat, aber wie sollte ich hier schon raus kommen? Und wenn er vor hatte mich umzubringen, dann hätte er es doch schon längst getan oder? "Schön für sie. Ich wohne in einer Einraumwohnung in Los Angeles. Aber das wissen sie ja bestimmt, denn sie waren es ja, der mich einfach entführen lassen hat."In meiner Stimme lag ein gewisser Trotz. Ich fühlte mich gerade wie ein Teenie, der sich vor irgendjemanden verantworten musste, weil er etwas falsch gemacht hatte. Aber ich war mir keiner Schuld bewusst. "Sie wissen davon...wusste ichs doch." sagte ich und sah ihn beobachtend an. Er musste es ja wissen, wenn er es irgendwie schaffte meine Fähigkeiten zu blockieren. "Sonst wäre ihr schönes Anwesen wahrscheinlich nur noch Asche. Da haben sie wohl Glück gehabt." protzte ich. Er konnte ja nicht wissen, dass ich solche großen Sachen nicht komplett anzünden konnte. Einiges hatte ich schon geschafft, aber ein Haus anzünden? Nein. Papierkörbe, Mülltonnen...Autos...Aber keine ganzen Häuser.
Wieder hatte er die Dreistigkeit sich von mir weg zu drehen und redete schon wieder von meiner Mutter. "Was geht sie das an. Sie lebt. Fertig." sagte ich weiterhin in Abwehrstellung. Doch es wunderte mich, dass er immer wieder nach ihr Fragte. Erst jetzt schienen mir die Schuppen von den Augen zu fallen. Ich riss meinen Mund weit auf, ehe ich einen Ton von mir gab.
"Sind sie mein Vater?" fragte ich dann einfach, ohne vorher darüber nachzudenken. Meine Mutter hatte mir erzählt, dass mein Vater ein Dämon sei, aber es gab keine Namen oder ähnliches.

@Cole Thompson


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#8

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 08.10.2015 16:09
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

„Weil sie nicht den Rang und die Stellung haben, dir irgendetwas zu sagen“ Asmodeus dreht sich wieder zu seinem Sohn um und sah ihn böse an. Bei jedem Wort wurde seine Stimme lauter. Und vor ihm rechtfertigen, warum er seine Lakaien getötet hatte, musste er er nicht. Dennoch sollte er eine Antwort bekommen. „Vorerst muss deine Existenz möglichst geheim bleiben. Und ich traue niemandem. Und meinen Untertanen schon gar nicht. Und die beiden“ er sah in Richtung des Feuers „... wussten bereits zuviel.“ Er sah Matt erneut an. Und natürlich wusste Asmodeus von Matts Fähigkeiten. „Ich nehme an, du beherrscht das Feuer und kannst dich teleportieren. Darum war es notwendig, dich in diesen Käfig zu sperren. Du wärst freiwillig sicherlich nicht mitgekommen. Und du bist mir bereits mehrfach entwischt. Noch einmal konnte ich das nicht zulassen.“ Asmodeus ging näher an das Feuer, hielt die Hand in dessen Nähe und die Flammen schlugen höher. Sobald der die Hand fort nahm, war das Feuer wieder auf seine ursprüngliche Größe zurückgefallen. Als Matt ihm allerdings drohte, dass er sein Anwesen in Flammen aufgehen lassen wollte, trat Asmodeus an ihn heran, sah ihn eingehend an und begann, zu lachen. „Du willst mir doch nicht allen Ernstes weismachen, dass du in der Lage bist, ein solches Anwesen in Schutt und Asche zu legen?“ Er beugte sich näher an ihn heran und knurrte seine nächsten Worte gefährlich leise. „Deine Fähigkeiten sind noch nicht so mächtig.“ Er sah ihn aus seinen schwarzen Augen an und sprach dann weiter. „Aber ich kann es dich lehren.“ Asmodeus ging erneut zum Kamin, als er die angespannte Stimme seines Sohnes hörte, der ihm mitteilte, dass seine Mutter noch lebte. Er schloss kurz die Augen, als er sie sich wieder ins Gedächtnis rief. Doch als sein Sohn die Schlussfolgerung zog, dass Asmodeus sein Vater sei, zog er kurz die Luft ein und hielt sie für einen Augenblick an. Der Junge war clever und er konnte eins und eins zusammenzählen. „Der bin ich“ antwortete er auf Matts Frage, die wohl eher eine Feststellung war. „Möchtest du jetzt einen Drink?“ fragte er seinen Sohn und sah ihn mit hinter dem Rücken verschränkten Armen an.

@Matthew Latham

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#9

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 08.10.2015 16:57
von Matthew Latham | 167 Beiträge | 186 Punkte

"Mir? Wieso? Ich bin ein einfacher junger Mann. Immerhin wurde ich im Käfig hergebracht..." gab ich zurück und wollte einfach den Zusammenhang nicht verstehen. "Meine Existenz?" Jetzt war ich völlig überfordert von seinen Worten. Was wollte dieser Mann von mir? Er wusste anscheinend von meinen Kräften und er wusste, wo ich wohnte und alles...Er kannte meine Mutter. Und jetzt redete er von meiner Existenz. Mir wollte sich das alles einfach nicht so richtig erschließen. "Was wussten sie denn?" fragte ich wieder einmal, auch wenn er bis jetzt kaum eine zufriedenstellende Antwort abgeliefert hatte.
"Woher wissen sie das? Sind sie ein Psychopath?" Wieder eine Frage, die wahrscheinlich niemand wirklich mit einem "Ja" beantworten würde. Selbst wenn ich einer wäre, würde ich es wahrscheinlich abstreiten. Die Fragen kamen mir aber einfach zu geflogen und ich konnte mich einfach nicht zurück halten.
Als er davon redete, dass ich ihm schon mehrmals entwischt war, wurde mir wieder einiges klar. Die Männer in der Gasse vor ein paar Wochen, die waren wirklich hinter mir her gewesen. Und viele andere seltsame Vorfälle kamen mir wieder in mein Gedächtnis. Das alles nur, um mich hier her zu bekommen?" Wieso haben sie es nicht einfach mal mit fragen versucht?" wollte ich wissen, denn vielleicht wäre ich einer netten Frage eher nachgekommen, als mich ständig mit meiner anscheinend bestätigten Paranoia auseinander zu setzen.
Mit aufmerksamen Augen sah ich dabei zu, was er mit dem Feuer im Kamin machte. Das konnte ich auch, wenn auch nicht so kontrolliert. Bei mir konnte es schnell geschehen, dass der Teppich auch Feuer fing. Deswegen hielt ich mich meist von allen möglichen Feuerstellen fern. Mist, er hatte mich durchschaut. Natürlich würde ich dieses Anwesen nicht niederbrennen können. "Naja...einen der Räume vielleicht..."druckste ich zusammen. Als er sich näher zu mir beugte, konnte ich seine schwarzen Augen sehen. Ich hatte sie auch. Manches Mal, wenn ich mich wieder nicht unter Kontrolle hatte. Ich hatte Angst vor ihnen, aber seine schienen mir auf einmal so vertraut. "Ich will es nicht lernen. Ich will das es aufhört. Vielleicht können sie sie mir nehmen? Können sie mich zum Menschen machen? Hier, sie können sie gerne haben!" Ich hielt meine Arme in seine Richtung und stellte mir in diesem Moment alles so einfach vor, wenn ich nur noch ein Mensch war.
Doch alles sollte schliesslich ganz anders laufen als gedacht. Er gab doch eindeutig zu, dass er mein Vater war. Jetzt lies ich mich mit einem lauten Plumpsen in den Sessel am Kamin fallen. Mein Gesicht war für einen Moment vollkommen ausdruckslos. Jetzt war es vorbei mit den Höflichkeitsfloskeln. "Du wirst mir nicht helfen meine Kräfte los zu werden oder?" fragte ich dann, als ich es schaffte ihn wieder anzusehen. "Du willst etwas ganz anderes...."

@Cole Thompson


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#10

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 08.10.2015 18:14
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

„Du solltest dir über das 'wie' du hierher gekommen bist, keine Gedanken machen. Das 'Warum' steht hier im Fordergrund“ sagte er und ging auf den Sessel zu, der neben dem stand, in den sich Matt hatte fallen lassen. Er schlug ein Bein über das andere und stellte die Ellenbogen auf die Lehnen auf. „Nein, ich kann dir deine Fähigkeiten nicht nehmen. Und das werde ich auch nicht. Sie sind ein Geschenk. Eines, dass ich dir gemacht habe. Und es würde mich freuen, wenn du es nicht als lästiges Übel ansehen würdest. Denn alles hat seine Bestimmung und so auch das.“ Er schloss kurz die Augen. Er hatte bereits geahnt, dass das erste Aufeinandertreffen schwierig werden würde, aber das sein Sohn so anders war als er, hatte er nicht erwartet. Er war gut. Zumindest fühlte es sich danach an. Wie sollte er ihn da auf seine Seite bekommen? Er seufzte und blickte seinen Sohn lange an, ohne weiterzusprechen. Noch immer war er sich nicht schlüssig, ob er bereits jetzt mit ihm darüber reden sollte, was bevorstand. Doch je länger er darüber nachdachte, um so sicherer war er sich, dass er es nicht tun sollte. „Wenn die Zeit reif ist, wirdst du alles erfahren. Alle deine Fragen werden beantwortet werden. Aber noch ist es zu früh.“ Mit einer kaum sichtbaren Handbewegung löste er die Blockade. Das alles würde erst funktioniren, wenn Matt ihm vertrauen würde. Aber dieses Vertrauen würde sich Asmodeus erst erarbeiten müssen. Das war ihm klar. „Ich kann dir beibringen, mit deinen Fähigkeiten zu leben, sie zu kontrollieren. Für heute hast du genug durchgemacht. Du kannst das Anwesen verlassen, wenn du es möchtest. Um hierher zurückzukehren, stellt dir einfach diesen Salon vor und wirst wieder hier sein. Einen anderen Weg gibt es nicht. Du wirst diesen Ort auf keiner Landkarte finden.“ Er sah seinen Sohn erneut an. Er wusste, dass er Matt nicht unter Druck setzen konnte. Das würde alles nur noch viel schlimmer machen und seine Chancen womöglich nur schmälern. „Die Entscheidung liegt bei dir.“

@Matthew Latham


Wo ich Lebendiges fand, da fand ich Willen zur Macht; und noch im Willen des Dienenden fand ich den Willen, Herr zu sein.
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#11

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 09.10.2015 14:59
von Matthew Latham | 167 Beiträge | 186 Punkte

"Wie ich hierher gekommen bin, weiß ich ja auch selbst." sagte ich ein wenig eingeschnappt. So hatte ich mich selten erlebt. Er schien in mir wirklich eine Seite zu wecken, die ich so nicht von mir kannte. Ich mochte diese Seite an mir auch nicht. Aber ich hatte mich im Moment einfach nicht unter Kontrolle. Ich war wütend und sauer. Ich wollte doch nur Antworten haben und er redete fast die ganze Zeit um den heißen Brei.
"Ich sehe sie eher als eine Last an. Du hast doch keine Ahnung was ich dadurch alles verloren habe. Ich will sie nicht. Du kannst sie gern haben." sagte ich weiterhin in diesem trotzigen Ton. Ein wenig Verzweiflung war auch dabei, aber diese versuchte ich weitesgehend zu unterdrücken. "Bestimmung?" Was konnte er damit nur meinen. Okay, ich hatte schon durchschaut, dass er mein Vater war, aber ich wollte einfach nicht weiter spinnen. Ich wollte nicht wissen, was mir bevor stand. Als er jedoch anbot mir beim kontrollieren meiner Kräfte behilflich zu sein wurde ich hellhörig. "Du meinst, dann passiert es nicht mehr einfach so?" Wie ein Schuljunge an seinem ersten Tag saß ich da und sah ihn abwartend an.
"Und du bist dir sicher, dass ich wieder komme?" fragte ich und stand auf. Ich konnte also wirklich gehen? Er würde mir nicht den Kopf abreissen, so wie den Beiden? war das kein Test? Schon wieder stellten sich mir so viele Fragen. Aber ich würde es wohl nicht heraus finden, wenn ich es nicht probieren würde.
Ohne ein weiteres Wort ging ich in Richtung Tür. "Ich glaube nicht, dass ich wieder komme." sagte ich ehrlich und mit fester Stimme als ich mich noch einmal umdrehte. Dabei war ich mir gar nicht sicher, ob ich das wirklich so meinte. Er sollte sich aber keine Hoffnungen machen. Dann verließ ich den Salon und folgte dem Weg den ich rein gebracht worden war wieder nach draussen, Ich hatte eine gute Orientierung und fand ihn auf Anhieb. Als ich das Grundstück verlassen hatte, wagte ich noch einmal einen Blick zurück, aber da war nichts mehr. Kein Haus, nichts...Als hätte es sich in Luft aufgelöst. Ich zog meine Jacke enger um mich und versuchte einen Weg von hier weg zu finden. Ich hatte noch immer keine Ahnung wo ich mich befand.

TBC: ???

@Cole Thompson


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#12

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 09.10.2015 15:44
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

Asmodeus sah seinen Sohn immer wütender werdend an. "Lerne sie zu beherrschen, statt den leichtesten Weg zu gehen und sie nicht haben zu wollen" schnauzte er ihn an. "Und ja, es ist deine Bestimmung, so wie alles Bestimmung ist." Er wusste, dass Matthew erst in das, was er war, hineinwachsen musste. Er atmete tief durch und versuchte sich zu beruhigen. Doch damit war es vorbei. Seine Mutter oder wer auch immer, hatte alles versaut. Warum hatte er den Bengel nicht eher zu sich geholt? Dann wäre jetzt alles so viel einfacher. Er hatte immer mehr Mühe, diese menschliche Fassade aufrecht zu erhalten. "Nein, du wirst keine unkontrollierten Feuer mehr legen. Wie du gesehen hast, kann ich dieses Element beherrschen und es nach meinen Wünschen formen." Er öffnete seine Hand und in der Handfläche züngelte eine Flamme, die größer und dann wieder kleiner wurde, dann wie ein Feuerball aussah und dann ganz verschwand. Und doch konnte Asmodeus sehen, dass genau das Matthew irgendwie interessierte. Und das war der einzige Grund, warum er ihn nicht einfach in einen der Flügel des Anwesens sperrte und hier behielt. Er musste einfach auf seinen Instikt vertrauen, dass, sollte Matt wirklich gehen, er wiederkäme. Er beantwortete Matts Frage nicht sondern sah ihm einfach nach, als dieser den Salon verließ. "Wir werden sehen" sagte Asmodeus und fügte gedanklich bei, dass er ihn ansonsten würde holen müssen. Asmodeus stand auf und stellte sich vor den Kamin und blickte erneut ins Feuer. Sein Sohn war tatsächlich gegangen. Er blickte auf, doch er war fort. Unbändige Wut stieg in ihm auf und mit einem lauten, dunklen und markerschütternden Brüllen ließ er seine menschliche Gestalt fallen und stand nun in seiner dämonischen Gestalt in dem Raum. Doch wenn er jetzt nicht das Anwesen verließ, würde er es selbst in Schutt und Asche legen. Was er jetzt brauchte, war ein guter Kampf. Er portierte sich in die Stadt und lief durch die Straßen, bis er auf ein Mädchen stieß, dass er verfolgte ...

Die Kleine hatte ihn beeindruckt. Er musste mehr über sie erfahren. Er kannte ihren Namen und er wusste, dass sie ein Vampir war. Und er wusste, wem er diesen Auftrag erteilen konnte. Er verzog das Gesicht, als er sein Handy zückte. Er hasste diese moderne Art der Kommunikation. Aber da er nie wusste, wo Luke sich gerade aufhielt, war das die einfachste Art ihn zu kontaktieren. Er schrieb eine Nachricht:

Luke, ich habe eine Auftrag für dich. In einer Stunde erwarte ich dich im Cubby Hole.  

Eine Antwort erwartete er nicht. Luke wusste, was ihm blühte, wenn er Asmodeus versetzten würde. Er verließ den Salon und bereitete sich auf das Treffen mit Luke vor.

(@Matthew Latham) nur zur Info

---> weiter im Cubby Hole


Wo ich Lebendiges fand, da fand ich Willen zur Macht; und noch im Willen des Dienenden fand ich den Willen, Herr zu sein.
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#13

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 18.11.2015 00:52
von Gelöschtes Mitglied
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Rrrriiing! Rrrrring! Rappelte das Telefon urplötzlich zu später Stunde noch los, als April gerade dabei war ein paar Akten wegzuräumen, die bei dem unvorhersehbaren metallischen Klang des Fernsprechgeräts ihr geradewegs aus den Armen rutschten. "Mist verdammter....!" fluchte die Rothaarige leise los, als einige Blätter heraus gerutscht waren und etwas quer über den Boden verteilt waren. Alle Arbeit umsonst. Nur das Telefon kannte keine Gnade und klingelte erbarmungslos weiter. "Jaha! Ich komme ja schon!" rief sie dem nervtötendem Ding zu und machte eine abwinkende Geste in Richtung der auf den Boden liegenden Akten, ehe sie hastigen Schrittes zum Telefon auf dem Schreibtisch eilte und den Hörer hoch riss. "Angel Investigations, Detective Davis. Was kann ich für Sie tun?" Ein sonderbares Knacken offenbarte sich in der Leitung. "Hallo?" hauchte April leise daraufhin in die Stille hinein, während sie sich bereits bequem mit den Hinterteil gegen die Tischkante lehnte und ihren Finger um das geringelte Telefonkabel wickelte...
PLOP
In einem großen Ledersessel fand sie sich wieder, während sie die Lider öffnete und mit verzerrten Gesichtsausdruck mit ihren Fingern sachte ihre Stirn abtastete. Oh jaaa, das würde definitiv eine dicke Beule werden! "Warum immer ich?!" jammerte der Rotschopf, ehe sie sich langsam noch teils benommen leicht wankend auf die Beine stellte und sich mit einer Hand noch am Sessel abstützte. Direkt fiel ihr der Kamin ins Blickfeld, in dem mit knackenden Lauten gierig einige Flammen sich an Holz labten und hier und da etwas mehr in die Höhe zuckten. "Naaa super!" brummelte sie leise, während sie nicht den geringsten Schimmer hatte, wo sie sich hier befand. Wertvolle Gemälde zierten die Wände. Kein Licht außer das des Feuers erhellte den Raum mit den geschmackvollen äußerst teuren Möbelstücken, von denen April nie zuvor erträumt hatte jemals in dessen Genuss zu kommen. "Ich muss schon wieder am Schreibtisch eingeschlafen sein, richtig?" versuchte sie sich selbst einzureden. Denn solch seltsame Situationen kamen nur in ihren eher unangenehmen Träumen vor und von denen hatte sie in den letzten drei Jahren so einige erleben dürfen. Mit vorsichtigen Schritten machte sie sich auf den Raum zu inspizieren. "Hallo?" Meistens antwortete ihr sowieso nie jemand darauf, denn die Träume kommunizierten auf andere Art und Weise mit ihr. "Also so langsam wird es langweilig..." ließ sie verlauten, als sie das Ende des Raumes erreicht hatte und noch immer nichts geschehen war. "Ehm Showtime?" Sie machte auf dem Absatz kehrt. "Ach, ist das wieder einer dieser Träume bei dem ich erst auf dem Auslöser kommen muss? Stimmt ja, meistens musste ich dafür irgendetwas kaputt machen." tippte sie sich erinnernd an die Stirn, während sie sich dem feurigen Schein des Kamins allmählich wieder näherte. "Nur was?" fragend blieb sie stehen, tippte nachdenklich mit ihrem Zeigefinger auf dem Kinn herum und betrachtete einige der kostbaren Gemälde. "Das... oder das?" leicht schwang ihr Finger zwischen Zweien hin und her bei denen sie ein ausgeprägteres Gefühl besaß. "Hmm.. ich glaube es ist... DAS!" sie riss das größere Gemälde von der Wand auf dem ein großer schlanker Mann mit finsterer Miene samt ineinander verschränkten Fingern in erhabener Haltung in einem mindestens genauso teuren Sessel, wie einer dieser die sich hier im Raum befanden, saß. "Ja, du siehst schaurig genug aus..." stellte sie fest, als sie sich es noch so aus direkter Nähe betrachtete. Das perfekte Gemälde für einen Traumauslöser! So hob sie nun mit beiden Händen so weit wie möglich in die Höhe und wollte hier und jetzt es an seinem Schicksal teil haben lassen.

@Cole Thompson



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#14

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 19.11.2015 16:24
von Cole Thompson | 1.097 Beiträge | 1402 Punkte

"Gebieter, sie wartet im Salon auf euch" wurde Asmodeus in seinem Anwesen empfangen, kaum das er es betreten hatte. Zuletzt war er mit Matt hier gewesen. Es kam ihm vor, als sei eine Ewigkeit vergangen. Und wenn er von Ewigkeit sprach, sollte das wohl was heißen. "Habt ihr sie vernünftig behandelt?" fragte er seinen Untertan, der nur kurz nickte, ihm einen Zettel mit den nötigstend Daten der Dame gab und sich sodann zurückzog. Sie hatten endlich eine Hexe für ihn ausfindig machen können, eine, die wie Phoebe, Visionen empfing. Und er hoffte, dass er sie in seine Dienste stellen konnte. Doch er kannte diese Frau nicht, also musste er erstmal diplomatisch vorgehen. Leise öffnete er die Tür und beobachtete die junge Schönheit. Als er hörte, wie sie vermutete, sie sei am Schreibtisch eingeschlafen, runzelte er die Stirn und wollte gerade ansetzen, um sich bemerkbar zu machen, doch er unterließ es. Das war irgendwie amüsant. Und sie sah verdammt jung aus. Konnte sie in diesem Alter ihre Kräfte schon kontrollieren? Als sie erneut anfing zu rufen und mit sich selbst zu reden, öffnete Asmodeus den Mund und schloss ihn erneut wieder. Ein Lachen huschte über sein Gesicht. Die Kleine war wirklich zu niedlich. Und offensichtlich wusste sie nicht, wo sie war oder wie sie hierher gekommen war. Als sie jedoch davon sprach, etwas zerstören zu wollen, bewegte er sich endlich. Als sie sich dann auch noch für eines seiner wirklich teuren Gemälde entschied, trat er ohne groß Geräusche zu machen von hinten an sie heran und legte seine Hände auf ihre. Sein Körper berührte nur knapp den ihren. "Na na, ist das nicht ein wenig zu schwer für eine so zierliche Person?" sagte er leise und hielt das Bild fest. "Lass es los, du musste es nicht zerstören, um aufzuwachen, denn das ist kein Traum" sagte er in ruhigem Ton zu ihr. Eine merkwürdige Aura umgab sie. Normalerweise spürte er, ob er Vollwesen oder Halbwesen vor sich hatte. Doch sie schien irgendwie anders zu sein. Vielleicht noch ein Grund mehr, sie in seine Dienste zu stellen.

@April Davis



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#15

RE: Salon mit Kamin

in Großes Anwesen von Cole Thompson 19.11.2015 19:27
von Gelöschtes Mitglied
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Die gesamte Zeit wurde sie von jemanden beobachtet. Von jemanden, der sich so verdammt still verhalten konnte, sodass man meinen könnte: Er wäre der Tod persönlich. Oder war April einfach zu laut und aufgebracht zeitgleich verzweifelt genug gewesen, sodass sich der Fremde sehr gut hinter ihren Wortschwall hatte verstecken können?
Jedenfalls glaubte der Rotschopf noch immer in einem dieser seltsamen Träumen, die wie so oft in einem wahren Albtraum endeten, gefangen zu sein. Am Liebsten hätte sie sich heraus katapultiert, doch endeten diese Träume immer erst dann, wenn sie es wollten und fesselten sie solange an diese scheinbar unwirkliche Welt, bis sie genug gesehen hatte.
Fest entschlossen hatte die die junge Frau noch zwei Schritte bis zum Sofa gemacht und wollte gerade das Gemälde auf das unglaublich teure Möbelstück schmettern lassen, als urplötzlich sich zwei riesige Hände um ihre herum schlangen. Direkt hinter sich spürte sie -wenn auch nur wie ein Windhauch- den mächtigen Körper des Anderen, der so viel Präsenz ausstrahlte, sodass einem direkt vor Scheu die Knie weich werden konnten. Ein kräftiges Schlucken konnte April sich dabei absolut nicht verkneifen, während seine Stimme äußerst dunkel und rau an ihre Ohren drang. Er schimpfte nicht wirklich, wirkte gefasst. Ganz so, als hätte er längst ihr Vorhaben vorher gesehen. Sie sperrte ihren Mund auf, doch kein einziger kläglicher Laut wollte hinaus dringen. Weiteres Schlucken und das Schnappen nach Luft war vorprogrammiert. Sie brauchte einen Moment bis sie wahrhaftig realisiert hatte, was er ausgesagt hatte. Es war also kein Traum... und wenn zumindest keiner von diesen, die sie bisher erlebt hatte. Noch nie, hatte sie so derartig gespürt oder gar so klare Aufforderungen erhalten. Ganz vorsichtig zog sie ihre Hände unter den großen Männerhänden weg und war sofort einige Schritte von ihm weg gewichen. Erst dann wagte sich die Rothaarige sich zu ihm umzudrehen und ihr Gegenüber genau aus sicherer Entfernung zu inspizieren. Wenn es sie nicht ganz stark täuschte... war das nicht der Mann auf dem Gemälde? Oder zumindest jemand, der ihm sehr ähnlich sah?! Aprils Augen weiteten sich vor Erstaunen immer mehr. Er war wohl der Herr dieses... luxuriösen Anwesens. "Wie...?" presste sie aus ihrer Kehle hervor. "Wie bin ich hierher gekommen?" Und vor allen Dingen, wer war er?!
@Cole Thompson



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